Gartenarbeit im September - das ist jetzt zu tun | NEVERST Blog
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Gartenarbeit im September – das ist jetzt zu tun

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und der Herbst steht schon bald vor der Türe. In der Kindheit bedeutete die bunte Jahreszeit Kastanientierchen basteln, Drachen steigen lassen, in große Laubhaufen hüpfen oder mit Gummistiefeln durch den Matsch springen.
Heute ist es die Ernte von Obst, Gemüse und Kräutern, die unser Herz bei der Gartenarbeit schneller schlagen lässt.
Diese Freude und Dankbarkeit drücken wir jedes Jahr mit dem Erntedankfest im Oktober aus.

Doch was ist jetzt noch am baldigen Ende des Gartenjahres zu tun?
Die Aufgaben der Gartenarbeit sind sehr vielfältig und beanspruchen einiges an Zeit. Das Ernten und Verarbeiten von Gemüse und Obst, die Bearbeitung von leerstehenden Beeten, sowie das Schneiden von Hecken und Staudenbeeten. Das Gartenumfeld sollte im September langsam aufgeräumt werden. Aber brauchen wir dazu wirklich Gärtner? Denn gleichzeitig sind es bei der Gartenarbeit doch auch die schönsten und dankbarsten Momenten, die uns glücklich machen.

Gartenarbeit im September: Die TO DOs für alle Hobby Gärtner

Folgende Gartenarbeiten sind im Spätsommer bzw. zum Herbstbeginn wichtig. In dieser Zeit gibt es eine Vielzahl an Aufgaben in der Gartenarbeit mit denen du einerseits das Gartenjahr abschließen und andererseits deine Beete auf den Frühling vorbereiten kannst. Hier findest du ein paar Erinnerungen oder auch neue Ideen.

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Aussaat und Anbau:

  • Anfang September kannst du noch Erdbeeren anpflanzen. TIPP: Wenn du gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen möchtest, dann stecke eine Reihe Knoblauchzehen zwischen die Reihen der Erdbeeren. Einerseits bewahrt das die Erdbeeren vor einem Grauschimmelbefall zur Blütezeit und andererseits hast du zusätzlich deinen eigenen Knoblauch.  
  • Spätsommer ist Stecklings-Saison. Aus allen Kräutern mit holzigen Trieben, wie zum Beispiel Lavendel, Salbei, Rosmarin, Lorbeer, Zitronenverbene oder Myrte, kannst du dein eigenes Bäumchen ziehen.
  • Auf abgeernteten Beeten kannst du Gründüngung aussäen – so bereitest du es optimal für das nächste Jahr vor. Winterharte Gründünger sind Rot- bzw. Weißklee, Spinat, Feldsalat, Winterroggen oder die Zottige Wicke. Nicht winterharte Gründünger sind die bienenfreundliche Phazelia, Buchweizen, Tagetes, Ringelblume oder Senf.
  • Angefallener Grünschnitt, Äste, Laub, Stroh – all diese Naturmaterialien kannst du auch als Flächenkompost und somit als Vorbereitung für das nächste Beet verwenden. Einfach einen Mix aus allen Naturmaterialien auf einer Fläche verteilen und im Frühjahr in den Boden einarbeiten. Nicht verrottete Teile solltest du dann jedoch herausrächen.
  • Du möchtest im Frühjahr von Frühblühern überrascht werden? Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt zum Stecken von Blumenzwiebeln.
  • Die Aussaat von Gemüsearten wie Feldsalat, Winterportulak, Asia-Salaten, Radieschen, oder Spinat ist im September noch möglich.
  • Aus Paradeisern kannst du dein eigenes Saatgut herstellen. Eine kurze und einfache Anleitung findest du weiter unten.

Gartengestaltung:

  • Gartenpflege im Sinne von Rasenmähen und Unkraut entfernen. Da bei der Gartenarbeit im Frühherbst einiges an Rasenschnitt und Naturmaterialien anfällt, ist es die perfekte Zeit, um ein Hügelbeet anzulegen. Zuerst wird ein Kern aus grobem, holzigen Material und Ästen angelegt. Darüber wird der Schnitt vom Rasenmähen, Mist, Laub und Küchenabfälle geschichtet. Die letzte Schicht ist ein Mix aus Garten- und Komposterde.
  • Damit die Weintrauben mehr Luft und Sonne abbekommen, solltest du zu üppiges Weinlaub beim Gartenarbeiten entfernen.
  • Der Frühherbst ist eine gute Zeit, um die Hecken zurecht zu schneiden. Wunden schließen sich schnell und der erste Frost lässt noch ein wenig auf sich warten. Schneiden darfst du nur am jungen Holz. Angefallene Reste kannst du als Mulchschicht unter der Hecke nutzen.
  • Das Umsetzen und Durchmischen des Komposthaufens ist noch möglich.
  • Was wäre ein schöner Garten ohne Bäume? Ende September beginnt die Pflanzzeit für Obstbäume. Diese sollten gut an Stützpfähle gebunden werden. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen!
  • Auch der Kohlweißling ist tüchtig unterwegs. Seine Raupen findet man oft auf dem Kohlgemüse und diese sollten beim Gartenarbeiten unbedingt entfernt werden.
  • Stauden und Bäume können geteilt oder neu gepflanzt werden. Bei der Teilung achte darauf, dass der Wurzelballen mindestens eine Knospe aufweist.
  • Hast du noch ein freies Plätzchen hinten in deinem Garten? Wie wäre es mit einem Winterquartier für Igel? Stelle ein selbstgebautes oder gekauftes Häuschen in eine ruhige Ecke, am besten mit dem Eingang in südöstliche Richtung. Zum Schluss bedecke es mit Ästen und viel Laub.
  • In der heißen Jahreszeit macht der Rasen ganz schön etwas mit. Damit die Wiese im nächsten Jahr wieder leuchtend grün ist, solltest du ihn nach dem Sommer gut pflegen. Etwas Gartenpflege wie kurzes Mähen, Vertikutieren und das Aufbringen von Komposterde reicht schon aus, um den Rasen wieder aufzupäppeln. Außerdem kannst du auf kahlen Flächen Rasensamen aussäen.

Verarbeitung:

  • Aus schönem Fallobst kannst du Apfelgelee herstellen. Abgefallene Äpfel solltest du außerdem täglich aufsammeln. Die Larven der Schädlinge kriechen heraus, überdauern den Winter als Puppe im Boden und im nächsten Jahr können sie den Baum befallen.
  • Wildfrüchte wie Holunderbeeren kannst du ernten und zu leckeren Säften, Marmeladen oder Likören verarbeiten.
  • Nicht alles was wir als Unkraut kennen ist auch tatsächlich unbrauchbar. Bei unserer Wildkräutertrainer Ausbildung lernst du, wie du ressourcensparend wirklich möglichst viel aus dem eigenen Garten brauchbar verarbeiten kannst. Für einen Sneak Peak, kannst du dazu auch gerne mal in den Artikel Essbare Wildkräuter – Diese 5 findest du vor deiner Haustür reinlesen. 😉
  • Und natürlich ernten, ernten, ernten und Obst und Gemüse für die kalten Monate verarbeiten und konservieren.

Gartenarbeit Anleitung zum Gewinnen von Tomatensamen für das nächste Gartenjahr:

  • Damit du samenfeste und keine genveränderten Tomaten zur Samengewinnung verwendest, kaufe dir deine Lieblingstomaten von einem BIO-Markt. Oder benutze gleich eine Tomate aus deinem eigenen Nutzgarten, wenn du welche hast.
  • Suche dir die schönsten und ausgereiftesten Tomaten heraus. Schneide sie vorsichtig auf und kratze mit einem Löffel die Kerne auf ein Küchenpapier heraus.
  • Verstreiche die Kerne geschickt mit einem Messer auf dem Papier, damit sie sich von ihrer Gallerthülle trennen. Achte gleich darauf, dass die Samen schön auf dem Tuch verteilt sind. Sie sollen nicht alle nebeneinander kleben.
  • Vergiss nicht, den Sortennamen auf das Papier zu schreiben.
  • Dann lässt du die Samen im Warmen (nicht in der Sonne) einen ganzen Tag lang trocknen.
  • Bevor du das Papier am nächsten Tag vorsichtig einrollst, kontrolliere, ob wirklich alles schön getrocknet ist. Wenn das Papier noch feucht ist, besteht nämlich Schimmelgefahr.
  • Die eingerollten und mit Gummiband fixierten Rollen verstaust du am besten in einem Karton. Dieser sollte über den Winter an einem dunklen, trockenen und frostfreien Ort gelagert werden.
  • Die Samen sind richtig gelagert sogar mehrere Jahre keimfähig.
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Dich interessieren Themen wie Selbstversorgung, DIY, Recyclen, Gartenarbeit, Gartengestaltug etc.?

Dann schau doch auch bei unserem Blogartikel „Autarkie – So lebst du unabhängiger und frei wie nie!“ vorbei.

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