Was ist ein Konflikt und wie löse ich ihn? -

Was ist ein Konflikt und wie löse ich ihn?

Konfliktlösung im Team

Was ist überhaupt ein Konflikt?

Von einem Konflikt spricht man, wenn Interessen, Zielsetzungen oder Wertvorstellungen zwischen Personen, Gesellschaftsgruppen oder Organisationen unvereinbar sind bzw. erscheinen

Konfliktmanagement an sich beschreibt Methoden, um Konflikte vorzubeugen und diese aufzulösen wo sie auftreten. Gerade im Kontext eines Teams, das einem gemeinsamen Ziel nachgeht ist es wichtig, Konflikte zu lösen, da diese das Team sonst vor der Erreichung des Ziels behindern. Deshalb sollten sich gerade Führungspersonen mit den Methoden der Konfliktlösung auseinandersetzen und eventuell Seminare oder Workshops zu diesem Thema besuchen, um in einer brenzlichen Situation, richtig reagieren zu können.

Keine Panik vor Konflikten

Jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Meinungen, Interessen und Bedürfnisse. Und das ist auch gut so. Wenn Menschen zusammenarbeiten, entstehen Konflikte. Sie sind meist nichts Erfreuliches.

Oft versucht man sie zu vermeiden oder ihnen aus dem Weg zu gehen. Gerade in der Arbeit trauen sich viele nicht, Probleme anzusprechen. Das ist jedoch der falsche Ansatz.

Meinungen und Probleme für sich zu behalten, Meinungsverschiedenheiten zu ignorieren und anderen Mitarbeitern deshalb aus dem Weg zu gehen kann zu einer Belastung führen.

Das Gute in Konflikten sehen

Wir sollten bei einem Konflikt nicht immer den Teufel an die Wand malen und auch das Gute sehen.

Konflikmanagement bietet die Chance endlich alles auszusprechen, was sich über längere Zeit zwischen den Beteiligten angestaut hat. Kommt es zwischen den Konfliktparteien zu einer erfolgreichen Konfliktlösung, kann dies im Nachhinein sehr positive Auswirkungen auf das Team, die Zusammenarbeit und somit auf die Arbeitsleistung haben.

Konflikte gut aufzulösen birgt eine Reihe von Vorteilen für die Beteiligten sowie für das gesamte Team mit sich. Betrachten wir zuerst die möglichen positiven Folgen für die Produktivität eines Teams.

Konstruktiv ausgetragene Meinungsverschiedenheiten bringen viele positive Effekte mit sich. Die Stimmung aller Personen, die auch nur peripher vom Konflikt mitbekommen haben, wird durch eine gute Konfliktlösung verbessert. Dadurch wird die Produktivität des Teams, durch den aus der Welt geschaffenen Konflikt gesteigert.

Weiters werden durch eine offene Diskussion der Beteiligten, neue Lösungsansätze für altbekannte Probleme gefunden, wenn diese indirekt für den Konflikt verantwortlich waren.

Auf persönlicher Ebene führt ein zur Zufriedenheit der Beteiligten aufgelöster Konflikt zu einer Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehung im Team. Egal ob sie sich gerade erst kennengelernt haben oder sich schon jahrelang kennen. Eine gute Konfliktkultur hat also sehr viele positive Effekte für ein Team und kann ein Team enger zusammenschweißen.

Von der Konfliktanalyse bis zur Konfliktlösung – Wie gehe ich am besten vor

Nun kennen wir die Vorteile, aber wie gehen wir am besten vor, um eine optimale Konfliktlösung zu erzielen? Wenn man einen Konflikt als Führungsperson oder als Außenstehender auflösen möchte, ist es essentiell in der Konfliktmoderation oder Konfliktberatung den wirklichen Kern des Streitpunktes zu finden.
Oft sind diese nicht so leicht erkennbar, denn die Konfliktparteien wissen manchmal selbst nicht oder nur unbewusst, dass die Gründe des Streits tiefgründiger als der Anlass sind. Durch das Nach- und Hinterfragen kann sich der Außenstehende vorab einen guten Überblick über das Thema verschaffen. Die Konfliktanalyse ist somit ein wesentlicher Schritt zur Konfliktlösung.

Hat man einen Konflikt gesichtet, ist es wichtig schnell zu agieren. Die Auflösung sollte nicht wochenlang vor sich hingeschoben werden. Je länger man wartet, umso schwieriger gestaltet sich das tägliche Miteinander. Die Chancen einer Konflikteskalation steigen natürlich auch von Tag zu Tag und von Minute zu Minute.

Die Basis für eine gute Konfliktarbeit ist die Kommunikation der betroffenen Parteien auf Augenhöhe und ohne jegliche Form von verbaler Gewalt.

Auch, wenn es um ein höchst emotionales und polarisierendes Thema geht, ist es wichtig die Sachlichkeit in den Fokus zu stellen. Nur so können erste Annäherungen geschaffen werden. Vielleicht schafft man es so auch, dass man sich in die Position des anderen hineinversetzen kann. Der Faktor Kommunikation ist also ein wichtiger Schritt, um das Kriegsbeil zu begraben.

Wichtig ist, dass man immer nach einer Lösung sucht, die für beide Seiten Vorteile bietet. Das ist oftmals gar nicht so einfach, vor allem wenn man sich zuerst zum eigentlichen Kern des Problems vorarbeiten muss. Ist dieser aber gefunden, können wir gemeinsam eine Lösung finden.

Am besten kommen die Lösungsvorschläge von Ihnen. So ist die Wirkung bei der anderen Konfliktseite größer. Ist eine Win-Win Lösung gefunden kann auch endlich Frieden herrschen.

Wie beuge ich Konflikten vor?

Es ist quasi wie jede Vorsorgeuntersuchung beim Arzt. Wichtig ist, vor allem ein Umfeld zu schaffen in welchem man Probleme direkt ansprechen kann. Wenn jeder das Gefühl hat einen Konflikt ansprechen zu können, ist eine offenere Kommunikation möglich und ein Miteinander das von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Hier sollte man gerade als Führungsperson mit gutem Beispiel vorangehen und die Teammitglieder zu einer offenen Kommunikation anregen.

Hilfreich ist es natürlich auch, eine gute Feedback – Kultur zu haben. Hat man eine gute Feedbackschleife nach diversen Events und Projekten, nimmt man den Konflikten die Chance groß zu werden.

Weiters können die Teammitglieder so üben, Probleme direkt und zeitnah anzusprechen. Falls sich ein Mitglied durch bekommenes Feedback gekränkt fühlt, sollte man hier einschreiten und die Sachlichkeit des Anliegens wieder in den Fokus stellen.

Offenheit ist also der beste Tipp, um einen Konflikt früh zu erkennen. Es hilft natürlich auch mit offenen Augen durch den Team-Alltag zu gehen. Kommt einem das Verhalten von zwei Gruppen komisch oder distanziert vor, tut man gut daran dieses einfach direkt anzusprechen.

Fazit

Keine Angst vor Konflikten.

Mit Offenheit, Sachlichkeit und der richtigen Kommunikation ist man beim Konfliktmanagement immer gut beraten. Gelingt es einem sich selbst daran zu halten und das entsprechende Umfeld zu schaffen, damit andere das auch tun, hat man bereits viel erreicht.

Die Arbeit um einen Konflikt gut aufzulösen beginnt nicht erst dann, wenn einer gefunden wurde. Man kann bereits im Vorfeld viel tun, um Diskrepanzen nicht zu ausgewachsenen Konflikten anschwellen zu lassen. Aber irgendwann erwischt es jeden, und da schadet es nicht, sich die Methoden des Konfliktmanagements anzueignen.

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In unserem Konfliktmanagement Seminar erhalten die TeilnehmerInnen Tipps zur richtigen Konfliktbearbeitung und erfahren über die Modelle der Mobbingberatung.

 

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