Die 10 besten Hausmittel gegen Übelkeit -
Hausmitel gegen Übelkeit

Die 10 besten Hausmittel gegen Übelkeit

Kennst du das Gefühl von Schwindel im Kopf, gepaart mit einem flauen Gefühl im Magen und manchmal auch mehr oder weniger starken Schweißausbrüchen? Das Gefühl als wärst du seekrank, obwohl du eigentlich zu Hause im Bett liegst, oder auf der Wohnzimmerbank sitzt? Und dies, ohne am Vortag Alkohol getrunken zu haben? Der Begriff Nausea stammt vom griechischen Wort „nautia“ (=Seekrankheit) und ist die Fachbezeichnung für diesen unbehaglichen Zustand – die Übelkeit. Sollte dir vielleicht sogar im Moment übel sein, dann findest du in diesem Artikel die 10 besten und wirkungsvollsten Hausmittel gegen Übelkeit.

Übelkeit – Ursachen, Beschwerden und Symptome

Kommen zu den genannten Symptomen noch Krämpfe im Verdauungstrakt, Blässe im Gesicht, vermehrte Speichelansammlung im Mundraum und Kopfschmerzen hinzu, dann ist meist auch der Brechreiz nicht mehr weit. Dieser ist zwar sehr unangenehm, allerdings besteht kein Grund zur Beunruhigung. Das Erbrechen ist nämlich nichts weiter als eine normale und äußert wichtige „Selbstschutz-Reaktion“ des Körpers. Während die Ursachen meist unterschiedlicher Natur sein können (z.B.: fremde Bakterien oder Viren im Verdauungstrakt bzw. Aufnahme verdorbener Lebensmittel), ist die Übelkeit lediglich ein Mechanismus des Körpers, der unseren Verdauungsapparat schützen soll.

Das Unwohlsein hält uns davon ab, weiterhin Nahrung zuzuführen, damit sich die Verdauung zunächst regenerieren oder reinigen kann bevor wir erneut schädliche Stoffe aufnehmen könnten. Der Körper ist in der Zwischenzeit bemüht, diese zeitnah wieder loszuwerden und den Optimalzustand wiederherzustellen. Manchmal tritt Übelkeit auch als Begleitung anderer Krankheiten auf, auch hier versucht der Körper durch die Einschränkung der Nahrungsaufnahme Zeit zu gewinnen, um sich besser regenerieren zu können.

Abhängig von der Ursache resultiert nicht jede Übelkeit auch in Erbrechen oder Durchfall. Manchmal kann der Körper es auch ohne diese Ausleitungsmechanismen reparieren. Doch warum haben wir noch ehe wir die übrigen Beschwerden wahrnehmen zumeist ein Gefühl von Schwindel? Dies kommt daher, dass die Übelkeit eigentlich im sogenannten Brechzentrum in unserem Kopf ausgelöst wird. Unser Körper ist nämlich ein gigantisches Meisterwerk der internen Kommunikation und Kooperation, der in jeder Sekunde unseres Lebens auf Überleben, Regenerieren und Reparieren ausgerichtet ist. Braucht unser Verdauungssystem mal eine Auszeit, um sich reparieren zu können, macht es sozusagen eine Meldung in die „Zentrale“, dem Zentrum für Brechreiz im Gehirn. Dort wird die ganze Kettenreaktion dann in Gang gesetzt.

Vorsicht!

Zusätzlich kann Übelkeit jedoch auch durch unser Gleichgewichtsorgan, durch Stoffwechselstörungen oder durch Nervosität ausgelöst werden. Dauert eine Übelkeit länger als 3 Tage an, ist sie mit Fieber, Schwächezuständen, Kreislaufproblemen oder ähnlichem gekoppelt, dann ist dies unbedingt ärztlich abzuklären.

Die Top 10 Hausmittel gegen Übelkeit

Aufgrund der Tatsache, dass es Kühlschränke erst seit den 50er Jahren gibt, dass die Wasserqualität in Zivilisationsgebieten oft bedenklich war – und somit schon des Öfteren grenzwertig verdorbene Lebensmittel zu sich genommen wurden, haben wir in der Volksheilkunde auch zahlreiche Anwendungen bei Übelkeit überliefert. So wurde die Ringelblume einst Totenblume genannt. Als Tee verabreicht konnte man damit nämlich Menschen behandeln, die aufgrund verdorbener Lebensmittel so starke Symptome hatten, dass man glaubte es sei um die Person geschehen.

Durch die Ringelblume konnte sich der Verdauungstrakt des schlechten Lebensmittels entweder durch Erbrechen oder Durchfall entledigen und der „scheinbar Tote“ wurde wieder lebendig. Durch ein längeres Übelkeitsgefühl im Anschluss versuchte der Körper den Appetit dieser Person so zu zügeln, dass er nicht gleich wieder vergiftet werden würde.

Die Ringelblume ist aber nur eines der vielen Hausmittel, die Übelkeit ganz ohne Medikamente lindern und dabei wahre Wunder wirken können. Die 10 besten Hausmittel haben wir für dich rausgesucht und getestet:

1. Ringelblumentee als Hausmittel gegen Übelkeit

Zutaten:

  • 3 EL Ringelblumenblüten
  • 1 l Wasser

Die Ringelblumenblüten an einem sonnigen, trockenen Tag ernten, mit gekochtem, jedoch nicht zu heißem Wasser übergießen, 5-8 Minuten ziehen lassen und abseihen. Für den Tee kann man frische und auch getrocknete Blüten verwenden. Diesen Tee unbedingt ungesüßt und auf Handtemperatur abgekühlt, schluckweise trinken. Er ist ein wirkungsstarkes Hausmittel gegen Übelkeit, bei Kreislaufproblemen, bei Magen- Darmbeschwerden, Blutdruckproblemen oder auch bei Schlaflosigkeit. Die Ringelblume setzte man als „Bodenheilerin“ im Garten oder auf dem Feld ein. Bei Hautproblemen, bei Hautflecken oder Gewächsen wurde sie als Salbe verabreicht und bei Übelkeit, Magen/Darmproblemen als Tee getrunken. Wenn wir bei Hausmitteln von Ringelblumenblüten sprechen oder lesen ist vorwiegend die orange-blühende Ringelblume gemeint!

2. Eingekochter Essighonig als Hausmittel gegen Übelkeit

Zutaten:

  • 1 kg Honig
  • ½ l Wasser
  • ½ l Essig

Hierzu erwärmt man den Honig mit dem Wasser auf mittlerer Hitze. Dann entfernt man den Schaum, welcher dabei entsteht und dann kommt der Essig hinzu, bis daraus eine dünne breiartige Masse entstanden ist. Anschließend, den Essighonig noch heiß in Gläser füllen. Bei Übelkeit oder Problemen der Verdauung, bei Darmproblemen, bei Verstopfung, bei Verschleimung der Lungen, bei Halsproblemen oder Husten, bei Nervenproblemen, bei Leberproblemen, bei Gicht, bei Koliken, bei Blasen/Nierenleiden oder bei Beschwerden im Unterleib, kann man entweder einen puren Esslöffel des Essighonigs essen, oder man gibt einen Esslöffel davon in ein Glas, gießt mit warmen Wasser auf und trinkt dies möglichst warm.

3. Weichseln als Hausmittel gegen Übelkeit

Zutaten:

  • 3-4 Stk. Weichseln (getrocknet oder frisch)

Das nächste Hausmittel gegen Übelkeit sind die Weichseln (auch Sauerkirsche genannt). Diese sind speziell bei Morgenübelkeit – sei es Aufgrund einer Schwangerschaft, zu viel des Alkohols am Vortag oder durch eine Infektion – besonders wirksam. Früher wurden die Weichseln zur Erntezeit stets frisch vom Baum verabreicht. Für die restliche Zeit gab es in der Speisekammer immer einen Vorrat an getrockneten Weichseln, welche im Falle der Übelkeit gekaut wurden. Sie galten seit jeher als Hilfsmittel bei Störungen im Darmbereich, bei Gicht und Rheuma. Sie unterstützen die Senkung der Harnsäurewerte, wirken entzündungshemmend, enthalten das beruhigende Melatonin, sowie Kalium und die Vitamine A, B1, B2, C und E.

4. Käsepappelfrüchte als Hausmittel gegen Übelkeit

Zutaten: 

  • 1 Teelöffel der mini-brotlaibartigen Früchte der Käsepappel

Die Käsepappel hatte einst in der Naturheilkunde einen hochangesehenen Rang. Heute haben wir ihre einzigartigen Qualitäten etwas aus den Augen verloren. Nun bekommt sie in unserer Hausapotheke aber wieder ihren wohlverdienten Platz! Ihrer Anwendungen und Erfolge finden sich nämlich zahlreiche. Als Hausmittel gegen Übelkeit und Darmprobleme sammelte man in den Sommermonaten ihre Früchte, welche wie kleine Brotlaibe aussehen. Gegen Übelkeit kaute man diese Früchte dann entweder oder man bereitete sie als Tee zu. Für einen Tee nimmt man 1 Teelöffel dieser Käsepappelfrüchte und übergießt sie mit 1 Liter heißen Wasser. Anschließend lässt man das Gemisch 10 Minuten lang ziehen und trinkt es dann schluckweise und ungesüßt. Um die Schleimhäute zu schonen, ist es bei Übelkeit außerdem anzuraten, den Tee mit Zimmertemperatur bzw. handwarm zu trinken.

5. Melissenblätter als Hausmittel gegen Übelkeit

Zutaten: 2-3 frische Blätter der Melisse

Die frischen jungen Blätter der Melisse werden nacheinander möglichst langsam und solange gekaut, bis kein Melissen-Geschmack mehr wahrnehmbar ist. Dann schluckt man das Blatt nicht, sondern nimmt es wieder aus dem Mund und eine halbe Stunde später fängt man damit an, das nächste Blatt zu kauen. Die Melisse enthält ätherische Öle wie Geraniol, Citral und Eugenölglykosid. Sie wirkt ausgleichend, schmerzstillend, sowie krampflösend, beruhigt gereizte Körperstellen, entspannt die Muskulatur im Magen/Darmbereich und wurde einst sogar bei Herzbeschwerden eingesetzt.

6. Ingwer als Hausmittel gegen Übelkeit

Der Ingwer ist eine wahre Wunderknolle. Besonders bei Magen-Darm-Erkrankungen und bei Übelkeit kann eine heiße Tasse Ingwertee den Reiz nach Erbrechen lindern und gleichzeitig die Verdauung unterstützen. Um diese zuzubereiten, braucht man nichts weiter als eine kleine Knolle Ingwer und Wasser. Das Wasser wird erhitzt, der Ingwer wird in kleine Scheiben geschnitten und danach mit dem heißen Wasser übergossen. Der Tee sollte ziehen bis er handwarm ist und anschließend schluckweise und ungesüßt getrunken werden. In der Schwangerschaft sollte Ingwer allerdings eher gemieden werden, da er – wenn im Übermaß konsumiert – vorzeitig Wehen auslösen kann.

7. Fenchel-, Kamillen- oder Pfefferminztee

Tee ist allgemein selten eine schlechte Idee. Bei Übelkeitsbeschwerden eignet sich hier vor allem Fenchel-, Kamillen- oder aber auch Pfefferminztee. Fenchel und Kamille wirken durch die ätherischen Öle beruhigend auf den Verdauungstrakt, während Pfefferminze den Reiz nach Erbrechen lindert.

8. Zwieback

Zwieback oder Knäckebrot ist besonders bei Morgenübelkeit wirkungsvoll. Auch wenn man am Vortag mit Alkohol gefeiert hat und am nächsten Tag ein flaues Gefühl im Magen hat. Ein kleines Stück Zwieback ist leicht verdaulich und kann hier dafür sorgen, dass sich der Magen ein wenig beruhigt. Ist die Übelkeit aber so stark, dass bereits allein der Gedanke daran etwas zu essen beinahe zum Erbrechen führt, dann sollte man besser auf seinen Körper hören und stattdessen vielleicht doch lieber eines unserer anderen Hausmittel probieren.

9. Karottenbrei

Karotten enthalten viele Ballaststoffe, die Giftstoffe im Verdauungstrakt binden können. Hast du Karotten zu Hause? Wenn ja, dann ab in den Topf damit, kurz garen und anschließend zerdrücken oder pürieren. Auskühlen lassen und langsam essen. Dein Magen wird es dir danken.

10. Gemüsebrühe

Und schon sind wir auch bei unserem letzten Hausmittel gegen Übelkeit angekommen. Die gute alte Gemüsebrühe ist einfach ein Allheilmittel. Falls der Magen noch nicht bereit ist für feste Nahrung oder Zwieback, dann ist Schonkost angesagt. Sie liefert unserem Körper viel Flüssigkeit und notwendige Elektrolyte sowie Vitamine. Aber auch hier nicht vergessen: Zuerst etwas abkühlen lassen und dann langsam und schluckweise zuführen.

Sicherheitshinweis:

Mit diesen Hausmitteln ist akute Übelkeit meistens im Null-Komma-Nichts und ganz ohne Medikamente wieder weg. Sollte sie aber über mehrere Tage hinweg andauern und sollten zusätzliche, unerwartete Begleiterscheinungen auftreten, dann sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Werde Wildkräutertrainer*in!

Interessierst du dich auch für die Hintergründe unserer Hausmittel, für ihre Inhaltsstoffe und die Wirkungsweisen am Körper? Dann solltest du unbedingt einen Blick auf unseren „Diplomierten Wildkräutertrainer nach Eunike Grahofer“! werfen. In diesem Lehrgang erfährst du alles, was du über Wildkräuter und deren Nutzen für unseren Körper wissen musst. Die Natur hat so viel zu bieten. Jetzt liegt es an dir zu lernen, wie du dir das zu Nutze machen kannst.

Gute Besserung!

Artikel teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on print
Print
Scroll to Top