Selfcare - 8 wissenswerte Tipps zur Selbstfürsorge |

Selfcare – 8 wissenswerte Tipps zur Selbstfürsorge

Kategorien: Persönlichkeitsentwicklung & Mentales
Lesezeit: 13 Minuten

Nimm dir Zeit für dich!

„Selfcare means giving the world the best of you instead of what is left of you.“

Katie Reed @amotherthing

In unserer entwicklungsrapiden, leistungsorientierten Welt verliert man sich leicht in der fordernden Arbeit, in der Informationsüberflutung durch Nachrichten und soziale Medien oder im Alltag anderer Mitmenschen. Doch so vergisst man zu schnell und häufig das Wohl seiner Selbst. In diesem Artikel erfährst du, wie du wieder einen Schritt zurücktreten kannst, um auf die eigene physische wie auch psychische Gesundheit zu achten.

Vorteile der Selbstfürsorge

Vielleicht hast du schon einmal etwas von dem Wort „Selfcare“ gehört. Vielleicht hast du sogar schon ein paar Videos von YouTubern gesehen, wie sie sich einen Tag nur für sich selbst nehmen und es sich gut gehen lassen. Selbstfürsorge bedeutet: sich selbst gut zu umsorgen, sodass man ein glückliches und erfülltes Leben führen kann. Es braucht allerdings ein bisschen Übung.

Self care hat viele verschiedene Gesichter und kann – je nach Situation und Person – ganz unterschiedlich aussehen. Wichtig dabei ist, dass man sich als Individuum in dieser Erholungszeit der Selbstfürsorge wohl fühlt, sich entspannen und den eigenen „Akku“ wieder aufladen kann. Me Time spendet Kraft und Energie und wir alle sollten sie in unseren Alltag integrieren. Bereits 30 Minuten täglich können hier wahre Wunder wirken.

Tipps

Im Folgenden haben wir 8 Tipps und Gewohnheiten für dich aufgelistet, die dir helfen, dir selbst gegenüber mehr Wertschätzung und Achtung zu genehmigen. Wenn du all diese Punkte durchführst, bist du auf einem guten Weg zur Selbstliebe, wodurch du andere Mitmenschen erst mit deinem wahren Ich aufrichtig lieben lernen kannst.

Hör auf deine Bedürfnisse!

Es mag vielleicht sehr einfach klingen, dass man auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse hören soll: Wenn man gerade Ruhe braucht, zieht man sich einfach an einen ruhigen Ort zurück. Langeweile? Ein Buch lesen, um sich weiterzubilden. Ist man hungrig, dann isst man etwas, oder?

In der Theorie, ja. Doch vielen Menschen fällt es heutzutage echt schwer, zu erkennen, was sie seelisch, geistig oder auch körperlich überhaupt benötigen, um glücklich, gesund und ausgewogen leben zu können.

Das Hineinhören in sich selbst ist das A und O von Selfcare. Du bist grundsätzlich der einzige Mensch, der wissen kann, was du wirklich brauchst, oder was auch nicht. Die Betonung liegt hier auf dem kann, denn viele verlieren durch all die Reize der Außenwelt den Zugang zu ihrer eigenen Innenwelt.

Um hier die Tür wieder aufzumachen, hilft es bereits, wenn du dir ab und zu eine kurze Pause genehmigst. Schreib sie dir auf deine To Do Liste! Setze oder lege dich dazu einfach an einen stillen, bequemen Ort und schließe die Augen, damit du deine eigenen Gedanken bewusster verfolgen und analysieren kannst.

In diesem meditativen Zustand ist es leichter, deine wahren Bedürfnisse von deinen vermeintlichen Gelüsten zu unterscheiden und zu trennen. In der Ruhe kommen auch oft verdrängte Gefühle oder Ereignisse auf, welche du nun besser betrachten und verarbeiten kannst. Wenn du mehr über das Thema Meditation lernen möchtest, schau doch bei unserem Blogbeitrag „Meditieren lernen – In 8 einfachen Schritten zum Erfolg“ vorbei.

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Gruppenzwang, im englischen auch „peer-pressure“ genannt, kann auch ein Faktor sein, der deine Selbstfürsorge einschränken kann. Aber du musst wissen: es ist o.k., „nein“ zu sagen, wenn du etwas nicht machen möchtest oder es dir zu viel wird.

Es ist sogar sehr vernünftig, ein Treffen abzusagen, wenn dein sozialer Akku schon leer ist oder du ganz einfach gerade lieber Zeit alleine verbringen möchtest. So kannst du dir einen Tag oder ein Wochenende alleine Auszeit gönnen, um wieder neue Kraft zu tanken, wodurch du dich auf das nächste Treffen umso mehr freuen kannst.

Drücke deine Gefühle aus!

So wichtig es auch ist, einen kühlen Kopf zu bewahren: du muss nicht immer so tun, als ob es dir 24/7 gut ginge! Auch du darfst und sollst deine Gefühle ausdrücken und dich darüber äußern, wie dir wirklich zumute ist. Verdrängte Gefühle stauen sich an und führen früher oder später zu unkontrollierbaren Emotionsausbrüchen, die dich selbst und andere überfordern können.

Der Ausdruck „Emotionen „hinunterschlucken“ zu müssen“, schlägt sich ganz wörtlich auf den Magen. Unterdrücktes Empfinden kann zu Verdauungsproblemen und vielen weiteren körperlichen Beschwerden führen, wenn man es nicht irgendwann aufarbeitet. Um dies zu vermeiden, ist es sehr wichtig, regelmäßig über deinen emotionalen Zustand zu sprechen. Sprich dazu mit deinen engsten Vertrauten (Freunde, Familie, etc.), um dir den Kummer von der Seele zu reden oder vom Herzen zu singen.

Apropos singen: Auch durch Musik, Tanz und Kunst kannst du deine Gefühle zum Ausdruck bringen. Singst du gerne? Dann sing einmal unter der Dusche deinen Lieblingssong in voller Lautstärke. Du spielst ein Instrument oder wolltest schon immer einmal eines lernen? Was hält dich noch auf? Los geht’s!

Du bewegst liebend gerne deinen Körper in rhythmischen Bewegungen? Dann tanz einfach durch dein Zimmer, ohne Scheu! Bist du eher ein Schreibtyp? Greif zu deinem Tagebuch, Bullet Journal oder einfach einem Blatt Papier und schreib auf, was dir durch den Kopf geht! Du bist ein leidenschaftlicher Künstler? Versuch es einmal mit Expressionismus!

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Geh hinaus in die Natur!

Es ist wissenschaftlich belegt, dass selbst 20 Minuten, die du im Grünen und an der frischen Luft verbringst, den Stresslevel deutlich senken. Zahlreiche Studien beweisen, dass der Aufenthalt in der Natur die Konzentration unserer Stresshormone, wie etwa Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, deutlich reduziert. Beispielsweise diese Studie der Universität Michigan: Study on stress reduction in nature: What 20 minutes in the countryside effect – Teller Report

Auch nur der Blick auf Pflanzen und Bäume kann schon positive Auswirkungen auf die Stimmung haben, was eine Förderung der psychischen Gesundheit zur Folge haben kann. Die Natur wirkt somit als natürliche Therapie und als Ausgleich zum stressigen Alltag.

Genehmige es dir, eine halbe Stunde durch einen Wald, einen Park oder ähnliches grünes Gelände zu spazieren. Hör einfach dem Gezwitscher der Vögel zu. Ist doch eine angenehme Abwechslung zu all dem Verkehrslärm und anderen ablenkenden Geräuschen des städtischen Lebens, nicht wahr?

In einem Wald ist auch die Luft spürbar – und riechbar – reiner, frischer und belebender. Atme einmal ganz bewusst diese sauerstoffreiche Luft tief ein und lass beim Ausatmen all den täglich angestauten Stress raus!

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Falls du Lust und Laune hast, dich draußen in der Natur auch noch kreativ zu beschäftigen, probiere es einmal mit LandArt. Dies ist die Kunst, Formen aus natürlichen Materialien zu legen. Wenn dich dies interessiert, kannst du gerne bei unserem Blog LandArt Ideen zum Ausprobieren vorbeischauen, in welchem wir dir diese kontemplative Form der Kunst in und mit der Natur vorstellen.

Du möchtest dir selbst etwas Gutes tun und deine Arbeit hinaus in die Natur bringen? Du willst anderen Menschen dabei helfen, wieder durch die Schönheit der Natur zur Ruhe zu kommen? Dann besuche jetzt unseren Lehrgang zur ERLEBNISPÄDAGOGIK und verwirkliche deinen Traum!Jetzt informieren:

Mache eine Dehn- oder Trainings-Einheit!

Wann hast du dir das letzte Mal Zeit genommen, deinen Körper schön intensiv und wohltuend zu dehnen, ihn durch eine Jogging-Einheit auf einen höheren Pulsschlag zu bringen? Wann bist du das letzte Mal wegen eines Krafttrainings so richtig ins Schwitzen gekommen? Vielleicht denkst du dir nun, was körperliche Fitness mit Selfcare zu tun haben soll?

An einem Tag, wo ich mich verwöhnen will, mag ich mich doch nicht in irgendeiner Weise anstrengen, sondern nur entspannen! Das ist natürlich verständlich, und solche Ruhetage darf es auch geben. Doch vielen ist oft nicht bewusst, dass sportliche Betätigung nicht bloß den Körper stärkt und gesund hält. Sport hat außerdem reichlich viele positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit.

Durch Sport wird das Körpergefühl verbessert und man fühlt sich schlichtweg wohler in der eigenen Haut. So kann einem dies verhelfen, sich und seine Erfolge schätzen zu lernen, da sich die für Gesundheitsfitness investierte Zeit an körperlichen Fähigkeiten sichtbar macht. Außerdem macht Sport nachweislich glücklich; bei körperlicher Anstrengung werden unter anderem die Hormone Dopamin, Endorphin und Serotonin ausgeschüttet.

Regelmäßiges Training erhöht die Konzentration dieser vorteilhaften Hormone im Körper, wodurch Konzentration, Glücksempfinden und Zufriedenheit nachhaltig steigen. Klingt ja vielversprechend, oder?

So schlafen beispielsweise aktive Menschen im Schnitt besser und sind dadurch tagsüber erholter und energiereicher. Studien zeigen, dass Sport außerdem die Gedächtnisfähigkeit stärkt und gegen Angstgefühle, Depressionen und ADHS helfen kann. (The Mental Health Benefits of Exercise – HelpGuide.org)

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Nähre deinen Körper mit Vitalstoffen!

„Der Mensch ist, was er isst“. Dieses Zitat vom deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach (1804–1872) hast du bestimmt schon öfter zu hören bekommen. Ist an dem auch wirklich etwas dran? Und wie! Mit jedem Bissen versorgst du deinen Leib mit Brennstoff. Alles, was du zu dir nimmst, wird nun Teil deines Körpers.

Die Nahrung baut dich also wortwörtlich auf und dein Körper muss mit dem, was gegessen wurde, äußerst komplexe Prozesse durchführen. Daher sollte man keineswegs achtlos ungesundes, fertigverpacktes Fast Food in sich schaufeln, sondern gut aufpassen, was man dem eigenen Körper zumuten will.

So kannst du an einem Tag oder Wochenende der Selbstfürsorge einmal ganz besonders darauf Wert legen, dich mit natürlichen und gesunden Lebensmittel zu versorgen. Bereite dir einen erfrischenden Snack zu oder koche dir einen wärmenden und beruhigenden Kräutertee. Probiere dich einmal an einem gesunden Rezept aus, das du noch nie gekocht hast oder bereite dein Lieblingsessen, dein „Soul-Food“ zu. Falls dies vielleicht eher weniger gesund sein sollte, versuche die ungesunden mit gesunden Zutaten zu ersetzen!

Die Natur bietet alles, was der Körper zum Wachsen und Gedeihen benötigt! In unserem Blog „Essbare Wildkräuter – Diese 5 findest du vor deiner Haustür“ stellen wir dir vor, mit welchen frischen Wildkräutern du deine Mahlzeiten verfeinern kannst. Weiters gibt es heutzutage auch schon viele köstliche und gesunde Ersatzprodukte. Trau dich, etwas Neues zu probieren!

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Genieße einen Wellness-Tag!

Gönn dir ein heißes Bad! Wer liebt es nicht, sich nach einem langen Tag die Badewanne volllaufen und sich von dem wohlig heißen Wasser umfließen zu lassen? Will man ganz exquisit sein, darf man sich auch das ein oder andere Mal den Eintritt in die Therme, Sauna oder eine Massage gönnen.

Für Menschen, die für ihre Selfcare-Routine lieber zu Hause bleiben wollen, gibt es ebenfalls reichlich Methoden, um sich etwas Gutes zu tun. Zieh dir nach einer warmen Dusche gemütliches Gewand an. Zünde vielleicht einige Kerzen für eine angenehme Atmosphäre an! Falls vorhanden, kann man auch ein ätherisches Öl in eine Duftlampe geben, um einen wohligen Geruch zu genießen.

Nun darfst du achtsam mit natürlichen Ölen oder Cremen dein Gesicht, deine Haare, Haut, Nägel, Hand und Fuß pflegen. Du besitzt noch keine natürlichen Alternativen zu chemischen Cremen? Dann lies schnell unseren Blog, wie man selbst Naturkosmetik herstellen kann: Naturkosmetik selber machen – 5 einfache Rezepte.

Mach es dir dann einfach gemütlich, kuschle dich in eine wollige Decke ein und höre, wenn du magst, entspannende Musik. Relax – du darfst auch einmal nichts machen!

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Reduziere den Informationsüberfluss!

Man kennt es: In der Früh liest man Zeitung. Während dem Frühstück noch schnell die E-Mails checken. Die Wartezeit für den Bus oder Zug wird mit einem Spiel am Handy gefüllt. Nach der anstrengenden Arbeit oder Schule zückt man dann den Laptop, um sich eine Staffel einer Netflix Serie reinzuziehen. Doch all diese ununterbrochenen Informationen, welche das Gehirn ständig auf Hochtour versucht zu verarbeiten, werden irgendwann zu viel. Der Mensch braucht öfters am Tag stille Zeiten, in denen er sich des Erlebten besinnen und es reflektieren kann.

Ein Tipp für einen Selfcare-Tag wäre, (digitale) Medien wie z.B. Social Media einzuschränken, sie beiseite zu legen oder sogar komplett auszuschalten, um sich mehr auf das Hier und Jetzt besinnen zu können. Wie dir das am besten gelingt und wie du davon profitieren kannst, verraten wir dir im Blogartikel Digitaler Detox – Unsere 10 Tipps zur digitalen Entgiftung. Auch in unserem Artikel Achtsamkeitsübungen – Mindfulness-Training für Körper und Geist findest du Inspiration für Selfcare Aktivitäten zur Verbesserung deiner inneren Haltung.

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Genug Allein-Zeit gehabt? Selfcare muss auch nicht immer alleine erfolgen, du kannst genauso Zeit mit deiner Familie oder Freunden verbringen, wenn sich das richtig anfühlt! Das hilft dir und stärkt zugleich die Beziehung zu der vertrauten Person.

Entmiste deinen Wohnbereich!

Gegenstände, Beziehungen, Emotionen. All diese Themen können uns entweder Freude oder Kummer bereiten. Wenn sie uns hinunterziehen und zurückhalten, müssen wir lernen, diese loszulassen.

Während es schön sein kann, alte Erinnerungsboxen oder Fotos, auf welchen man noch klein ist, anzusehen, können uns manche Dinge der Vergangenheit an der Weiterentwicklung hindern. Entsorge alle Gegenstände, die du nicht mehr brauchst oder bei welchen du kein Gefühl der Freude empfindest, wenn du sie ansiehst.

Hast du vielleicht Kleidungsstücke im Schrank, die du nie anziehst? Sortiere diese aus; du kannst sie verkaufen oder an Spendenorganisationen verschenken. So kannst du wortwörtlich Ballast abwerfen, dabei noch ein gutes Gewissen haben und dich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Ist alles aussortiert, darfst du deinen Wohnbereich einmal gründlich durchputzen und auch im metaphorischem Sinn einen sauberen Neustart wagen!

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Aber nicht nur überflüssige und störende Gegenstände kannst du aussortieren, vielleicht ist es auch Zeit, nachtragende Emotionen (gegenüber dir selbst oder einer anderen Person) loszulassen. Dies wird wahrscheinlich länger dauern, als nur einen Selfcare-Day, aber die Erleichterung danach ist die investierte Zeit definitiv wert!

Auch negative Beziehungen, in welchen du vielleicht nur ausgenutzt wirst, darfst du gehen lassen! In unserem Blog „Loslassen lernen – Mit unseren 10 Tipps klappt’s!“ lernst du, wie du dich von diesen herunterziehenden Verhältnissen befreist.

Denn es ist schon sehr wahr, dass der Mensch erst am Du zum Ich wird, wie es der Religionsphilosoph Martin Buber auszudrücken vermochte. Doch merke dir auch:

Wer nur selbstlos ist, ist bald sich selbst los!

Diakon Bertram Bolz

Zusammenfassend ist also zu betonen, dass es enorm wichtig ist, sich immer wieder Zeit für sich zu nehmen. Nur so kannst du dein volles Potenzial ausschöpfen und der Welt deine gefundene Wertschätzung und Liebe zu dir selbst auch weiterschenken.

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