Zeitmanagement - Bring mit diesen Methoden Struktur in dein Leben! |

Zeitmanagement – Bring mit diesen Methoden Struktur in dein Leben!

Kategorien: Business
Lesezeit: 19 Minuten

Wer kennt das Gefühl nicht, gerade hat man noch versucht, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und auf einmal ertappt man sich 2 Stunden später auf YouTube und fragt sich, ob man sich nach hunderten Katzenvideos nicht vielleicht auch eine kleine Fellkugel zulegen sollte. Die Aufgabe? Ach ja, die ist nicht erledigt. Es geht also wieder an die Arbeit, diesmal gestresst, da man heute noch fertig werden muss. Von Motivation und Kreativität fehlen mittlerweile jede Spur. Am Ende des Tages fragt man sich, wohin die ganze Zeit nur verschwunden ist, denn so richtig weitergebracht hat man heute nichts. Schuld daran ist ineffizientes Zeitmanagement. Aber keine Sorge! Du kannst das jederzeit ändern, denn du hast dein Zeitmanagement selbst in der Hand! Wie dir das gelingt und Infos, warum das richtige und passende Zeitmanagement so wichtig ist, erfährst du in diesem Blogartikel!

Was ist Zeitmanagement?

Laut Wikipedia-Definition versteht man unter Zeitmanagement alle Maßnahmen um, die zur verfügbare Zeit produktiv zu nutzen. Der Ansatz, dass es dabei nur darum geht, die Zeit zu managen ist hier nicht ausreichend. Vielmehr ist es das Ziel, Aufgaben und die eigene Arbeitsweise sinnvoll zu planen. So kann die eigene Zeit optimal genutzt werden. Doch das richtige Zeitmanagement in das eigene Leben zu integrieren ist nicht immer so einfach. Manch einem „liegt es im Blut“ und der ein oder andere braucht Tipps und Methoden für die effiziente Zeiteinteilung.

Aber warum ist das richtige Zeitmanagement so wichtig?

Jeder von uns hat doch schon einmal so einen Tag gehabt, an dem man sich am Abend fragt, was man heute eigentlich gemacht hat. Wenn man in den Tag hineinarbeitet, ohne jeglicher Planung geht der Fokus schnell verloren. Die Aufgaben, die eigentlich erledigt werden sollten verliert man aus den Augen und man „verplempert“ die eigene Zeit damit, sich mit Projekten zu beschäftigen, die eigentlich keine Priorität haben. Gerade das Aufschieben von unangenehmeren Aufgaben ist etwas, das wohl jeder von uns ab und an gerne macht. Auch kleine Störfriede wie Social Media behindern uns dabei, den Alltag effizient zu nutzen. Wenn uns dann mal die Zeit davonläuft, kann es schon passieren, dass wir uns fühlen als würde man uns den Boden unter den Füßen wegziehen. Plötzlich ist das Projekt zu einem riesigen Stapel an Aufgaben geworden, die uns immer mehr Zeit kosten, die wir nicht haben.

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Ein richtiges, auf uns zugeschnittenes Zeitmanagement kann hier Abhilfe schaffen. Es unterstützt dich dabei, die kleinen oder großen „Zeitdiebe“ zu vermeiden und deinen Alltag effizient durchzuplanen. So kannst du dich besser auf deine Projekte konzentrieren und hast außerdem mehr Zeit für dich, deine Freizeit und deine privaten Ziele. Das steigert vor allem auch deine Lebensqualität, denn eine Balance zwischen der Arbeit und der eigenen Freizeit zu finden ist für das eigene Wohlbefinden unheimlich wichtig. Mehr dazu kannst du auch in unserem Blogbeitrag Work-Life-Balance – Bring dein Leben in Gleichgewicht finden!

Ein ausgefeiltes Zeitmanagement, bei dem du all deine geplanten Aufgaben auch erledigen kannst, steigert also deine Leistungsfähigkeit, Produktivität und Erfolg und mindern Zeit- und Leistungsdruck! Stress ist ein Zeit-Killer und bringt dich dazu, langsamer und unproduktiver zu arbeiten! Ändere das jetzt und wirke Stressverursachern mit einem Zeitplan entgegen! Wenn du mehr zum Thema Stress lesen möchtest, lies dich gerne in unseren Blogbeitrag Stress abbauen und verhindern – Tipps und Tricks ein.

Hier nochmal alle Vorteile auf einen Blick:

  • Du hast mehr Überblick über deine Projekte und Aufgaben.
  • Deine Freizeit ist nun auch wirklich deine Freizeit! Schluss mit schlechtem Gewissen, das dich nicht entspannen lässt.
  • Du kannst persönliche und berufliche Ziele effizienter erreichen.
  • Ein effizientes Zeitmanagement wirkt Stress entgegen.
  • Aufschieben war gestern!
  • Der Tag wirkt auf einmal viel länger, wenn er produktiv eingeteilt und genutzt wird!

Wie funktioniert richtige Zeitplanung?

Damit du Zeitmanagement richtig startest, musst du zu aller erst mit ein wenig Planung beginnen. Mache dir bewusst, welche Aufgaben und Projekte du in nächster Zeit bearbeiten möchtest. Versuche diese anhand ihrer Prioritäten einzuteilen und dir klar zu machen, wie viel Zeit du für diese benötigen wirst!

Prioritäten zu setzen ist für ein effektives Zeitmanagement unabdingbar. Du kannst dir hier überlegen, in welche Kategorien du deine Aufgaben priorisieren möchtest. Beispiele dafür können „Sehr wichtig“, „Wichtig“ und „Nicht wichtig“ sein. Auch die Aufgaben anhand der Dringlichkeit einzuteilen empfiehlt sich. Schreibe dir deine Projekte nun auf, damit du einen Überblick über alle anstehenden Aufgaben erhältst.

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Einen effizienten Plan aufzustellen geht nicht in einer halben Stunde. Das braucht schon etwas Zeit! Vielleicht denkst du dir jetzt, dass dir dafür momentan einfach die Zeit fehlt… Aber vergiss nicht, du alleine verfügst über deine Zeit. Wenn du dir also jetzt einen Plan für besseres Zeitmanagement aufsetzt, bleibt dir am Ende des Tages wahrscheinlich sogar mehr Zeit für dich! Du musst nur beginnen!😉

Ein weiterer interessanter Ansatz ist der Verzicht auf Multitasking. Das Switchen zwischen verschiedenen Projekten kostet dir Zeit und bringt dein Gehirn dazu, langsamer zu arbeiten. Für jede begonnene Aufgabe musst du dich auf diese auch einstellen. Wechselst du also alle 15 Minuten von Aufgabe zu Aufgabe, bremst das deine Arbeitsweise eher, als sie zu unterstützen. Außerdem tendierst du so eher dazu, Fehler zu machen. Probiers doch mal mit Monotasking. Hier nimmst du dir genug Zeit für eine Aufgabe und schenkst ihr deine volle Konzentration. Du wirst sehen, ein solcher Wechsel kann ab und zu wahre Wunder bewirken!

Was sollte ich noch beachten?

Vor dem Erstellen eines Plans solltest du dir die Frage stellen, was dir wichtig ist. Notiere dir hier sowohl Berufliches, als auch Privates. Wofür willst du deine Zeit nutzen, welche Ziele hast du und wie willst du diese erreichen. Mach dir das immer bewusst und lass so auch deine privaten Ziele nicht zu kurz kommen! Denn eine einseitige Lebensweise, bei der sich alles nur um deinen Beruf dreht kann im schlimmsten Fall sogar in einem Burnout enden. Hierzu findest du auch einen Blogartikel zum Thema Burnout Symptome – Fühlst du dich manchmal ausgebrannt.

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Hast du dir alle, für dich wichtigen Ziele notiert? Dann versuche jetzt herauszufinden, was dich davon abhält sie zu erreichen. Womit verschwendest du täglich viel Zeit? Ist es das Surfen auf Social Media, die Katzenvideos auf YouTube oder doch „dringende“ Aufgaben, wie deine Sockenlade neu zu sortieren? Mache dir diese Zeitdiebe aktiv bewusst und schreibe sie dir auf. So kannst du diese gezielter angehen und versuchen zu vermeiden. Egal ob du das mit Hilfe von kleinen Erinnerungs-Zettelchen machst, die dich an deine schlechten Angewohnheiten erinnern, oder eine begrenzte Screen-Time, in der du dir das Surfen im Internet erlaubst, die restliche Zeit aber versuchst, darauf zu verzichten. Finde den für dich richtigen Weg!

Was tun wenn ich meinen Zeitplan abgearbeitet habe?

Das Planen der Zeit alleine ist noch nicht alles. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Analyse danach. Wie gut hast du dich auf deine Aufgabe fokussieren können? Konntest du deine Zeitfresser dieses Mal vermeiden? Hast du alles, was du dir vorgenommen hast erreicht? Wie zufrieden bist du mit dem Ergebnis? Solltest du hier am Anfang noch etwas Probleme haben und bemerken, dass es nicht so klappt, wie du es dir vorstellst, darfst du nicht verzweifeln! Gut Ding braucht Weile! Auch Zeitplanung muss gelernt werden, also lass dich nicht unterkriegen, du wirst schon bald erste Erfolge bemerken! 😊

Um all das auch umzusetzen, gibt es viele Methoden, Tipps und kleine Helfer, die dich hier unterstützen und es dir leichter machen, deine Zeit richtig einzuteilen. So steigerst du ganz einfach deine Produktivität!

Welche Zeitmanagement Methoden gibt es?

Du fragst dich vielleicht, welche konkreten Methoden für ein effizientes Zeitmanagement, am geeignetsten für dich sind. Es gibt unzählige Methoden, die dich bei dem Erreichen deiner Ziele unterstützen. Wir haben dir hier einen Überblick zusammengestellt, da ist für jeden etwas dabei!

To-Do Liste

Studien haben belegt, dass unser Gehirn sich Dinge besser merkt, wenn wir sie aufschreiben. Genau das passiert bei einer To-Do Liste. Zu erledigende Aufgaben werden aufgeschrieben und nach dem Erledigen durchgestrichen oder abgehakt. Diese Gedächtnisstütze hilft uns dabei, unsere Aufgaben festzulegen, sie zu priorisieren und schlussendlich mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Besonders dieses Abhaken der Projekte wirkt für uns wie ein Belohnungssystem und das Glückshormon Dopamin wird ausgeschüttet.

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Ein Vorteil der To-Do Liste ist ganz klar die einfache Handhabung. Ein Nachteil ist allerdings, dass der Fokus nicht auf dem Prozess, sondern dem Abhaken der Aufgaben liegt. Außerdem kann es passieren, dass Aufgaben hinzugefügt werden, die nicht realistisch sind. Es kann dann also dazu kommen, dass sie von To-Do Liste zu To-Do Liste weiter rutschen und nie erledigt werden. Eine Never Ending Story also. Eine stinknormale To-Do Liste alleine reicht somit vielen nicht. Eine Kombination mit der ABC- Methode oder dem Eisenhower Prinzip können hier schon Verbesserungen bewirken.

Not-To-Do Liste

Das Gegenteil der To-Do Liste ist die Not-To-Do Liste. Hier kommt alles rauf, was dir Zeit wegnimmt oder Aufgaben, die du gerne delegieren würdest. Mithilfe der Not-To-Do Liste schaffst du dir also selber einen Überblick, welche Aufgaben du gerne an Mitarbeiter weitergeben möchtest, weil das auch ein anderer erledigen könnte. Auch schlechte Angewohnheiten, wie das Durcharbeiten der Mittagspause oder statt dem Mittagessen einfach ein Stück Kuchen naschen kannst du auf die Liste packen. Außerdem kannst du Zeitfressern wie Social Media entgegenwirken und diese vermeiden. Eine Not-To-Do Liste solltest du vor allem in Kombination mit anderen Methoden verwenden, da diese alleine meist nicht ausreicht.

Ein prominentes Beispiel für die Not-To-Do Liste führt auch der US-amerikanische Großinvestor Warren Buffet. Er erstellt eine Liste mit dem 25 wichtigsten Projekten und kreist von diesen die 5 allerwichtigsten ein. Die 20 übrigen Aufgaben wandern dann auf die Not-To-Do Liste.

Die One-Minute-To-Do Liste

Die One-Minute-To-Do Liste wurde von dem Zeitmanagement-Experten Michael Linenberger entwickelt. Er hat dazu auch ein Buch verfasst, dessen gratis PDF-Version ihr auf seiner Website findet. Für die Erstellung werden drei Spalten angelegt, die mit den Dringlichkeitsstufen „Critical now, Opportunity now und Over the horizon“ festgelegt werden. Also alles was sofort, im Laufe der Woche oder irgendwann später erledigt werden muss. Dabei ist wichtig, in der ersten Spalte nicht mehr als fünf, in der zweiten nicht mehr als 20 und in der dritten Spalte unbegrenzt viele Aufgaben hineinzuschreiben. Auch regelmäßiges Ausmisten von nicht mehr relevante Aufgaben gehört hier dazu.

Ein Nachteil an dieser Methode ist, dass die Tätigkeitennur nach Dringlichkeit und nicht nach Wichtigkeit gegliedert werden. So kann es dir schon einmal passieren, dass es eine wichtige Aufgabe nicht in die oberste Dringlichkeits-Stufe schafft. Als Ergänzung zu anderen Methoden eignet sie sich aber gut.

ABC-Analyse

Bei der ABC-Analyse gliederst du deine Aufgaben in A, B und C.

A-Projekte sind solche, die du nicht delegieren kannst und von dir selber erledigt werden müssen. Von diesen sollte es maximal zwei geben. Du kannst für sie etwa 3 Stunden des Tages einplanen. B-Aufgaben sollte es etwa zwei bis drei geben. Diese haben eine mittlere Wichtigkeit und sind bis zu einem gewissen Grad delegierbar. Für diese Aufgaben kannst du in etwa eine Stunde einrechnen. Am unwichtigsten sind C-Aufgaben. Sie haben meist keine Dringlichkeit und können abgegeben werden. Hier kannst du dir etwa eine dreiviertel Stunde in deinem Zeitplan freihalten.

Der Vorteil ist hier die einfache Handhabung und die Möglichkeit, den Fokus auf die wichtigen und dringenden Projekte zu lenken.

Pareto Prinzip

Das Pareto Prinzip wird auch 80:20 Prinzip genannt. Es besagt, dass man mit 20% der Zeit schon etwa 80% der Ziele erreichen kann. Mit dem richtigen Einsatz kannst du also das beste aus deiner Zeit herausholen und so 80% der Ergebnisse abdecken. Für die restlichen 20% der Ziele benötigt man meist qualitativ höheren Aufwand von 80% der Zeit.

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Das Pareto Prinzip hilft dir Prioritäten zu setzen und Wichtiges und Unwichtiges zu trennen. Du solltest dabei aber auch deine Stärken und Schwächen kennen. So kannst du deine Erfolgsfaktoren herausfinden und nützen, damit es dir gelingt, das 80:20 Prinzip zu leben.

Eisenhower Prinzip

Beim Eisenhower Prinzip teilst du dir deine Aufgaben in vier Quadrate ein. Die Y-Achse ist die Dringlichkeit, die X-Achse die Wichtigkeit. Im oberen rechten Quadrat befinden sich somit alle Aufgaben, die dringend und wichtig sind. Das sind zum Beispiel Krisen oder Probleme. Diese sollten von dir so schnell wie möglich bearbeitet werden. Direkt darunter sind Tätigkeiten mit einer geringen Dringlichkeit und trotzdem hohen Wichtigkeit. Diese Aufgaben sind die, für die du die meiste Zeit aufwenden solltest, da sie am ausschlaggebendsten sind.

Auf der linken Seite befinden sich oben die Projekte, die eine hohe Dringlichkeit haben, aber nicht so wichtig sind. Das können zum Beispiel dringende Anrufe oder Bestellungen sein. Hier kannst du auch mal an andere etwas abgeben, wenn es für dich keine hohe Wichtigkeit hat. Darunter befindet sich alles, was weder dringend noch wichtig ist. Versuche dich mit diesen Dingen nicht aufzuhalten und gib sie ab, beziehungsweise streiche sie aus deiner To-Do-Liste.

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Apropos To-Do-Liste. Bei dieser ist es sinnvoll, das Eisenhower Prinzip für deine Aufgaben anzuwenden, und so diese nach Wichtig- und Dringlichkeit zu sortieren.

Time-Boxing

Beim Time-Boxing handelt es sich um eine Zeitmanagement Methode, bei der du für jede deiner Aufgaben einen Zeitblock erstellst. Innerhalb dieses Zeitblocks muss dein Projekt fertig gestellt werden. Damit das auch funktioniert musst du einige Rahmenpunkte beachten.

Zuerst solltest du einen Überblick über deine Tätigkeiten haben. Wenn du sehr große, aufwändige Projekte hast, solltest du probieren, diese in Teilschritte zu teilen. Als nächstes solltest du dir überlegen, wie viel Zeit du pro Teilaufgabe benötigen wirst. Wichtig ist hier mit realistischen Zeitzielen zu arbeiten und auch Puffer einzuplanen. Auch Pausen dürfen nicht zu kurz kommen.

Sei streng zu dir! Wenn du deine Ziele einhalten willst, musst du auch mal etwas strenger sein. Sieh die Timebox als Deadline, wenn dich das anspornt. Ohne Zeitdruck kann es nämlich schon mal passieren, dass wir die Dinge aus den Augen verlieren. Timeboxing funktioniert nämlich nach dem Motto: Better done than perfect. Zu viel Zeit mit kleinen Details verbringen ist demnach nach der Methode kontraproduktiv. Wenn du eher detailverliebt arbeitest ist diese Herangehensweise wahrscheinlich eher nicht für dich gemacht.

Getting Things Done (GTD)

Bei dieser Methode geht es darum, alle Aufgaben, egal ob beruflich oder privat, in einer Aufgabenliste zusammenzufassen. Dabei solltest du in 5 Schritten vorgehen.

  1. Sammeln: In diesem Schritt sammelst du alle Aufgaben, Termine, Ideen oder Projekte, die erledigt werden sollten. Am besten machst du das schriftlich. Immer wenn also eine neue Aufgabe aufkommt, landet sie schnurstracks auf deiner Liste.
  2. Verarbeiten: In diesem Schritt sortierst du deine Aufgaben. Was kannst du gleich in den Papierkorb werfen, was hat noch Zeit, was muss du schnell bearbeiten. Den Workflow findest du in der unten stehenden Grafik.
  3. Organisieren: Fange nun an, deine anstehenden Aufgaben zu organisieren. Wenn Termine anstehen, füg sie zu deinem Kalender hinzu. Aufgaben die mehr Schritte benötigen kommen auf die Projektliste, auf der du auch alle weiteren notwendigen Schritte definierst. Diese werden auch wieder als Termine in den Kalender eingetragen. Wenn du Tätigkeiten an andere abgibst, notiere dir hier einen Termin, an dem du nachfragst, ob das Projekt bereits erledigt wurde.
  4. Durchsehen: Damit du nicht den Überblick verlierst, solltest du deine Listen einmal am Tag durchsehen. Am besten analysierst du am Ende der Woche auch noch einmal alles, das du erledigt hast.
  5. Erledigen: Damit du die Aufgabe nun erledigen kannst muss du vier Kriterien beachten. Diese lauten Kontext, verfügbare Zeit, verfügbare Energie und Priorität. Anhand dieser Punkte kannst du nun deine Aufgabe kategorisieren und dementsprechend erledigen.
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SMART Zeitmanagement

Bei der SMART-Methode musst du dir deine Ziele richtig setzen, damit sie auch erreichbar sind. Ist das nicht der Fall, kann dir das in deiner Zeitplanung auch einige Zeit kosten.

SMART-Ziele sind:

  • Spezifisch (Ziele solltest du so spezifisch wie möglich formulieren.)
  • Messbar (Deine Ziele sind quantitativ und qualitativ messbar.)
  • Attraktiv (Du solltest dein Ziel auch erreichen wollen.)
  • Realistisch (Deine Ziele sollten erreichbar sein.)
  • Terminiert (Bis wann willst du deine Ziele erreichen?)

Pomodoro Technik

Die Pomodoro Technik wurde von Francesco Cirillo entwickelt. Bei dieser Technik stellst du dir für 25 Minuten einen Wecker. In dieser Zeit arbeitest du so effizient wie möglich an deinem Projekt. Wenn der Wecker klingelt machst du etwa 5 Minuten Pause und wiederholst danach die 25 Minuten. Diese Schritte wiederholst du insgesamt vier Mal, dann machst du etwa 30 Minuten Pause.

Wichtig ist, dass du die Pausen auch wirklich als Pause nutzt. Egal ob das eine kurze Meditation, ein Kaffee oder eine Runde Yoga ist, die Hauptsache ist, dass du dabei entspannst!

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Fun Fact: Die Pomodoro Technik hat ihren Namen von einer Küchenuhr in Tomatenform, die Francesco Cirillo zum Stoppen der Zeit verwendet hat. 🍅

Alpen Methode

Bei der Alpen Methode erstellst du dir anhand fünf Kriterien einen Tagesplan mit all deinen Aufgaben. Diese lauten:

  • Aufgaben, Projekte und Termine aufschreiben
  • Länge schätzen
  • Pufferzeiten einplanen
  • Entscheidungen treffen
  • Nachkontrolle

So gelingt es dir, einen effizienten Zeit- und Tagesplan aufzustellen!

90-90-1 Regel

Bei der 90-90-1 Regel konzentrierst du dich in deinen effizientesten Stunden auf die wichtigsten Aufgaben. 90-90-1 steht dafür, dass du dich in 90 Tagen in jeweils den ersten 90 Minuten des Tages nur diesem einen widmest. So schaffst du es, dass du deine wertvollsten Aufgaben ohne Ablenkungen erledigst.

10-10-10 Methode

Hier musst du dir zuallererst Prioritäten für deine Aufgaben und Ziele setzen. Was möchtest du erreichen, was vermeiden? Nachdem du dir darüber bewusst geworden bist, stellst du dir drei Fragen.

  • 1. Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung in 10 Minuten?
  • 2. Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung in 10 Monaten?
  • 3. Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung in 10 Jahren?

Diese Methode kann dir besonders dann helfen, wenn du vor Aufgaben oder Entscheidungen stehst und nicht weiter weißt. So wiegst du alle Auswirkungen, ob kurz- oder langfristig ab.

Personal Kanban

Beim Personal Kanban geht es darum, Aufgaben zu visualisieren und gleichzeitig Multitasking zu vermeiden. Dafür werden auf einem Board drei Spalten erstellt. Eine Spalte, für Dinge, die du noch erledigen musst, eine für Dinge an denen du gerade arbeitest und die dritte Spalte für all das, das du bereits erledigt hast.

Nun schreibst du jede deiner Aufgaben auf eine einzelne Karte. Wenn du deine Aufgaben in Kategorien teilen willst, kannst du das auch farblich machen. Nun kannst du deine Aufgaben immer in den Bearbeitungsbereich ziehen, in dem sie gerade sind.

Aber vergiss nicht, arbeite wenn möglich immer nur an einer Aufgabe, ansonsten kann es schon mal chaotisch werden!

Eat the frog

Jeder hatte sie schon mal, jeder kennt sie. Die altbekannte „Aufschieberitis“. Diese Methode hilft dir dabei! Der Frosch symbolisiert eine besonders anstrengende oder unangenehme Aufgabe, die du erledigen musst und deswegen gerne aufschiebst. Die negativen Auswirkungen bemerkt man meist dann, wenn der Korb an „Fröschen“ immer größer wird. 🐸

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Bei dieser Methode sollst du dich unangenehmen Projekten zuerst widmen. Wenn du diese Aufgaben gleich in der Früh erledigst, hast du Energie, handelst nach Prioritäten, fühlst dich wohler und hast danach Zeit, dich mit spaßigeren Aufgaben zu beschäftige! Keine Sorge, du muss den Frosch nicht auf einmal verdrücken, kleine Portionen reichen schon aus! 😉

Stille Stunde

Fällt es dir schwer, dich manchmal auf deine Aufgaben zu konzentrieren? Dann ist diese Methode genau das Richtige für dich! Für die stille Stunde schaltest du alle Benachrichtigungen, dein Handy, deine E-Mails und alle anderen kleinen oder großen Störfaktoren aus. Du konzentrierst dich jetzt eine Stunde lang nur auf eine Aufgabe. Gib auch deinen Kolleginnen und Kollegen Bescheid, dass du jetzt eine Stunde nicht erreichbar bist.

Wenn es möglich ist, verbinde die Stille Stunde mit deinem Leistungshoch. Falls du in einem Mehrpersonenbüro, kannst du dich entweder in einen Besprechungsraum setzen, oder du verwendest Geräuschschluckende Kopfhörer.

Tipps, Tricks und kleine Helfer für besseres Zeitmanagement

Hier findest du noch einige Tipps und Tricks, um dein Zeitmanagement effektiv zu gestalten.

  • Störungen vermeiden: Versuche dir einen ruhigen Ort zu suchen, an dem du nicht ständig von Personen, einem läutendem Telefon oder sonstigem abgelenkt wirst.
  • Handy bewusst nutzen: Versuche dein Handy dort zu nutzen, wo es dich und deine Arbeitsweise unterstützt. Wenn du eher leicht von Social Media oder E-Mails abgelenkt wirst, solltest du dir darüber bewusst werden und diese Ablenkungen so gut wie möglich einschränken. Wie wärs zum Beispiel mit einer festgelegten Screen Time, bei der du dich wieder auf den neuesten Stand der Sozialen Medien bringst, danach aber dein Handy wieder ausmachst.
  • Nein sagen: Trau dich ruhig auch mal „Nein“ zu Aufgaben zu sagen, wenn du gerade selber zu viel zu tun hast. Es bringt nichts wenn du zu viele Aufgaben gleichzeitig bearbeitest. Das kostet dir mehr Zeit, du neigst zu höherer Fehleranfälligkeit und das Ergebnis ist meist nicht so gut wie erhofft.
  • Zeiten im Bus oder Zug nutzen: Nutze auch die Zeit im Bus oder Zug sinnvoll mit Lesen oder anderen Aktivitäten, die dir wichtig sind, anstatt von Instagram zu Instagram Profil zu springen.
  • Zeitmanagement im Biorhythmus: Nutze deine Hochphasen und wirke den Tiefs entgegen! Solltest du am Morgen mehr Energie als am Abend haben dann versuche auch, dass du hier deine wichtigsten Aufgaben bearbeitest. Weniger wichtige Projekte kannst du dann am Abend erledigen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und der Nutzung deiner neu gewonnenen Zeit! 😊 Falls du nicht weißt, was du mit dieser anfangen sollst, schau doch in unser Aus- und Weiterbildungsprogramm und finde tolle Lehrgänge, um dich in deiner Freizeit weiterzubilden 😉

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