Bärlauch - Das sind die 10 besten Rezepte! |

Bärlauch – Das sind die 10 besten Rezepte!

Kategorien: Rezepte & Anleitungen
Lesezeit: 23 Minuten

Der Bärlauch erfreut sich in der österreichischen Küche im Frühling an großer Beliebtheit. Egal ob als Suppe, Pesto oder pur, wir lieben den kleinen grünen Alleskönner. Da nimmt man sogar den Mundgeruch gern in Kauf, den man beim Bärlauch essen nicht vermeiden kann. 😉

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Aber woher hat der Bärlauch eigentlich seinen Namen und was kann er wirklich? Wir verraten dir alles, was du über dieses grüne Wildkraut wissen musst. Außerdem teilen wir unsere liebsten Bärlauch-Rezepte mit dir, beginnend bei echten Klassikern, bis hin zu ausgefallenen Leckerbissen!

Woher hat der Bärlauch eigentlich seinen Namen?

Der Bärlauch wird oft auch wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Knoblauchspinat, Bärenlauch, Hexenzwiebel oder Hundsknoblauch genannt. Aber woher kommt das „Bär“ im Bärlauch? Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen dem Tier und dem würzigen grünen Blättern? Und warum wird der Bärlauch auch Hexenzwiebel genannt? Um das herauszufinden müssen wir in der Geschichte ein wenig zurückreisen.

Schon die Römer nannten den Bärlauch „Allium ursinum“, zu deutsch Bärenknoblauch. Diese Bezeichnung leitet sich wahrscheinlich davon ab, dass die Bären nach ihrem Winterschlaf besonders gerne den wilden Knoblauch fressen, um so ihren Vitaminhaushalt aufzufüllen. Außerdem können sie diesen anhand des Geruchs leicht finden, was ihn auch zu einem beliebten Nahrungsmittel für sie macht.

Weiters wurde der Bär als Frühlingsbote, Zeichen der Fruchtbarkeit und als besonders starkes Tier verehrt. Somit ist es nicht abwegig, dass die Menschen diese Heilpflanze nach dem Bären benannten.

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Mit Sicherheit bewiesen konnte die Namensgebung des Bärlauchs noch nicht werden. Allerdings gab die ehemalige Rangerin Joana Schönenberger bekannt, dass sie in Nordamerika den einen oder anderen Bären dabei ertappt hat, wie er den schmackigen wilden Knoblauch vernaschte. Also kann an der Theorie ja doch etwas dran sein, oder? Zumindest ist es eine schöne Geschichte, finden wir! 😉

Stellt sich jetzt nur noch die Frage, warum der Bärlauch manchmal auch als Hexenzwiebel bezeichnet wird? Dies lässt sich einfach durch dessen heilsame Wirkung erklären. Da der Bärlauch nicht nur eine entgiftende, verdauungsfördernde Wirkung hat, sondern auch das Immunsystem stärkt und sonst noch viele tolle Heilwirkungen besitzt, die wir dir später noch verraten werden, galt er früher als Heilpflanze.

Frauen und Männer, die sich früher der Medizin und Heilung widmeten, wurden meist als Hexer oder Hexen bezeichnet. So dürfte hier auch der Name Hexenzwiebel entstanden sein. Die heilende Wirkung besitzt der Hundsknoblauch immer noch, aber dazu später mehr.

Die Bezeichnungen Waldknoblauch, wilder Knoblauch, Knoblauchspinat und Hundsknoblauch beziehen sich vor allem auf den starken Knoblauchgeruch und -geschmack, den der Bärlauch hat. Wir raten dir, beim ersten Date auf den Verzehr von Knoblauch zu verzichten, es sei denn du möchtest dein Gegenüber ein wenig erschrecken oder ihn gar mit dem Knoblauchgeruch verjagen. 😉

Wann gibt es Bärlauch?

Die Bärlauch Saison beginnt meist Mitte März und dauert bis etwa Anfang Mai. Zwischen Ende April und Anfang Mai beginnt der Knoblauchspinat meist zu blühen. Wenn dies passiert, verliert er deutlich an Geschmack. Eine Ernte ist dann nicht mehr ratsam, da die Blätter neben dem Geschmacksverlust auch fasrig werden.

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Wenn du die Erntezeit des wilden Knoblauchs also voll und ganz ausnutzen möchtest, startest du am besten schon Mitte März. Allerdings ist hier zu beachten, dass, je nach Region und Wetterlage, die Bärlauchzeit ein wenig variieren kann. Wenn du neben den Blättern auch die Knospen verarbeiten möchtest, kannst du diese etwa ab April bis Mai ernten, bevor der Waldknoblauch zu blühen beginnt. Im März wirst du noch wenige bis keine Knospen finden.

Wenn du mehr Aktivitäten für den Frühling suchst, schau doch bei unserem Blog zum Thema „Frühling – Mit diesen 10 Aktivitäten wird dein Frühjahr zum Highlight“ vorbei.

Wo wächst der Bärlauch?

So, nachdem du weißt, ab wann du Bärlauch ernten kannst, willst du bestimmt auch wissen, wo du diesen findest. Besonders wohl fühlt sich der wilde Knoblauch in feucht-schattigen Auen oder entlang von Flüssen und Bächen. Besonders gerne hat der Bärlauch kalkhaltige, nährstoffreiche und humose Böden. Da er sehr ausbreitungsfähig ist, findest du ihn auch in Parks oder Gärten. Seinen Ursprung hat der Bärlauch in Europa. Allerdings kannst du den Waldknoblauch bis nach Nordasien finden.

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Aussaat

Natürlich kannst du den Waldknoblauch auch selber anbauen und dann ernten. Aber Achtung, aufgrund der hohen Ausbreitungsfreude des Hundsknoblauchs kann es schon passieren, dass nach dem Pflanzen einer Zwiebel im darauffolgenden Jahr ein regelrechter Bärlauch-Teppich entstanden ist. Die Zwiebel pflanzt du am besten dann an, wenn sie keinem Frost ausgesetzt sind. Die Zwiebel sollten mit einem Abstand von 20-25 Zentimeter Abstand eingepflanzt werden.

Beim Aussähen der Samen sieht das ganze jedoch ein wenig anders aus. Da die Keimrate eher niedrig ist, kann es sein, dass die Samen mehr als ein Jahr benötigen.

Die grüne Pflanze ist ein Kaltkeimer. Das bedeutet, dass sie für eine kurze Zeit dem Frösten ausgesetzt werden sollte. Deswegen bietet sich der Herbstanfang gut an, um mit der Aussaat zu beginnen. Die Bärlauchsamen sind Dunkelkeimer. Das bedeutet, du musst die Samen etwa 2 Zentimeter in den Boden drücken. Zwischen den Pflänzchen solltest du etwa einen Abstand von 20 Zentimetern einhalten. So kann man Nährstoffkonkurrenz vermeiden.

Was du auf jeden Fall beachten musst ist, dass deine Pflänzchen auch im Sommer mit ausreichend Schatten versorgt werden. Direkte Sonneneinstrahlung solltest du auf jeden Fall vermeiden! Außerdem sollte die Erde nie austrocknen. Wenn du deinen wilden Knoblauch also auf dem Balkon züchten willst, musst du das unbedingt bedenken.

Welche Wirkung hat der Bärlauch?

Der, zu den Lauchgewächsen gehörenden Pflanze werden viele positive Wirkungen auf den menschlichen Körper nachgesagt. Zum Beispiel wirkt er blutdrucksenkend, entgiftend, belebend und antibakteriell. Außerdem hat er eine entzündungshemmende Wirkung und ist krampf- und schleimlösend. Das wohl wichtigste medizinische Anwendungsgebiet ist die positive Wirkung auf die Blutgefäße.

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Somit ist die Pflanze bei vielen Zivilisationskrankheiten anwendbar. Beispiele sind Arteriosklerose, hoher Blutdruck, Rheuma, Darmprobleme und sogar bei Frühjahrsmüdigkeit. Sie regt den Stoffwechsel an und wirkt so Verdauungsproblemen entgegen.

Welche Inhaltsstoffe hat der grüne Alleskönner?

Der Waldknoblauch ist reich an Mangan, Eisen und Magnesium. Außerdem enthält er ätherische Öle, Schwefel, Vitamin C und Mineralsalze. Den typischen Knoblauchgeruch erhält der Bärlauch von der Alkylsulfensäure, die durch das ätherische Öl Alliin entsteht. Dieses ist ursprünglich geruchlos. Durch das Zerreiben der Blätter wandelt sich das Alliin in die Alkylsulfensäure um. Aus dieser entwickeln sich innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl anderer Stoffe wie Ajoen, Cycloalliin, Gamma-Glutamylalliin und viele mehr.

Diese ätherischen Öle wirken sich positiv auf die Atemwege aus, indem sie diese befreien und desinfizieren. Die ätherischen Öle sind außerdem der Grund für die positive Heilwirkung auf Arteriosklerose.

Die scharfen Senfölglykoside, die üblicherweise auch in Rettichen und Senf enthalten sind, sorgen beim Waldknoblauch für dessen Verdauungsfördernde Wirkung. Außerdem regen sie den Stoffwechsel an.

Welche Teile des Bärlauchs sind essbar?

Grundsätzlich sind beim Bärlauch die Blätter, Blüten, Knospen, Zwiebeln und Samen essbar. Das bedeutet für dich, du kannst eifrig drauf los sammeln und alle Teile deines gesammelten wilden Knoblauchs auch verwerten! Am häufigsten werden für Gerichte die Bärlauchblätter verwendet. Auch die Stiele kannst du bedenkenlos essen, allerdings solltest du sie für bestimmte Rezepte, oder zum Konservieren lieber entfernen!

Wer sollte beim Verzehr von Bärlauch aufpassen?

Eigentlich ist Bärlauch für den Menschen nicht gefährlich. Allerdings gab es öfter Fälle, bei denen die Wildpflanze mit giftigen Pflanzen verwechselt wurde. Wie du herausfindest, ob du auch wirklich Bärlauch gefunden hast, zeigen wir dir später noch genauer! Solltest du schwanger sein, ist es ratsam, hier besonders vorsichtig zu sein und genau zu prüfen, ob du auch wirklich den harmlosen wilden Knoblauch gefunden hast! Wenn du Zweifel hast, lass es lieber sein und verzichte während deiner Schwangerschaft auf die würzigen, grünen Blätter. Sicherheit geht vor!

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Anders als beim Menschen sollten Hunde und Pferde auf keinen Fall Waldknoblauch zu sich nehmen. Aber warum ist das so? Das Wildkraut zerstört bei den Tieren die roten Blutkörperchen. Das führt wiederum zu Blutarmut. Grund dafür ist der Giftstoff Methylcystein-Sulfoxid. Bemerken kannst du eine solche Vergiftung meist erst, wenn beim Tier Durchfall oder Erbrechen einsetzt. Solltest du den Verdacht haben, dass dein Liebling Bärlauch verspeist hat, ist ein Besuch beim Tierarzt unbedingt notwendig!

Wie erkenne ich Bärlauch?

Bärlauch wird ab und zu mit giftigen Pflanzen wie den Maiglöckchen und den Herbstzeitlosen verwechselt. Worauf musst du also achten, wenn du den Knoblauchspinat sammelst?

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  • Bärlauch riecht beim Zerreiben der Blätter nach Knoblauch. Wenn du Blätter von Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen erwischt, riechen diese nicht danach. Daran kannst du dich orientieren.
  • Bärlauchblätter haben eine matte Unterseite. Im Gegensatz dazu glänzen Herbstzeitlose auf der Ober- und Unterseite und bei den Maiglöckchen glänzt die Unterseite.
  • Ein weiterer Trick, wie du wilden Knoblauch ganz einfach von seinen giftigen Verwechslungsgefahren unterscheiden kannst sind die Stiele. Bärlauchblätter haben einen ganz klar erkennbaren Stiel, wogegen die Maiglöckchen und Herbstzeitlosen eher mehrere Blätter haben, die einander umwickeln und ohne erkennbaren Stiel aus der Erde wachsen.
  • Worauf du auch achten solltest, ist die Erntezeit des Bärlauchs. Solltest du außerhalb dieser Zeit Blätter finden, die dich an den Bärlauch erinnern, lass lieber die Finger davon!

Wie bewahre ich Bärlauch richtig auf?

Grundsätzlich sollte man darauf achten, frisch gepflückten Hundsknoblauch so schnell wie möglich zu verbrauchen. Für gewöhnlich hält er sich ein bis drei Tage. Um möglichst lange etwas von den gesammelten Blättern zu haben, empfiehlt es sich, die Blätter mit einem feuchten Küchentuch zu umwickeln und im Kühlschrank zu lagern. So kannst du ihn auch nach etwa 2-3 Tagen noch problemlos verarbeiten.

Es gibt einen kleinen Trick, wie du den wilden Knoblauch bis zu zwei Wochen haltbar machen kannst. Dazu schneidest du die Stiele des Bärlauchs ab. Jetzt brauchst du ein Tiefkühlsäckchen, in das du Wasser einfüllst und darin deinen wilden Knoblauch einlegst. Ein bisschen Luft hineinblasen und dann verschließen. Voilà, so kannst du ihn länger frisch genießen!

Du kannst deinen Bärlauch auch mit Hilfe von einem Dörrgerät oder bei etwa 50 – 60 Grad im Backofen trocknen. Dazu einfach den Bärlauch waschen, trocknen, ein wenig zerkleinern und auf das Blech oder den Dörrer auflegen. Den getrockneten Bärlauch einfach im Schraubglas aufbewahren und zum Würzen verwenden!

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Auf keinen Fall solltest du deinen Bärlauch in heißen, sonnigen Räumen lagern. So trocknen die Blätter schnell aus und verlieren ihren aromatischen Geschmack!

Kann man Bärlauch einfrieren?

Wenn du deinen Bärlauch gerne ein wenig länger aufheben möchtest, kannst du diesen auch portionsweise einfrieren. So kannst du sogar im Winter seinen würzigen Geschmack genießen! Allerdings kann es sein, dass dein Waldknoblauch ein wenig an Geschmack verliert. Es gibt grundsätzlich einige Möglichkeiten, wie du deinen Waldknoblauch einfrieren kannst:

  • Wasche deinen Bärlauch und trockne ihn gründlich ab. Danach kannst du ihn portionsweise abpacken und einfrieren und später für Spinat oder andere Leckereien weiterverwenden.
  • Den wilden Knoblauch waschen, trocknen und anschließend pürieren. Das Bärlauchpüree kannst du nun in Eiswürfelformen füllen und später portionsweise zum Würzen wiederverwenden!
  • Auch hier musst du den Bärlauch wieder waschen und trocknen. Nun wird er in Streifen geschnitten und auf ein Brett aufgelegt. So musst du ihn kurz einfrieren. Danach kannst du ihn verpacken und wieder in der Tiefkühltruhe verstauen. Durch das Vorfrieren verhinderst du, dass die Bärlauchstreifen zusammenkleben und sich ein Klumpen bildet.

Wenn du deinen Hundsknoblauch mit Hilfe von Rezepten konservieren möchtest, haben wir auch hier einige Tipps für dich. Wir haben unsere Lieblingsrezepte für dich zusammengesucht. Viel Spaß beim Ausprobieren! 😊

Bärlauch Rezepte

Wir haben hier für dich all unsere Lieblingsrezepte zusammengeschrieben! Die meisten davon kannst du auch als vegane Variante zubereiten, indem du einfach ein paar Zutaten austauscht. In den jeweiligen Rezepten weisen wir dich aber noch auf die jeweiligen Zutaten und ihre Alternativen hin! Wir wünschen dir guten Appetit! 😉

Bärlauch Butter

Die Herstellung von Bärlauch Butter ist ein toller Weg, um deinen Waldknoblauch länger haltbar zu machen. Du brauchst dafür nur ein paar Zutaten und schon hast du den perfekten Begleiter für jedes Grillfest!

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Das brauchst du:

  • 250g Butter (oder veganer Butterersatz)
  • 150g Bärlauch
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

Bärlauch waschen

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Zuerst wäscht du deinen Bärlauch gut ab und trocknest ihn anschließend! Du kannst dafür zum Beispiel eine Salatschleuder verwenden oder ihn mit etwas Küchenrolle trocken tupfen!

Hundsknoblauch mit der Butter zerkleinern

Gib nun deinen wilden Knoblauch zusammen mit der zimmerwarmen Butter in einen Mixer und zerkleinere alles. Wenn du keinen Mixer hast, kannst du den Bärlauch auch fein hacken und mithilfe einer Gabel unter die Butter rühren.

Würzen

Gib jetzt deinen Zitronensaft, Salz und Pfeffer unter die Butter.

Genießen

Die Butter kannst du ganz einfach auf Baguette, Brot oder zu Fleisch und Gemüse genießen. Sie eignet sich perfekt fürs Grillen! Wenn du den extra Bärlauch-Kick möchtest, kannst du auch noch ein wenig frischen Knoblauchspinat auf dein Butterbrot streuen!

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Einfrieren

Wenn du die Bärlauchbutter länger haltbar machen willst, kannst du sie auch einfach in etwas Frischhaltefolie rollen oder in Portionsdöschen füllen. Diese kommen in die Tiefkühltruhe und werden so für längere Zeit haltbar!

Bärlauchpesto (mit veganer Alternative)

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Das brauchst du:

  • 200g Bärlauch
  • 150g Olivenöl
  • 25g Parmesan (für das vegane Pesto kannst du den Parmesan mit 25g Hefeflocken ersetzen)
  • 30 – 50g Nüsse oder Kerne (dafür kannst du je nach Belieben Pinienkerne, Sonnenblumenkerne, Cashewkerne, Mandeln oder Walnüsse verwenden)
  • Salz, Pfeffer
  • eventuell Zitronensaft

Bärlauch waschen

Zuerst musst du deinen Bärlauch gut waschen und anschließend trocknen. Nimm dafür entweder Küchenrolle oder eine Salatschleuder. Je trockener dein Bärlauch ist, desto länger wird sich auch dein Pesto halten!

Nüsse/Kerne anrösten

Röste nun deine Nüsse oder Kerne in einer Pfanne OHNE Öl an. Achte darauf, dass diese nicht zu heiß werden. Danach lass sie auskühlen.

Bärlauch zerkleinern

Zerkleinere deinen Bärlauch mit dem Öl in einem Mixer oder mit einem Stabmixer. Achtung, solltest du keinen leistungsstarken Mixer besitzen, verarbeite den Bärlauch und das Öl in kleinen Portionen, sonst kann dein Mixer überhitzen.

Nüsse zerkleinern

Zerstoße deine Nüsse ein wenig (z.B. in einem Mörser) und gib sie zum zerkleinerten Bärlauch dazu.

Würzen

Gib nun Salz, Pfeffer und den Parmesan beziehungsweise die Hefeflocken dazu. Wenn du möchtest, kannst du ein wenig Zitronensaft hinzugeben.

Lagern

Fülle dein Pesto in kleine Schraubgläser. Damit das Pesto lange hält ist es empfehlenswert, die Gläser mit hochprozentigem Schnaps oder Vodka auszuwaschen. Dafür gibst du einen Schluck Alkohol in das leere Glas, schließt den Deckel und schüttelst es kräftig, damit der Alkohol überall hinkommt. Den Alkohol kannst du nun in das nächste Glas füllen und den Vorgang wiederholen. In das sterilisierte Glas kommt nun dein Pesto. Lass etwa einen Zentimeter frei und fülle diesen mit Olivenöl voll. Nun das Glas fest verschließen. Das Bärlauchpesto ist im Kühlschrank etwa einen Monat haltbar. Wenn du es einfrierst, hält es einige Monate.

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Das Pesto passt toll zu Käse oder einfach so aufs Brot. Auch für Nudeln eignet es sich hervorragend. Guten Appetit! 😊

Bärlauchsalz

Um Bärlauchsalz herzustellen benötigst du nicht viel. Allerdings braucht es ein wenig Zeit, bis dein grünes, aromatisches Salz fertig ist. Außerdem solltest du das Salz unbedingt in einem geschlossenen Raum herstellen. Es sei denn, du liebst Knoblauchgeruch, den wird es nämlich geben.

Das brauchst du:

  • 100g Bärlauch
  • etwa 300g grobes Meersalz (je nach Belieben auch mehr)

Bärlauch waschen

Zuerst musst du den Bärlauch waschen und gut trocknen.

Bärlauch zerkleinern

Zerkleinere deinen Bärlauch mit einem Mixer, bis eine Paste entsteht.

Mischen

Diese mischt du dann mit dem Salz und streichst die Salzpaste dünn auf ein Backblech mit Backpapier auf.

Trocknen

Du kannst das Salz einfach für einen Tag in die Sonne stellen oder bei etwa 50 – 60 Grad in den Backofen geben. Achtung, klemme hier einen Kochlöffel in die Backofentür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Zwischendurch solltest du die Masse immer wieder umrühren, sodass das Salz gleichmäßig trocknen kann.

Umfüllen

Wenn alles trocken ist, kannst du dein Salz umfüllen. Es eignet sich dafür ein gewöhnlicher Salzstreuer oder eine Mühle, wenn du sehr grobes Salz verwendet hast. Du kannst das Salz aber auch einfach in ein Schraubglas füllen!

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Das Salz schmeckt köstlich aufs Brot oder zum Würzen von deftigen Gerichten! 😊

Bärlauchaufstriche

Mit dem wilden Knoblauch lassen sich viele tolle Aufstriche herstellen. Egal ob du’s lieber deftig, frisch, orientalisch oder ausgefallen magst. Hier ist für jeden etwas dabei! Hier kommen drei super schnelle Bärlauch-Aufstriche:

Bärlauch-Topfen-Aufstrich

Das brauchst du:

  • 100g Bärlauch
  • etwa 250g Topfen oder eine vegane Topfenalternative (z.B. Seidentofu oder die Quark Alternative von Provamel)
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch, Zitrone oder was dir sonst so schmeckt

So geht’s:

Bärlauch waschen, trocknen und zerkleinern. Unter den Topfen heben und nach Belieben würzen. Ta-da, so schnell ist auch schon dein Bärlauch-Aufstrich fertig!

Bärlauch-Frischkäse

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Das brauchst du:

  • 100g Bärlauch
  • etwa 250g Frischkäse oder eine vegane Alternative (z.B. der von SimplyV)
  • Salz, Pfeffer

So geht’s:

Bärlauch waschen, gut trocknen und mit einem Wiegemesser zerkleinern. Unter den Frischkäse heben und nach Belieben würzen. Schon hast du deinen eigenen Kräuter Frischkäse. Der passt toll aufs Brot, zu Erdäpfeln oder auch in Burger!

Bärlauch Hummus

Das brauchst du:

  • 70g Bärlauch
  • etwa 250g Kichererbsen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Chilliflocken, Kreuzkümmelpulver

So geht’s:

Bärlauch waschen, gut trocknen und mit den abgetropften Kichererbsen in einem Mixer zerkleinern.

TIPP: Hebe dir das Kichererbsenwasser auf, damit kannst du zum Beispiel veganes Schokomousse zubereiten.

Öl und Zitronensaft dazugeben und weiter mixen. Nun Salzen, Pfeffern und Kreuzkümmel und Chilli hinzufügen und unterrühren. Fertig ist dein selbstgemachter Hummus.

Bärlauchbrot

Was gibt es herrlicheres, als frisch gebackenes Brot? Richtig, frisch gebackenes Bärlauch Brot!

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Das brauchst du:

  • 100g Bärlauch
  • 500g Mehl (Weizenmehl oder glattes Dinkelmehl)
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Packung Trockenhefe oder einen halben Würfel frische Germ
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 3 EL Olivenöl
  • Salz

Bärlauch waschen

Zuerst musst du den frischen Bärlauch waschen und gut trocknen.

Bärlauch zerkleinern

Zerkleinere deinen Bärlauch mit einem Wiegemesser. Am besten schneidest du ihn ziemlich fein, dann verteilt er sich im Brot besser.

Teig

Mische das Mehl, die Hefe, das Salz, den Zucker und den Bärlauch in einer Schüssel. Nun kommen das Öl und das Wasser dazu. Knete alles mit deinen Händen oder einer Küchenmaschine gut durch.

Ruhen lassen

Decke den Teig mit einem feuchten Tuch ab und lass ihn etwa eine Stunde gehen.

Backen

Wenn sich der Teig vergrößert hat, füllst du ihn in eine kastenförmige, eingefettete Backform und lässt das Brot etwa 40 Minuten bei 200 Grad Ober-/Unterhitze backen. Stelle eine ofenfeste Schüssel mit Wasser in den Ofen, um eine besonders tolle Kruste zu erhalten.

Genießen

Du kannst das Brot toll mit Pesto, Aufstrichen oder Butter essen! Wenn du es länger aufbewahren möchtest, kannst du es auch einfach einfrieren.

Wenn du mehr Tipps brauchst, wie dir dein perfektes Brot gelingt, schau doch bei unserem Blogartikel „Brot backen – so gelingt dir das perfekte Brot“ vorbei!

Bärlauchöl

Um würziges Öl aus Bärlauch herzustellen gibt es zwei Varianten, die wir dir hier vorstellen:

Öl mit zerhacktem Bärlauch

Das brauchst du:

  • 100g Bärlauch
  • 400ml Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • Salz

So geht’s:

Wasche und trockne deinen Bärlauch. Nun musst du ihn sehr fein hacken. Die Knoblauchzehen pressen. Fülle dein Öl in ein Schraubglas und gib den Bärlauch, Knoblauch und das Salz dazu. Nun kannst du das Öl zu Erdäpfeln, Gemüse, Fisch, Fleisch oder einfach aufs Brot genießen. Der fein gehackte Bärlauch und der Knoblauch machen es besonders würzig und aromatisch.

„Grünes Öl“

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Das brauchst du:

  • 150g Bärlauch
  • 500ml Olivenöl

So geht’s:

Zuerst den wilden Knoblauch trocknen und waschen. Nun mit dem Öl in einem Mixer pürieren und in ein Glas füllen. Nun solltest du das Öl etwa 2 Tage ziehen lassen. Danach einfach die Flüssigkeit durch einen Kaffeefilter oder ein Passiertuch in ein frisches Schraubglas oder eine Flasche umfüllen und fest verschließen. So hast du ganz einfach dein eigenes „grünes Öl“ hergestellt. Dieses passt super zu frischen Salaten!

Tipp: Wenn du möchtest, kannst du zusätzlich eine Chilischote einlegen, wenn du gerne ein wenig Schärfe magst.

Bärlauchkapern

Willst du mal etwas Anderes machen, also Pesto, Butter oder Soße? Dann probier doch mal diese Bärlauchkapern aus!

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Das brauchst du:

  • 120g Bärlauchknospen
  • 250ml Essig
  • 40g Zucker
  • 1 TL Salz
  • etwas Pfeffer

Knospen waschen

Die Bärlauchknospen waschen, trocknen und auf etwa 4 Schraubgläser (je 125 ml) verteilen.

Marinade

Den Essig mit Zucker Salz und dem Pfeffer für einige Minuten aufkochen und auf die Gläser verteilen.

Lagern

Die Gläser nach dem Befüllen sofort verschließen und an eine kühlen Ort für etwa 2-3 Wochen lagern. Danach sind die Kapern verzehrfertig!

Genießen

Die Bärlauchkapern passen toll auf einen Antipasti Teller, zu Brot oder in Aufstriche. Trau dich und probiere mal etwas Ausgefalleneres mit deinem Bärlauch! 😉

Bärlauchtarteletts

Diese kleinen Tarteletts sind die perfekte Vorspeise im Frühling. Du kannst entweder Mini-Tarteletts oder eine größere Tarte machen, je nachdem welche Form du besitzt. Wenn du keine Tartelett-Förmchen besitzt, kannst du auch einfach ein Muffinblech verwenden! 😊

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Das brauchst du für den Teig:

  • 200g Dinkelmehl
  • 100g Hartweizengrieß
  • 50g Butter oder veganer Butterersatz
  • 45ml Milch oder Pflanzendrink
  • 2 EL (veganes) Joghurt
  • 2 TL Backpulver
  • Salz

Teig kneten

Mehl, Grieß, Salz, Joghurt, Backpulver, Butter und Milch mit den Händen oder mit einem Knethaken verkneten. Dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und dort weiter kneten.

Ruhen

Den Teig für etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Ausrollen

Den Teig ausrollen und Kreise ausstechen. Diese dann in die eingefetteten Formen drücken und mit der Füllung befüllen.

Das brauchst du für die Füllung:

  • 50g Bärlauch
  • 50g Champignons
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 halbe Zwiebel
  • 150g Creme Fraiche oder eine vegane Alternative
  • Käse oder eine vegane Käsealternative
  • Salz, Pfeffer
  • Zitronensaft
  • optional Hefeflocken

Schneiden

Den Bärlauch waschen, trocknen und schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. Die Champignons klein schneiden und den Knoblauch in der Knoblauchpresse zerkleinern.

Anbraten

Alle geschnittenen Zutaten in einer Pfanne anbraten. Ein wenig Zitronensaft hinzufügen.

Vermischen

Nun alle Zutaten miteinander vermischen und nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Hefeflocken würzen.

Befüllen

Den Teig mit einem großen Esslöffel der Masse befüllen. Anschließend noch ein wenig Käse drüber streuen.

Backen

Die Tarteletts kommen nun für etwa 15-20 Minuten bei 200 Grad Umluft in den Ofen. Wenn der Käse geschmolzen ist und der Teig leicht gebräunt sind sie fertig!

Bärlauchgnocchi

Gnocchi selber machen klingt schwer? Wir zeigen dir, wie einfach es sein kann, diese italienische Teigware mit Bärlauch zuzubereiten!

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Das brauchst du:

  • 300g Kartoffel
  • 50g Bärlauch
  • 1 Ei
  • 4 EL Mehl
  • 2 EL Grieß
  • Salz
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Erdäpfel

Die Kartoffeln für etwa 25 Minuten in Salzwasser kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Bärlauch

Den Bärlauch waschen, trocknen und schneiden. Dann gemeinsam mit dem Ei pürieren.

Masse

Nun die Kartoffeln mit dem Bärlauch, dem Mehl und Grieß vermischen und salzen.

Formen

Aus dem Erdäpfelteig formst du nun eine fingerdicke Rolle. Diese schneidest du in 2 Zentimeter dicke Stückchen. In diese kommt nun das typische Muster, indem du sie mit einer Gabel ein wenig flach drückst.

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Kochen

Die Gnocchi nun in Salzwasser für 3 Minuten kochen. Wenn sie fertig sind, schwimmen sie auf. Lass sie vor dem Servieren gut abtropfen.

Vegane Alternative

Das brauchst du:

  • 300g Kartoffel
  • 50g Bärlauch
  • 2 gehäufte EL Sojamehl, Kichererbsenmehl oder Ei-Ersatzpulver mit 4 EL Wasser verrührt
  • 4 EL Grieß
  • 8 EL Mehl
  • Salz

Erdäpfel

Die Kartoffeln für etwa 25 Minuten in Salzwasser kochen, schälen und durch die Kartoffelpresse drücken.

Bärlauch

Den Bärlauch waschen, trocknen und schneiden. Dann gemeinsam mit dem Ei-Ersatz pürieren.

Masse

Nun die Kartoffeln mit dem Bärlauch, dem Mehl und Grieß vermischen und Salzen.

Formen

Aus dem Erdäpfelteig formst du nun eine Fingerdicke Rolle. Diese schneidest du in 2 Zentimeter dicke Stückchen. In diese kommt nun das typische Muster, indem du sie mit einer Gabel ein wenig flach drückst.

Kochen

Die Gnocchi nun in Salzwasser für 3 Minuten kochen. Wenn sie fertig sind, schwimmen sie auf. Lass sie vor dem Servieren gut abtropfen.

Servieren

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Die Gnocchi passen toll zu Tomatensauce. Das ganze noch mit Parmesan oder veganer Käsealternative garnieren und du fühlst dich wie in Italien! 😍

Bärlauchrisotto

Wer liebt es nicht – cremiges, würziges Risotto, das im Mund zergeht. Wir zeigen dir wie’s geht!

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Das brauchst du:

  • 200g Bärlauch
  • 150g Risotto Reis
  • 300ml Gemüsebrühe
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Weißwein
  • Parmesan oder Hefeflocken
  • Butter oder veganer Butterersatz
  • Schlagobers oder Cuisine

Schneiden

Den Bärlauch waschen, trocknen und fein schneiden. Die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch mit der Knoblauchpresse zerkleinern.

Anschwitzen

Den Zwiebel mit Knoblauch und Bärlauch anrösten und den Risotto Reis dazugeben. Mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Dann mit der Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen. Immer wieder umrühren, damit der Reis nicht anbrennt.

Würzen

Wenn das Risotto weich ist, ein wenig Butter oder Butterersatz und einen Schuss Schlagobers oder Cuisine unterrühren, damit das Risotto cremig und „schlotzig“ wird. Jetzt noch Salz, Pfeffer und Parmesan bzw. Hefeflocken dazugeben.

Fertig ist dein cremiges Risotto! 😊

Wo passt Bärlauch noch dazu?

Mit der grünen würzigen Pflanze kannst du viele deiner Gerichte verfeinern! Wie wärs zum Beispiel, wenn du statt Petersilien-Kartoffeln Bärlauch-Kartoffeln verwendest? Auch in Salate passt Bärlauch toll hinein, um dem Ganzen einen kleinen Kick zu verleihen. Als Beilage zu Fleisch, Fisch, Tofu oder veganen und vegetarischen Fleischalternativen eignet sich Bärlauch in Form von Spinat oder Soße. Wenn du deinen Blatt- oder Cremespinat ein wenig aufpeppen willst, kannst du auch diesen mit ein wenig Bärlauch verfeinern.

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Für alle Pizzaliebhaber ist der Bärlauch auch ein toller Rucola-Ersatz!

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Wir wünschen euch einen guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte! 😊

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