Die besten Hausmittel gegen Schnupfen -
Hausmittel gegen Schnupfen

Die besten Hausmittel gegen Schnupfen

Es beginnt mit diesem Jucken in der Nase, ehe das Geruchs- und das Geschmacksempfinden deutlich nachlässt. Bald scheint die komplette Nase verstopft und die Schleimhäute schwellen an. Auch die Nasenatmung ist nur noch beschwerlich bis kaum möglich. Ein Gefühl der Abgeschlagenheit, der Müdigkeit und des „Einfach-ins-Bett-Wollens“ macht sich breit. Schließlich runden Hals- und Kopfschmerzen und manchmal auch Husten die Symptome ab. Ich denke, du weißt schon welche Krankheit gemeint ist, oder? Richtig! Die Rede ist von der statistisch gesehen häufigsten Infektionskrankheit – dem Schnupfen. Ein Schnupfen kann ein sogenannter Erkältungsschnupfen sein oder er kann auch aufgrund einer allergischen Reaktion eintreten. Der allergische Schnupfen tritt vor allem zur Pollenzeit – also im Frühling und im Sommer – auf. In diesem Artikel widmen wir uns aber dem typischen Erkältungsschnupfen. Hier findest du die besten Hausmittel gegen Schnupfen aus der Volksheilkunde.

Schnupfen – Ursachen, Symptome und Beschwerden

Beim Schnupfen handelt es sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut und im Normalfall ist ein Schnupfen in Verbindung mit einer Erkältung auch wirklich absolut nichts Schlimmes! Er ist lediglich ein Selbstschutzmechanismus des biologischen Meisterwerks, welches wir Körper nennen. In unserer Nase haben wir ganz viele klitzekleine – mit zunehmendem Alter auch mal etwas größere – Nasenhärchen. Wie ein Besen halten diese unsere Nase von allen möglichen Umweltstoffen, Viren, sowie Bakterien und Pilzen sauber.

Sind die Härchen selber etwas zu schwach dazu, dann „ölen“ sie diese Fremdstoffe etwas mit Körperschleim ein und schon rutschen diese in Richtung Nasenausgang und raus aus dem Körper. Durch Klimaanlagen, sehr trockene Luft oder Kälte sind diese Härchen in der Nase manchmal nicht so beweglich. Dann können sie ihrer Funktion als „Besen“ der Nase nicht so nachkommen, wie es gerade notwendig wäre. Da nutzen die Viren und Bakterien ihre Chance und ihren Überlebenstrieb, um sich festzusetzen. Und tadaa, schon haben wir eine Infektion der Nasenschleimhaut.

Auf diese Entzündung reagiert unser Körperreperatursystem sofort mit einer Erweiterung der Blutgefäße. Er bildet sozusagen eine Schwellung und macht die Gefäße dadurch flüssigkeitsdurchlässiger. Die Fremdkörper in der Nase werden örtlich abgegrenzt und mit Schleim geflutet. Hilft dies nichts, dann produziert der Körper einen dickflüssigeren Schleim, um die Fremdkörper aus dem Nasenraum transportieren zu können. Hat der Körper nicht genug Kraft die „Eindringlinge“ zu entsorgen, dann merken wir ein weiteres Eindringen ihrerseits durch Halsjucken und Halsschmerzen. Hierbei können unsere Hausmittel gegen Schnupfen Abhilfe schaffen.

Die Top 5 Hausmittel gegen Schnupfen

Wie bereits erwähnt sind Erkältung und Schnupfen weit verbreitete Infektionskrankheiten für die sich auch dementsprechend viele verschiedene Anwendungen in der Volksheilkunde finden. Die 5 besten und wirksamsten Hausmittel gegen Schnupfen und Erkältung haben wir für euch getestet und hier zusammengefasst:

1. Zapfenharzölsalbe als Hausmittel gegen Schnupfen

Du brauchst dazu:

  • 1 harzender, grüner Fichtenzapfen
  • 100 ml kaltgepresstes Speiseöl
  • 5 g Bienenwachs

So wird´s gemacht:

Den harzigen, grünen Zapfen in ein verschließbares Glas geben, dann mit Öl aufgießen und 4 Wochen lang stehen lassen. Danach abseihen, in einem Topf am Herd leicht erwärmen und das Bienenwachs zugeben. Sobald dieses geschmolzen ist, rasch in Tiegel füllen und schon ist die Zapfenharzölsalbe als Hausmittel gegen Schnupfen fertig.

Anwendung:

Bei Schnupfen, Erkältungen, Husten und Halsschmerzen wirkt das Harz dieser Zapfen desinfizierend. Bei verschiedensten Schmerzen (z.B.: Rücken, Gelenke, Gicht) kann es diese Schmerzen lindern und bei Einschlafproblemen wirkt es beruhigend. Dazu muss man die Salbe nur auf die betroffenen Körperstellen auftragen und einmassieren. Bei einer Erkältung sollte man sich damit den Hals- und Lungenbereich eincremen. Bei Kieferhöhlenentzündungen wird die Salbe auf die Kieferhöhlen aufgetragen, bei Schlafproblemen auf Herzhöhe und bei Gelenks- und Rückenproblemen direkt auf die schmerzende(n) Körperstelle(n).

2. Wacholderbeeren kauen

Du brauchst dazu:

  • 1 Stk. Wacholderbeere (eigentlich ist es richtigerweise ein Wacholderzapfen, aufgrund der runden Form wird umgangssprachlich aber Beere dazu gesagt)

So wird´s gemacht:

Die Wacholderbeeren brauchen mindestens 2 Jahre bis sie reif sind. Am Wacholderstrauch sind grüne, bräunliche und dunkelbraune bis schwarze Beeren. Die dunklen Beeren sind die reifen und diese dürfen auch geerntet werden. Nach der Ernte werden die Wacholderbeeren dann auf einem Butterbrotpapier zum Trocknen aufgelegt. Dabei duftet der ganze Raum traumhaft nach dem würzig-aromatischen Wacholderduft. Nach dem Trocknen zum Aufbewahren in Gläser füllen und schon haben wir unser nächstes Hausmittel gegen Schnupfen.

Anwendung:

Bei Schnupfen oder Erkältung täglich 1-2 Wacholderbeeren langsam im Mund zerkauen. Die Wacholderbeeren haben nämlich eine entspannende, entkrampfende, wärmende und antibakterielle Wirkung.

3. Krenkette/Meerrettichkette als Hausmittel gegen Schnupfen

Du brauchst dazu:

  • 1 Schnur
  • 1 Krenwurzel/Meerrettichwurzel

Der Kren wird auch Meerrettich genannt – es handelt sich jeweils um die gleiche Pflanze!

So wird´s gemacht:

Je nach Belieben schneidet man mit einem Messer eine oder mehrere Scheiben mit 0,5 – 1 cm Durchmesser von der Krenwurzel herunter. In der Mitte der Wurzelscheiben macht man ein kleines Loch und fädelt die Schnur durch dieses Loch. Bei mehreren Scheiben wird eine Scheibe nach der anderen aufgefädelt.

Anwendung:

Dann wird die Krenwurzelkette um den Hals gehängt. Bei Halsbeschwerden eher in Höhe des Halses, bei Erkältungen und Schnupfen, die auch die Lunge betreffen, hängt man die Krenwurzelkette so an den Körper, dass sich die Krenscheiben in Höhe der Lunge befinden. Der Kren hat kräftige, desinfizierende Inhaltsstoffe, die unsere Zellwände durchdringen können. Das bedeutet, wir müssen ihn nicht essen, um sein Wirkung zu erfahren. Die Krenkette wird in Brusthöhe getragen, durch unsere Körperbewegungen entstehen beim Tragen kleine Mikroverletzungen der Wurzel. Aus diesen treten desinfizierende Inhaltsstoffe aus, durchdringen die Haut und wirken so genau dort, wo sie gebraucht werden. So eine Kette sieht zusätzlich auch noch sehr nett aus, wenn statt der Schnur z.B.: ein Lederband verwendet wird.

4. Heublumen als Hausmittel gegen Schnupfen

Du brauchst dazu:

  • 3 TL Heublumen
  • 1 T-Sack oder Leinentuch
  • 1 Handtuch
  • Wasser

So wird´s gemacht:

Für dieses Hausmittel gegen Schnupfen werden die Heublumen in einen großen T-Sack oder in ein Leinentuch gegeben. Das Wasser wird erhitzt und anschließend wird der befüllte T-Sack oder das Leinentuch in das kochende Wasser geben. Nun nur noch 10 Minuten ziehen lassen und schon ist es fertig.

Verschiedene Anwendungen:

Umschlag: Sobald der T-Sack oder das Leinentuch etwas abgekühlt ist, kann es nun im Hals- und Brustbereich als Umschlag verwendet werden.

Erkältungsbad: Auch das Kochwasser sollte man nicht einfach wegschütten. Dieses kann nämlich dem Badewasser hinzugefügt und als Erkältungsbad genossen werden. Das befreit die Atemwege und entspannt gleichzeitig den Körper und die Seele.

Inhalieren: Die Heublumen kann man auch super zum Inhalieren verwenden. Hierzu gibt man die Heublumen in einen Topf mit Wasser, bringt dies zum Kochen, schaltet die Herdplatte ab und stellt das Gefäß auf den gewünschten Platz (z.B.: Esstisch). Dann beugt man sich mit dem Gesicht über den noch dampfenden Topf, bedeckt seinen Kopf dabei von hinten mit einem Handtuch und holt so tief wie möglich Luft. Den Heublumenwasserdampf sollte man dabei so warm wie möglich inhalieren.

Heublumen werden auch Grasblüten genannt. sind ein Gemisch aus Blütenteilen, kleineren Blatt- und Stängelstücken und den Samen verschiedener Wiesenblumen und Gräser. Beim Welken wird Cumarin abgespalten. Cumarin ist eine kreislaufanregende natürliche Substanz, die Kampfer ähnelt.  Weitere Wirkstoffe sind ätherische Öle, Gerbstoffe, Pflanzensäure, Kieselsäure und Flavonoide. Heublumen wirken schmerzstillend, nervenberuhigend sowie krampflösend. Außerdem fördern sie die Durchblutung und haben eine entzündungshemmende Wirkung. Aufgrund dieser Eigenschaften der Heublume spricht man oft auch vom „Morphium der Naturheilkunde“.

Sie unterstützen bei grippalen Infekten, stärken das Immunsystem und lindern Muskelkrämpfe, Nieren-, Magen- und Darmbeschwerden. Zusätzlich wirken sie bei chronischen Hautleiden und bei spezifischen Beschwerden in den Wechseljahren.

5. „Kren-/Meerrettichwurzelzwicker“ als Hausmittel gegen Schnupfen

Du brauchst dazu:

  • 1 Stk. Kren-/Merrettichwurzel

So wird´s gemacht:

Man schneidet eine 0,5 bis 1cm dicke Scheibe der Krenwurzel herunter. Diese schneidet man nun von der Mitte der Scheibe ausgehend bis zum Rand einmal ein.

Anwendung:

Nun kann man die Wurzel auf die Nasenspitze „zwicken“. Ihre stark desinfizierenden Inhaltsstoffe werden jetzt konstant eingeatmet und dringen somit über die Nase in ihr Inneres ein. So werden die Atemwege schnell wieder frei, die Schwellung der Schleimhäute geht zurück und wir bekommen wieder gut Luft. Dies bei Bedarf mehrmals wiederholen. An der Nasenspitze befestigt, ist der Abstand zu den Augen auch groß genug, damit die Schärfe den Augen nichts anhaben kann!

Wir wünschen eine baldige Besserung!

Mit diesen Hausmitteln bist du bestimmt im Handumdrehen wieder gesund. Und bis dahin: Viel trinken nicht vergessen! Flüssigkeit unterstützt den Körper bei der Genesung. Gerade bei Erkältungen ist es eine gute Idee, sich die eine oder andere Tasse Tee zu machen. Kamille, Ingwer, Holunderblüten und Salbei unterstützen hier das Immunsystem und schmecken dabei auch noch köstlich. Beispielsweise enthält die Kamille nämlich ätherische Öle wie Bisabolol und eine Vorstufe des Chamazulen. Besonders konzentriert sind die Öle dabei in den Blüten. Zusätzlich zum Tee macht es außerdem Sinn, viel Obst zu essen. Ein geschwächtes Immunsystem ist nämlich auf Vitamine angewiesen. Selbstgemachte Smoothies können hier wahre Vitamin- und Abwehrkräfte-Booster sein. Wenn die Erkältung noch nicht ausgebrochen ist, dann kann außerdem eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C (z.B.: in Citrusfrüchten) das Immunsystem minimal unterstützen.

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