Vera F. Birkenbihl - Leben und Lehre einer Legende
Birkenbihl

Vera F. Birkenbihl – Leben und Lehre einer Legende

Ein Einblick in das Leben und Werk der deutschen Managementtrainerin und Sachbuchautorin Vera Birkenbihl.

Wer ist Vera F. Birkenbihl?

Vera Felicitas Birkenbihl war eine deutsche Management-Trainerin und die Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten. In der Seminar-Szene gilt sie auch heutzutage noch als Legende. Das liegt zum Teil daran, dass sie zu der Zeit die einzige wirklich bekannte weibliche Motivationstrainerin war. Darüber hinaus hatte sie aber auch eine gründliche, gewissenhafte und geistreiche Art zu arbeiten und eine ausgesprochen humorvolle, begeisternde und einmalige Persönlichkeit. Zurecht zählt sie also zu den ganz großen und anerkannten Trainer*innen der Seminar-Szene.

Ihre Inhalte bereitete sie bei diversen Vorträgen und in ihren zahlreichen veröffentlichten Sachbüchern für Interessierte gut verständlich auf. Diese Inhalte waren alle eigens kreiert, selbst entwickelt und wurden systematisch aktualisiert. Als Management-Trainerin hat sie sich vor allem auf die Themen gehirn-gerechtes Arbeiten und Zukunftstauglichkeit im Bereich des Brain-Managements (d.h. denken, lehren, lernen) spezialisiert.

Ihr Vater war der Personal Trainer und Unternehmensberater Michael Birkenbihl. Dieser ist der Autor des international erfolgreichen Buches „Train the Trainer„. Nach seinem Tod aktualisierte Vera Birkenbihl das – oftmals als die „Bibel im Trainingsbereich“ bezeichnete – Werk.

Über eine halbe Million Menschen haben die Vorträge und Seminare Vera Birkenbihls besucht. Auch ihre Bücher, CDs und DVDs haben eine Gesamtauflage von mittlerweile über 3 Millionen.

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Kritik am (deutschen) Schulsystem

Über sich selbst behauptete Vera Birkenbihl, dass sie am Schulsystem gescheitert sei. Das läge daran, dass sie „mit der sturen Paukerei nicht klargekommen ist“. So begann sie außerhalb der Schule eigene Lerntechniken zu entwickeln, welche ihr zufolge wesentlich erfolgreicher waren und anhand derer sie sich später auch, auf autodidaktische Weise, Englisch beibrachte. Dadurch bestand sie später auch den College-Entrance-Test in den USA. So konnte sie auch ohne High-School-Abschluss an einer amerikanischen Universität studieren.

Die Abneigung gegenüber des konservativen Schulsystems hat sie aber dennoch das ganze Leben über begleitet. Darin schöpfte sie aber auch ihre Motivation, alternative Denkansätze und Lehr- und Lerntechniken zu entwickeln und mit der Allgemeinheit zu teilen. Was genau es aber ist, dass ihrer Meinung nach an (deutschen) Schulen falsch läuft, das lasst euch am besten von ihr selbst erzählen:

Die Birkenbihl-Methode

Eine der bekanntesten eigens entwickelten Lerntechniken der Schulsystemkritikerin trägt den Namen „Birkenbihl-Methode“. Hierbei handelt es sich um eine alternative und angeblich erfolgreichere Art und Weise um eine beliebige neue Sprache zu lernen. Bei dieser Methode – verspricht Birkenbihl – ist nachhaltiges und gehirn-gerechtes Lernen garantiert und das „sture Auswendiglernen von Vokabeln“ sei hierbei sogar strikt verboten.

Basierend auf dieser Methode, existieren mittlerweile für eine Vielzahl an Sprachen Arbeitsbücher. Anhand derer soll durch das Dekodieren, das aktive sowie das passive Hören und durch weitere Lernaktivitäten, welche gezielt mit dem Unterbewusstsein arbeiten, das Lernen einer neuen Fremdsprache besonders leicht fallen.

Wie genau das funktionieren soll beschreibt Frau Birkenbihl detailliert in ihrem Buch „Sprachenlernen leichtgemacht!“.

Das Inselmodell

Ein weiteres sehr bekanntes Modell von Vera Birkenbihl ist das sogenannte „Inselmodell“. Hierbei stellt sie die Kommunikation zwischen zwei Personen dar. Sie geht dabei davon aus, dass jeder Mensch ständig von seiner eigenen persönlichen Insel umgeben ist. Diese Insel besteht aus seinen individuellen Meinungen, Weltansichten, Erfahrungen und Interessen. Wenn nun zwei Menschen miteinander ins Gespräch kommen, so gibt jede*r der beiden etwas über seine*ihre Insel preis, während er*sie gleichzeitig einen Einblick in die Insel des*der anderen bekommt.

Haben diese Inseln vieles gemeinsam bzw. gibt es viele Überschneidungen, so ist es laut Birkenbihl häufig der Fall, dass beide Kommunikationspartner*innen Freude am Gespräch haben und eine Sympathie zueinander entwickeln. Kommen die Gesprächspartner*innen aber sozusagen „von zwei verschiedenen Welten (oder Inseln 😉 ) “ und es gibt kaum ähnliche Meinungen, Erfahrungen oder Weltansichten zum Gesprächsthema, so passiert genau das Gegenteil. Hier kann laut Birkenbihl oft beobachtet werden, dass beide Kommunikationspartner*innen versuchen, den*die jeweils andere*n von seiner*ihrer Insel zu überzeugen und somit Gemeinsamkeiten zu erzwingen. Für gewöhnlich wird in diesem Fall das Gespräch oft zu einer als eher unangenehm empfundenen Diskussion und die Gesprächspartner*innen nehmen einander meist als unsympathisch wahr.

In diesem Video erklärt Frau Birkenbihl in ihrer gewohnt locker-lustigen Art, wie dieses Modell funktioniert und was für Konsequenzen dieses Kommunikationsmuster nach sich ziehen kann:

Wo kann ich Birkenbihls Methoden und Techniken lernen?

Vera Birkenbihl ist 2011 im Alter von nur 65 Jahren nach längerer Krankheit leider viel zu früh gestorben. Trotz dessen bleibt ihr Lebenswerk aber durch ihre Bücher und diverse Video-Aufnahmen ihrer Vorträge erhalten.

Ihre bekanntesten Bücher haben wir dir hier aufgelistet, sodass du sie direkt und einfach zu dir nach Hause bestellen kannst:

Auch in unserer Trainerausbildung verwenden und lehren wir aus Überzeugung viele ihrer genialen Methoden.

Also willst auch du deine ganz persönliche Insel erweitern? Und möchtest du angemessene Techniken erlernen, wie du auch die Inseln anderer positiv beeinflussen und ausgestalten kannst, ohne ihnen dabei auf den Schlips zu treten? Dann schau doch mal auf unserer Homepage vorbei und lade dir gratis und unverbindlich Infomaterial herunter. Oder kontaktiere uns direkt! Wir freuen uns darauf von dir zu hören!

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