Glaubenssätze - So beeinflussen sie dich!

Glaubenssätze – So beeinflussen sie dich!

Kategorien: Persönlichkeitsentwicklung & Mentales
Lesezeit: 13 Minuten

„Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht: Du wirst auf jeden Fall recht behalten“

Henry Ford

Du willst dein Selbstwertgefühl stärken und ungewollte Gewohnheiten brechen? Das Nutzen von Glaubenssätzen ist eine effektive Methode, um Ziele aller Art, anhand der richtigen Geisteshaltung zu erreichen. Sie sind verinnerlichte Aussagen, die durch Wiederholung in das Unterbewusstsein gelangen und unsere Gedanken umprogrammieren. Dadurch prägen sie unsere Gefühle und unser Handeln.

In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du energiebringende Glaubenssätze in deinem Alltag einbaust und wie du dadurch die Qualität deines Lebens erhöhst. Außerdem lernst du, wie du negative Glaubenssätze erkennst, sie auflöst und in positive umwandelst.

Was sind Glaubenssätze und wie entstehen sie?

Sie sind Verallgemeinerungen aus vergangenen Erfahrungen und eigenen Theorien und beeinflussen unsere Energie, Motivation, Arbeitsweise, etc. Glaubenssätze entstehen durch Erziehung, Erfahrungen und Prägungen und sind alltägliche und immer wiederkehrende Gedanken. Der Einfluss von Glaubenssätzen ist enorm. So kann ein positiver Glaubenssatz zum entscheidenden Auslöser für einen erfolgreichen Tag sein. Das gilt auch vice versa. Sie werden meist in der Kindheit unbewusst gebildet und verankern sich mit der Zeit, bis sie für die Person als Wahrheit gesehen werden. Dabei entsprechen sie allerdings nicht dem „objektiven Wahrheitsgehalt“.

Glaubenssätze werden u.a. durch unser Umfeld bestimmt

Ob ein Elternteil, unsere Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrerinnen und Lehrer oder unser Freundeskreis – unsere Bezugspersonen haben einen erheblichen Einfluss auf die Bildung unserer persönlichen Glaubenssätze, da sie mit einem Beispiel vorangehen. Besonders in den ersten fünf Lebensjahren lassen sich Kinder leicht beeinflussen, da sie die Behauptungen ihrer Eltern und anderer Einflusspersonen unhinterfragt hinnehmen. Diese Behauptungen werden erlernt und können, je nachdem welche Glaubenssätze verfestigt werden, zu einem toxischen oder einem gesunden Selbstbewusstsein führen.

Je öfter wir an einen Glaubenssatz glauben, desto stärker verfestigt und automatisiert er sich. Erfahren wir eine Situation, dann versucht unser Gehirn diese mit einem Glaubenssatz zu erklären. Die Folge ist das Anklammern an Glaubenssätzen und das Verallgemeinern von Situationen.

Positive Gedanken_Negative Gedanken_Glaubenssätze_Glaubenssatz

Die Kraft der Glaubenssätze

Wir führen ständig einen inneren Dialog mit uns selbst. Dieser Dialog beeinflusst unser Denken und Handeln und bestimmt somit auch unsere Laune. Die Glaubenssätze, die wir uns angeeignet haben, entscheiden über unseren Erfolg, unser Selbstbewusstsein und unser seelisches Wohlbefinden. Am meisten beeinflussen uns die Worte, die wir zu uns selbst sprechen, selbst Buddha sagte einst „Der Geist ist alles – was du denkst, das wirst du“. Das Mindset, welches wir uns beim Aufwachen auswählen, bestimmt unseren Tag. Eine Einstellung kann man bewusst aussuchen, dabei helfen Methoden, wie Glaubenssätze. Sie können mit der Kraft unserer Gedanken er- und verlernt werden.

Um die Kraft der Glaubenssätze zu begreifen, musst du zuerst die Kraft der Gedanken verstehen. Jeden Tag hat der Mensch ca. 30.000 bis 60.000 Gedanken. Davon sind nur 3% positive Gedanken, 25% sind negative Gedanken und 72 % sind neutrale Gedanken. Die Relation von 3 zu 25 lässt uns staunen. Der Dominoeffekt besagt, dass ein negativer Gedanke, mehrere schlechte Gedanken auslöst. Das gleiche gilt auch für positive Gedanken. Sei also aufmerksam, mit welchen Gedanken du in den Tag startest. Indem du deine negativen Gedanken bewusst wahrnimmst, kannst du sie stoppen und gegen positive Gedanken eintauschen.

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Hegst du einen negativen Gedanken, kann das zu Konsequenzen führen. Der Gedanke kann bei Wiederholung schnell zur inneren Überzeugung werden und wirkt sich dann auf viele deiner Lebensbereiche aus. So wird klar, dass Glaubenssätze das verstärken, was wir denken, fühlen oder sehen. Unsere Gedanken haben uns zu der Person gemacht, welche wir heute körperlich und geistig sind. Auch für die Zukunft sind die Gedanken von hoher Bedeutung. Glaubenssätze können bei richtiger Anwendung unseren Ziele und Visionen dienen.

Um deinen Fokus auf die positiven Glaubenssätze zu stärken und die Arbeit mit Glaubenssätzen zu erlernen, kannst du auch in unserem Blogbeitrag Mentaltraining – Alles Kopfsache! weiterstöbern. 😉

Wie wirken Glaubenssätze?

Die Gehirnforschung hat herausgefunden, dass das Gehirn sich immer dem anpasst, was im Moment gedacht oder getan wird. Wenn du also negative Gedanken zulässt und sie wiederholst, dann vergrößert sich die rechte Gehirnhälfte und das Gehirn lernt, dich immer wieder mit solchen Gedanken zu unterhalten. Durch die sogenannte Magnetresonanztomografie messen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, welche Gehirnzonen in der Vergangenheit stärker genutzt wurden. Das Ziel ist, positive Gedanken zu entwickeln und zu festigen, indem du dich selbst lobst, dir zusprichst, dich motivierst und allgemein einen besseren Dialog mit dir führst. Wenn du das tust, vergrößert sich das linke Gehirnareal, welches für positive Gedanken zuständig ist. Merke also: Deine Gedanken sind wie ein Muskel, je öfter du sie trainierst, desto stärker werden sie.

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Tipp: Denke darüber nach, welche Glaubenssätze du dir über die Jahre angeeignet hast. Sie sind zu hinterfragen, wenn unsere Gedanken und somit auch unser Handeln automatisiert und unüberlegt durchgeführt werden. Es wird nicht mehr viel überlegt, weil die Glaubenssätze dich leiten.

Im Neurolinguistischen Programmieren werden Veränderungen durch verschiedenste Techniken und Methoden im Gehirn erzeugt. Eine Technik davon ist die Glaubenssatzarbeit.

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Arten von Glaubenssätzen

Grob werden positive, also nützliche von negativen, also einschränkenden Glaubenssätzen unterschieden. Der amerikanische NLP-Trainer, Robert Dils hat die Glaubenssätze in folgende Faktoren näher unterteilt:

Glaubenssätze im Bezug auf Ursachen und Zusammenhänge

Hier werden Generalisierungen über kausale Beziehungen dargestellt. Die Glaubenssätze werden durch etwas verursacht. Wir Menschen sind es gewohnt, Situationen zu erklären und in Zusammenhang zu bringen. Beispiele dafür sind: „Das liegt in meinen Genen!“, „Ich bin verärgert, weil du nicht abgehoben hast.“, „Spaziergänge sorgen für innere Ruhe.“

Glaubenssätze im Bezug auf Bedeutung

Bei dieser Art von Glaubenssätzen steht die Bedeutung bestimmter Dinge im Vordergrund. Wir sind stets auf der Suche nach einem Grund für ein Gefühl oder ein Ereignis. Was bedeutet es, wenn folgendes und jenes geschieht? Beispiele: „Ich habe nicht genug Erfahrung, das heißt, dass ich nicht gut genug bin für den Job.“, „Du schwitzt, das heißt, dass du nervös bist.“, „Geld machen bedeutet gierig zu sein.“

Glaubenssätze im Bezug auf Identität

Glaubenssätze im Bezug auf die Identität können dein Selbstbewusstsein einschränken und dich somit davon abhalten beruflich, als auch privat erfolgreich zu sein. So stehst du deiner eigenen Weiterentwicklung im Weg. Es werden Gedanken über das eigene Verhalten und die Motive dessen gemacht. Was sind deine persönlichen Grenzen? Was traust du dir zu? Veränderst du deine Glaubenssätze im Bezug auf deine Identität, dann veränderst du dich selbst. Einige Beispiele für negative, also einschränkende Glaubenssätze, sind: „Ich habe es nicht verdient.“, „Ich verdiene es nicht, erfolgreich zu sein“, „Das kann bei mir nicht klappen.“

Positive Glaubenssätze im Bezug auf die Identität sind: „Ich kann alles schaffen, was ich mir in den Sinn setze.“, „Ich bin eine Bereicherung für mein ganzes Umfeld.“, „Ich bin ein Magnet für erfolgreiche Gelegenheiten.“

Alle drei Arten haben die Eigenschaft unsere Gedanken und somit unser Handeln langzeitig zu beeinflussen.

Folgen von negativen Glaubenssätzen

Negative Glaubenssätze führen zu einem niedrigen Selbstbewusstsein, welches sich auf andere Ereignisse im Leben auswirkt. Sie bremsen dich und deinen Erfolg. Je mehr negative Glaubenssätze du hast, desto öfter wirst du dich negativ verhalten.

Folgendes Szenario, um die Folgen von Glaubenssätzen näher zu veranschaulichen: Du hältst zum ersten Mal eine Präsentation und bist total nervös. Deine Hände zittern, dein Mund wird trocken und deine Beine werden weich. Du merkst, dass du nervös bist, was wiederum dazu führt, dass du gleich noch nervöser wirst. Der Moment ist gekommen und plötzlich vergisst du deinen Text. Dir ist die Situation unangenehm und du versuchst die Präsentation noch irgendwie zu Ende zu bringen. Zuhause angekommen, denkst du dir nur eins: „Ich kann einfach keine Präsentationen halten.“ Mit dieser Einstellung wirst du wahrscheinlich an deine zukünftigen Präsentationen rangehen. Das sorgt dafür, dass du nicht dein volles Potential ausschöpfst und nicht an deine Präsentationsfähigkeiten arbeitest, weil du denkst dass du es einfach nicht kannst. Die Qualität deiner Präsentationen verbessert sich nicht und somit verfestigt sich der Glaubenssatz noch stärker. Diese mentale Selbstsabotage ist keine Seltenheit. Durch Generalisierung gewisser Lebensereignisse bildet sich im Gehirn ein Muster. Bei gleichen oder ähnlichen Situationen gewinnen dann die Glaubenssätze die Oberhand.

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Negative Glaubenssätze erkennen und auflösen

Du bist doch sicher einmal mit der Einstellung „Heute ist nicht mein Tag!“ aufgestanden. Dabei ist alles, was nur schief gehen kann, auch wirklich schief gegangen. Startest du den Tag mit positiven Gedanken, dann wirst du merken, dass du den Alltag mit mehr Energie meisterst und sich die Qualität deiner Aufgaben erhöht.

Negative Glaubenssätze beschreiben unsere vermeintlichen Mängel und verstärken eine negative Grundeinstellung gegenüber gewissen Situationen im Leben. Diese Gedanken lösen ein gewisses Gefühl aus, mit dem die Handlungen dann durchgeführt werden. Für erfolgreiche Leistungen und für eine hohe Lebensqualität ist es also umso wichtiger negative Glaubenssätze soweit es geht aufzulösen und positive Glaubenssätze zu schaffen. Du kannst alle deine negativen Glaubenssätze mit etwas Übung auflösen, dabei sind einige hartnäckiger als andere.

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung

Oft sind wir uns unserer negativen Gedanken gar nicht bewusst. Deswegen ist der erste Schritt, deine eigenen Gedanken zu beobachten und die negativen Glaubenssätze zu erkennen. Entwickle eine gewisse Aufmerksamkeit und ein Bewusstsein, damit du diese erkennen kannst. Frage dich, inwiefern dich dieser Glaubenssatz behindert. Um diese zu bemerken, kannst du dir die Frage stellen, in welchen Lebensbereichen es im Moment bei dir nicht gut läuft. Denn das zeigt, dass du in diesem Bereich besonders viele negative Glaubenssätze hast. Frage dich also welche Glaubenssätze du in diesem Bereich bereits gefestigt hast. Eine weitere Methode, um negative Glaubenssätze zu erkennen, ist das Beobachten und Niederschreiben von deinen Gedanken, wenn du dich schlecht fühlst. Wenn du merkst, dass du einen negativen Gedanken hast, dann schreibe ihn gleich auf. Durch das Verschriftlichen wirst du dir über deine Gedanken um einiges bewusster.

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Nun machst du dir die Glaubenssätze bewusst, indem du sie laut vorliest und dir folgende Fragen stellst:

  • Entspricht dieser Glaubenssatz der Realität?
  • Trifft das bei jedem zu und ist das immer so?
  • Wie sieht mein Leben ohne diesen Glaubenssatz aus?

Glaubenssätze umwandeln – so funktioniert’s:

Jetzt wandelst du die negativen Glaubenssätze, die du aufgelöst hast in positive um. Dafür liest du dir die negativen Glaubenssätze durch und änderst sie in eine positive Variante:

(„Vor Präsentationen bin ich immer so nervös und vergesse den Text.“ –> „Ich habe die Fähigkeiten zu präsentieren und trete selbstbewusst auf.“)

Nachdem du jetzt die negativen Glaubenssätze in positive umgewandelt hast, beschäftigst du dich mit dem Verinnerlichen dieser Glaubenssätze, indem du sie täglich aufsagst.

Eine gute Nachricht: Unser Gehirn besitzt die Eigenschaft der Neuroplastizität: Durch Trainings lassen sich die Verbindungen zwischen den Nervenzellen verändern, indem sie gestärkt oder geschwächt werden. Somit können wir negative Erfahrungen und Prägungen minimieren und Platz für positive Gedanken schaffen.

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Unsere Buchempfehlung:

Pamela Preisendörfer zeigt in ihrem Buch „Glaubenssätze & Überzeugungen“, wie leicht mentale Selbstsabotage überwunden und zu einem Sprungbrett für anhaltende persönliche Stärke und Ausstrahlung werden kann.

Das Buch findest du hier.

Die Wirkung von Glaubenssätzen verbessern

Du wendest schon seit Längerem diverse positive Glaubenssätze an und merkst einfach keine Verbesserungen? Wir zeigen dir woran das liegen könnte und was du tun kannst, um die Wirkung von Glaubenssätzen zu maximieren.

Routine

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für deine Glaubenssätze ist die Wiederholung. Glaubenssätze sollen jeden Tag mehrmals wiederholt werden, um ins Unbewusstsein zu gelangen. Je öfter du deinem Gehirn etwas erzählst, desto stärker glaubt es daran. Lass das Aufsagen und -schreiben von Glaubenssätzen zum Teil deiner Routine werden.

Emotionen und Vorstellungskraft

Dein Gehirn hat die Macht, Ereignisse mit Emotionen zu verknüpfen. Indem du also positive Emotionen beim Aufsagen oder -schreiben von deinen Glaubenssätzen empfindest, wird die Wirkung um ein Vielfaches verstärkt. Bemühe dich also, jeden positiven Glaubenssatz wahrhaftig zu fühlen.

Beispiel I: Du ließt vor oder schreibst auf „Ich bin stolz auf mich und glücklich!“, dabei sollst du Lachen und eine aufrechte Körperhaltung haben. Eine Bildliche Vorstellung, auch bekannt unter Visualisierung kann die Wirkung von Glaubenssätzen stark fördern.

Beispiel II: Du willst den Glaubenssatz „Ich fahre mein Traumauto.“ verstärken. Stell´ dir dabei vor, dass du das Lenkrad deines Traumautos festhältst, strecke dabei deine Arme aus. Setze dich auf einem bequemen Sessel hin und stell dir so bildlich es geht vor, dass du in diesem Auto sitzt. Höre zusätzlich die Musik, die du auch in deinem Traumauto hören würdest. Die Kombination mehrerer Reize verstärkt die Wirkung von Glaubenssätzen.

Eigene Überzeugung

Natürlich darf beim Bilden von positiven Glaubenssätzen eines nicht fehlen: die eigene Überzeugung. Wenn du alle Erfolgsfaktoren Schritt für Schritt nachmachst, aber dabei selbst nicht fest genug davon überzeugt bist, dann werden sie höchstwahrscheinlich nicht funktionieren. Du selbst musst 100% davon überzeugt sein, erst dann kannst du auch die Lorbeeren ernten.

Aufschreiben

Durch das Aufschreiben sorgst du für mehr Ordnung und Struktur und kannst deine Gedanken klar erfassen.

“Hand writing causes thinking – the repetition of writing your goal everyday will increase your awareness. The true purpose of a goal is to help you grow.”

Bob Proctor
Blog_Glaubenssätze_Erfolg_Berg_glücklich_zufrieden

Du weißt nun was zu tun ist! Hol´ dir Stift und Papier und schreibe deine Glaubenssätze nieder. Welche Glaubenssätze hast du und wie beeinflussen sie dein Leben? Welche möchtest du auflösen und welche möchtest du erlernen? Beachte die Erfolgsfaktoren für die Wirkung von Glaubenssätzen. Sehr bald wirst du staunen, wenn du die Veränderungen in deiner Einstellung und deinem Leben siehst! 🙂

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