Gewaltfreie Kommunikation und der gute alte Konflikt |
Konflikte

Gewaltfreie Kommunikation und der gute alte Konflikt

Wir alle kennen sie, doch leiden kann sie fast niemand. Wir alle haben ständig damit zutun, doch wie man mit ihnen professionell und einfach umgeht wissen die Wenigsten. Die Rede ist von Konflikten. Doch was ist eigentlich ein Konflikt? Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert Konflikte wie folgt:

„Prozess der Auseinandersetzung, der auf unterschiedlichen Interessen von Individuen und sozialen Gruppierungen beruht und in unterschiedlicher Weise institutionalisiert ist und ausgetragen wird.“

Wie das mit Definitionen so ist, wirft diese weitaus mehr Fragen auf als sie beantwortet. Weitaus einfacher lässt sich die Frage danach was ein Konflikt eigentlich ist, mit der Wortbedeutung bzw. Wortherkunft beantworten:

Das Wort ,,Konflikt“ stammt von dem lateinischen Substantiv „conflictus“ und bedeutet Aneinanderschlagen, Zusammenstoßen, im weiteren Sinne daher auch Kampf, Streit.

Daraus folgt, dass bei einem Konflikt mindestens zwei Personen aus einem bestimmten Grund und aus einer bestimmten Motivation heraus aneinander krachen.

Der am 5.2.2015 verstorbene amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg widmete sein Leben der Frage, wie gewaltfreie Kommunikation auszusehen hat bzw. wie sie funktioniert. Er veröffentlichte mehr als 10 Bücher zu diesem Thema und revolutionierte die Idee, einer gewaltfreien und konfliktlösenden Kommunikation. Vor einigen Jahren schaffte Rosenberg es sogar vier Grundregeln für gewaltfreie Kommunikation aufzustellen, die mittlerweile von einer großen Zahl renommierter Psychologen anerkannt sind. Genau diese Regeln möchten wir dir nun vorstellen.

Bei einer hitzigen Diskussion mit einer Kollegin oder einem Kollegen spürst du schon wie sich ein Konflikt anbahnt, sich die Diskussion immer mehr aufschaukelt und von einer sachlichen Diskussion abdriftet.

Beobachte den Konflikt

Du hast erkannt, dass sich die Diskussion zu einem Konflikt entwickelt. Probiere nun ruhig zu bleiben und versuche die Situation einfach mal sachlich und analytisch zu betrachten, auch wenn dies meist nicht sehr einfach ist.

Nimm deine Gefühle wahr

Ein Punkt der einfach klingt, sich aber im Eifer des Gefechts als große Herausforderung herausstellt. Welche Gefühle löst das Verhalten deines Gegenübers in dir aus? Angst, Wut, Frustration? Hier geht es vorrangig darum, zu erkennen wie sinnvoll diese Diskussion in diesem Moment ist. Vor allem lässt sich bei diesem Punkt sehr oft der Auslöser von Konflikten finden.

Erkenne Bedürfnisse

Warum wirst du wütend? Warum beginnt dein Gegenüber dich anzuschreien? Wo liegen deine Bedürfnisse und wo die deines Gegenübers? Wenn du diese Fragen beantworten kannst, sind ¾ vom Weg zur gewaltfreien Kommunikation geschafft.

Erfülle Bedürfnisse

Du bist dir im klaren was deine Bedürfnisse, im Kontext der Diskussion, sind? Mach dein Gegenüber darauf aufmerksam und bitte darum dieses Bedürfnis zu erfüllen. Will dein Gegenüber das nicht, probiere auf seine Bedürfnisse einzugehen.

Du willst wissen ob diese Regeln wirklich funktionieren? Probier’s aus!- Wir versuchen es bestimmt.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, können wir dir dieses Buch empfehlen:

Gewaltfreie Kommunikation: Eine Sprache des Lebens, Marshall B. Rosenberg

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