Camping Ausrüstung - 10 Basic-Kits leicht und effizient packen

Camping Ausrüstung – 10 Basic-Kits leicht und effizient packen

Kategorien: Outdoor & Natur
Lesezeit: 19 Minuten

Du brauchst Abwechslung zur Monotonie des Alltags? Du sehnst dich nach einem Rückzugsort, an dem du einfach abschalten kannst? Würdest du gerne beim nächsten Urlaub auf Abenteuerreise gehen und unter den Sternen zelten, weißt aber nicht, welche Camping Ausrüstung benötigt wird und wo man diese überhaupt besorgen kann? Kein Problem! In diesem Blogartikel erhältst du einen guten Überblick über die wichtigsten Items, die zu jeder Camping Ausrüstung gehören und für reibungsloses Campen unverzichtbar sind. Denn gute Vorbereitung ist die halbe Miete!

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Welche Motive man dabei auch immer haben mag: viele Menschen sehnen sich nach der Schlichtheit eines Camper-Lebens. Ihr Herz zieht sie hinaus in die Natur und eine merkbar immer größere Anzahl bevorzugt statt des üblichen, überteuerten x-Sterne-Hotel einen naturbelassenen Campingplatz: Ein kühler, klarer See statt eines künstlichen, verchlorten Pools. Natürliches Sonnenlicht statt schriller Weckergeräusche zum Aufstehen. Frische, belebende Luft statt künstlicher Klimaanlage. Klingt vorzüglich, nicht?

Die Liste geht endlos weiter, auch, wenn man beim Campen eventuell auf ein paar Komfort- und Luxusgüter verzichten muss. Um dennoch seine Basic-Needs abdecken und zusätzlich einen gewissen Komfortlevel erreichen zu können, ist eine vollwertige Camping Ausrüstung obligatorisch. Bevor es zur Camping Ausrüstung selbst geht, müssen wir noch herausfinden, welche Arten des Campens es denn überhaupt gibt und welche davon dich am meisten anspricht.

Bist du gerne draußen unterwegs und würdest gerne Gruppen in der Natur führen? Beim Diplomlehrgang zum OUTDOOR GUIDE lernst du alles dafür Nötige: Von Campgestaltung über Orientierung bis hin zu Notfallmanagement, rechtliche Grundlagen, sowie Materialkunde.Jetzt informieren!

Arten des Campings

Um zu erfahren, welcher Outdoor-Typ du bist, kannst du unser NEVEREST Quiz machen. Klick hierfür einfach auf diesen Link! Je nach Camping-Art und persönlichem Bedarf an Bequemlichkeit und Stil packt man seinen Rucksack – oder den Kofferraum – nämlich recht unterschiedlich.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns primär auf das Packen eines Trekking-Rucksacks, komprimiert vollgeladen mit der wichtigsten Camping Ausrüstung, für ein reibungsloses Nächtigen im Outdoor. In der folgenden Auflistung fassen wir dir kurz die verschiedenen Arten des Campens zusammen:

Zeltcamping

Wie der Name schon sagt wird hier ganz klassisch in einem Zelt genächtigt. Meist macht man das auf einem Campingplatz für ein paar Tage oder Wochen. Das Zelt bleibt hierbei für die gesamte Dauer des Aufenthaltes am selben Platz aufgebaut.

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Survivalcamping

Diese Art des Campens ist der pure Adrenalinkick. Wer von euch vielleicht den Survival-Profi Bear Grylls kennt, weiß, was einen – zumindest annähernd – erwarten kann. Die Camping Ausrüstung wird auf das Minimalste reduziert, beziehungsweise wird gar der Unterschlupf nur mit Naturmaterialien selbst gebaut oder ein guter natürlicher Schlafplatz gesucht. Die Nahrung wird aus wilder Natur erbeutet und wird gerne am offenen Feuer zubereitet, welches zusätzlich Schutz und Wärme bietet.

Aber Achtung! Geplantes Nächtigen sowie offenes Feuer auf öffentlichem oder anderwärtig gehörigem privatem Grund ist in Österreich grundsätzlich verboten, wenn nicht ausdrücklich erlaubt, wie beispielsweise auf Campingplätzen! Möchtest du dies machen, musst du den Grundbesitzer um Erlaubnis fragen, dir eine schriftliche Einverständniserklärung geben lassen oder auf deinem eigenen Grund ein kleines Survival-Abenteuer starten.

Du bist der absolute Survivalist, Prepper, oder wolltest schon immer mehr darüber erfahren, was Bushcraften genau ist und wie es geht? Dann ist unser Blog „Bushcraft in Österreich: Trend oder Hype?“ genau das Richtige für dich! Dort erfährst du auch mehr darüber, wie die Situation rechtlich in Österreich für Bushcrafter und Camper so aussieht.

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Glamping

So ziemlich das Gegenteil vom Survivalcamp ist das sogenannte Glamping; eine Wortzusammensetzung aus „glamourösem Campen“. Hier verzichten die Camper nicht auf den Luxus einer voll ausgestatteten Unterkunft wie etwa eine Jurte, eine Hütte, ein Baumhaus, edle Tipis oder gar Öko-Lodges und Villen. Die Verbindung aus unmittelbarer Natur und einer gemütlichen Bleibe reizt viele Urlauber und gewinnt immer mehr an Beliebtheit.

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Campingbus, Kastenwagen, Wohnmobil, Wohnwagen, …

Während ein Wohnwagen nur ein ans Auto anzuhängender Wohnbereich auf Rädern ist, ist ein Wohnmobil selbst schon ein vollständig fahrbares Transportmittel mit inkludiertem Wohnraum. Der Kastenwagen hingegen ist ein für das Campen ausgebautes und umfunktioniertes, früheres Nutzfahrzeug. Ein Lieferwagen ist beispielsweise auch im Alltag ein gut gebräuchlicher Kraftwagen. Noch kleiner und wendiger ist der Camperbus, welcher die Form eines typischen Transporters oder Kleinbusses hat. Recht bekannt sind hier die retro-VW-Busse, die als Camper umgebaut wurden.

Doch eine Gemeinsamkeit haben alle diese unterschiedlichen Häuser auf Rädern: Man ist flexibel beim Reisen, mobil im Straßenverkehr und kann, im Vergleich zur Rucksackreise, viel Gepäck und Camping Ausrüstung mitnehmen. Ein Nachteil hingegen ist, dass man mit diesen großen Transportern nicht auf kleinen Wanderwegen unterwegs sein kann und zusätzlich höhere Spritkosten in Kauf nehmen muss.

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Trekking, Backpacking, Biwakieren, Bergsteigen …

Wer lieber auf abgelegenen Trampelpfaden unterwegs ist, dem ist das Reisen zu Fuß und bloß mit Rucksack bepackt zu empfehlen. Die Unterschiede zwischen Trekking, Backpacking, Biwakieren und Bergsteigen sind klein aber fein:

Beim Trekking gibt es ein klar definiertes zu erreichendes Ziel, während dies beim Backpacken nicht der Fall sein muss. Häufig wird beim Backpacken frei und selbstbestimmt zwischen verschiedenen Orten gereist. Auch muss Backpacking nicht unbedingt eine Reise zu Fuß bedeuten. Man kann stattdessen auch, mit einem Rucksack ausgerüstet, mit anderen Transportmitteln reisen und auch in festen Unterkünften nächtigen.

Beim Trekking wird ausschließlich in Zelten, Hängematten, unter einer gespannten Plane, einem luftigen Tarp oder komplett unter freiem Himmel geschlafen. Beim Biwakieren zum Beispiel – eine Art des Trekkings – verzichtet man gänzlich auf ein Dach über dem Kopf und verbringt die Nacht unter den Sternen nur auf Isomatte im Schlafsack und darüber gezogenem Biwak.

Das Bergsteigen ist eine äußerst fordernde noch anstrengendere Form des Wanderns oder Trekkings, welche das Begehen und/oder Erklettern eines Berges bezeichnet.

Doch die große Gemeinsamkeit dieser Reisearten, welche alle untereinander teilen, ist folgende: Auf einer mehrtägigen Wanderung muss die gesamte Camping Ausrüstung selbst getragen werden, weshalb ein leichtes und effizientes Packen angesagt ist. Mehr Komfort bedeutet hier auch mehr Gewicht. Wer auf Luxusprodukte verzichten kann, muss weniger schleppen. Doch nun endlich zu der unabdingbaren Camping Ausrüstung für Trekker:

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Camping Ausrüstung – The Big Three

„The Big Three“, zu deutsch „Die Großen Drei“, sind die drei elementaren Teile einer Camping Ausrüstung. Sie bilden auch das sogenannte „Basisgewicht“ der Camping Ausrüstung. Alles was bezogen auf den Einsatzzweck noch dazu kommt (Wasser, Nahrung, Zusatzausrüstung,…) nennt man „Zusatzgewicht“. Es macht Sinn zuerst das Basisgewicht zu optimieren, da es unumgänglich ist.

Folgende Punkte der Camping Ausrüstung werden unter der jeweiligen Überschrift als eine Einheit mehrerer zum selben Zwecke dienender Gegenstände gesehen und am besten auch so verpackt. Dafür kannst du zum Beispiel dünne Nylon-Dry-Bags, also sehr leichte und kleine wasserdichte See-Säcke, benutzen. So hast du in deinem Rucksack mehr Überblick und gleich alles päckchenweise für jeden einzutretenden Fall schnell parat.

Außerdem musst du dir dann nicht mehr so viele Sorgen um mögliche Durchnässung des Rucksacks und damit der Camping Ausrüstung machen, da sowieso jede „Einheit“ separat wasserdicht verpackt ist. Eine billigere Variante zu gekauften Nylon-Beuteln wäre, einfach handelsübliche Plastiksäcke zu benutzen und diese mit einem Clip oder per Knoten zuzubinden. Diese sind jedoch nicht so strapazierfähig und haben eine geringe Lebensdauer.

Transportmittel

Die Voraussetzung eines jeden Campers ist ein Transportmittel, mit welchem er die Camping Ausrüstung überhaupt mitnehmen und weiter befördern kann. Ein Trekking Camper muss die gesamte Camping Ausrüstung in seinem Rucksack selbst tragen. Ein Wohnmobil Camper hat den Vorteil, dass er ein ganzes Fahrzeug hat, um seine Camping Ausrüstung überall mitzunehmen. Doch selbst für diesen ist ein guter Rucksack zu empfehlen, um immer flexibel für potentielle Tagestrips zu sein.

Man kann entweder zuerst die Ausrüstung besorgen und sich dann einen passenden Rucksack dazu suchen oder die Ausrüstung bezüglich Größe und Gewicht zu einem bereits vorhandenen Rucksack auswählen. Das Gewicht des zu tragenden Rucksacks ist optimalerweise ein Fünftel des eigenen Körpergewichts. Grenzwertig ist das Rucksackgewicht schon, wenn er ein Drittel so schwer ist wie man selbst. Maximalgewicht eines Rucksacks sind 40 Kilogramm.

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass bei einem Rucksack alle Inhalte sich wirklich darin befinden sollten und nicht außen, wie auf einem behängtem Weihnachtsbaum, herumtaumeln. Das konstante Schwingen irritiert nur beim Wandern und selbst außen straff befestigte Gegenstände beschweren den Rucksack aufgrund des größeren Abstandes zum Rücken und der daraus resultierend höheren Hebelwirkung um ein Vielfaches. Lieber also einen Rucksack kaufen, welcher groß genug ist – oder volumenärmere Camping Ausrüstung besorgen!

Alternativ zu einem klassischen Rucksack ist eine Kraxe, welche ebenfalls getragen werden muss. Ziehbare Transportmittel sind die Pulka, der Schlitten oder auch Akia. Der Nachteil bei dieser Transportmöglichkeit ist die Reibung. Idealerweise sollte diese hier sehr gering sein, wie etwa in Schneelandschaften, um Reibungsenergie einsparen zu können. Weiters kann man seine Camping Ausrüstung auch auf Rollen per Sulky oder einer Bahre hinter sich nachziehen, doch auch hier muss die Beschaffenheit des Untergrunds dafür passen.

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Witterungsschutz und Kleidung

Egal in welcher Klimazone oder zu welcher Jahreszeit du am Campieren bist, Witterungsschutz brauchst du immer, um vor Wind, Regen, Schnee, Sonne etc. geschützt zu sein. Um allen Bedingungen gewappnet zu sein, brauchst du in deiner Camping Ausrüstung einen passenden Schutz für jede Witterung.

Zelt, Tarp, Plane oder Biwaksack sollen also vor Wind, Kälte und Nässe schützen. Wähle deinen Unterschlupf je nach Jahreszeit, Umgebung und Vorlieben. Eine zu empfehlende, verlässliche Zeltmarke ist „Hilleberg the Tentmaker“. Dies sind die verschiedenen Arten, zwischen denen du bei Zelten wählen kannst:

Ein Kuppelzelt ist einfach aufgebaut, bestehend aus überkreuzten Bogenstöcken, womit es ein rundes, recht geräumiges Inneres bietet. Ebenso ein Tunnelzelt, das seine Bogenstöcke hingegen parallel aufgestellt hat und verhältnismäßig wenig Packplatz in Anspruch nimmt. Ein Vis-à-Vis-Zelt ist wie ein Tunnelzelt, mit dem einzigen Unterschied, dass die Einteilung des Innenraums abweicht.

Das typische Pyramidenzelt ist schnell aufzubauen – mit einem starken Stock in der Mitte – und ist durch seine Form äußerst sturmfest und nässeresistent. Ein Pop-Up Zelt punktet mit der geringsten Aufbau-Zeit: Einfach in die Luft werfen und das Zelt hat sich bereits selbstständig aufgestellt. Nur noch mit Spannleinen und Heringen befestigen und fertig.

Aber auch die Kleidung soll gut gewählt sein und als Witterungsschutz dienen. Regenjacke und Regenhose kommen in die Camping Ausrüstung eines jeden Wanderers. Eine angemessene (Zip-)Hose, angenehme Shirts, funktionale Unterwäsche und wärmende (Fleece-)Jacken sind ein Muss! Auch ein gutes Schuhwerk ist unerlässlich! Mütze oder Stirnband, Handschuhe, Schal oder Schlauchtuch für den kalten Abend und Kappe oder Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme für die Mittagshitze sind ebenfalls empfohlen mit einzupacken.

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Schlafsystem

Ausreichend Schlaf ist lebenswichtig, besonders wenn man sich bei einer Trekking-Tour körperlich ausgiebig bewegt. Um erholsam schlafen zu können und nicht auszukühlen benötigst du also ein gutes, vollständiges Schlafsystem. Dies besteht aus einem Schlafsack und einer Unterlagsmatte.

Beim Schlafsack ist darauf zu achten, dass er ideal auf die Umstände und Wetterlagen der Reise angepasst ist: Sommerschlafsäcke für warme Nächte über 10°C und Winterschlafsäcke für Temperaturen bis hin zu -18°C. Dann gibt es noch eine Zwischenstufe der beiden eben genannten Schlafsäcke: der Allrounder 3-Jahreszeiten-Schlafsack. Dieser hat einen Komfort-Temperaturbereich zwischen -4°C bis +9°C, womit er dich beim Großteil der üblichen Umweltbedingungen warm halten kann. Expeditions-Schlafsäcke sind etwas für echte Wintercamper, die sich bei Temperaturen unter -19°C hinaus wagen!

Nun sind Schlafsäcke entweder mit natürlichen Daunen oder mit Kunstfasern gefüllt. Daunenschlafsäcke haben den Vorteil, dass sie sehr leicht sind, ein äußerst kleines Packmaß haben und trotzdem eine hohe Isolationsfähigkeit, Schlafkomfort plus eine lange Lebensdauer bieten. Dafür sind Daunen dementsprechend teurer und auch empfindlicher bei Nässe und Feuchtigkeit. Kunstfaserschlafsäcke hingegen sind günstiger, pflegeleichter und schneller trocknend. Nachteile der synthetischen Isolationsschicht ist ihr höheres Gewicht und größeres Packmaß sowie die geringere Lebensdauer.

Auch in der Form unterscheiden sich Schlafsäcke; so gibt es den besonders effizient geschneiderten Mumienschlafsack mit sehr guter Wärmeisolierung, den Deckenschlafsack für mehr Bewegungsfreiheit und den eiförmige Schlafsack, welcher ein guter Kompromiss aus Effizient und Schlafkomfort ist. Die Entscheidung obliegt jeder Person selbst, welche Form und Füllung der Schlafsack haben soll, und ist nach den individuellen Prioritäten und Vorlieben zu wählen. Dasselbe gilt auch für die Isomatte:

Bei der Unterlagematte hast du die Wahl zwischen einer roll- oder faltbaren Schaumstoffmatte, einer selbst aufblasbaren Isomatte, einer Thermomatte oder Luftmatratze. Wer nicht ohne einen Kopfpolster schlafen kann, der hat die Möglichkeit, entweder ein Schaumstoffkissen, einen aufblasbaren Polster oder eine U-förmige Nackenstütze zur Hand zu nehmen.

Zusätzlich wäre eine Schlafsackeinlage wie ein Vapor-Barrier-Liner, also eine Dampfsperrschicht zwischen dir und deinem Schlafsack, sinnvoll; Vor allem bei längeren Trekking-Touren, bei sehr kalten Temperaturen, bei feuchtem Klima und wenn du in der Nacht recht viel schwitzt. Der VBL schützt so deinen Schlafsack davor, von innen feucht und dadurch bei einer kühlen Außentemperatur klamm zu werden und somit seine isolierende Funktion zu verlieren.

Camping Ausrüstung – 7 weitere wichtige Sets

Es gibt eine 3er-Regel, die besagt, dass ein Mensch durchschnittlich 3 Minuten ohne Sauerstoff überleben kann, 3 Stunden bei extremen Temperaturen, 3 Tage ohne Wasser, 3 Wochen ohne Nahrung und 3 Monate ohne soziale Kontakte überstehen kann. Alles darüber wird schnell kritisch und lebensgefährlich! Mit den „Big Three“ hast du schon einmal die dringendste Priorität gedeckt: Einen Unterschlupf. Doch auch weitere Versorgung, Notfall-Kits, Orientierungs- und Kommunikationsmittel sind wichtig, um erfolgreich Campen und Trekken zu können.

Folgende Gegenstände sind noch zusätzlich wärmstens empfohlen, zur Camping Ausrüstung hinzuzufügen:

Orientierungs-, Kommunikationsmittel und Elektronik

Heutzutage verlassen sich viele Menschen, wenn es ums Thema Orientierung geht, auf die Navigations-App ihres Smartphones. Doch die Fähigkeit, sich mit Karte und Kompass zurechtzufinden, ist trotz der fortgeschrittenen Technik unbedingt zu erlernen. Denn wenn der Akku deines Handys leer geht oder du an Orten ohne Empfang wanderst, ist dieser Skill vonnöten. Neben Smartphone, Ladegerät, Akkus und Reservebatterien für alle elektrischen Geräte ist also auch topografisches Kartenmaterial der Örtlichkeit und ein Kompass mitzunehmen. Optional sind auch GPS-Gerät oder Höhenmesser und Solarladegerät. Ein Must-Have jeder Camping Ausrüstung sind Taschenlampe und/oder bevorzugt Stirnlampe für die Nacht.

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Survival-Kit

Ein Survival-Kit ist eine kleine Ausstattung an Items, die einem beim Aufenthalt in der Wildnis zum Überleben verhelfen soll. Es gibt viele Anbieter, die solch ein bereits fertig zusammengestelltes Kit anbieten. Um es kurz zu fassen, ist hier eine Check-Liste für dich der grundlegenden Gegenstände eines Survival-Sets, um deine Camping Ausrüstung damit zu ergänzen:

  • (Klapp-)Messer / Multitool
  • Survival Armband / Paracord-Seil
  • Feuerzeug / -stahl / Streichhölzer
  • Notfalllicht / -fakel
  • Taktikstift
  • Schweizer Karte
  • Trillerpfeife
  • Pfefferspray / Tierabwehrspray
  • Tape
  • Karabinerhaken
  • Draht & Drahtsäge
  • Angelzubehör
  • Nähzeug
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Erste-Hilfe-Set und Reiseapotheke

Für einen akuten Notfall wie eine starke Verletzung oder auch nur für eine störende Blase an der Ferse ist ein Erste-Hilfe-Set immer griffbereit bei sich zu tragen. Auch diese sind in Shops und online schon fertig verpackt erhältlich. Die wichtigsten Bestandteile eines First-Aid-Kits, die in jede Camping Ausrüstung gehören, sind diese:

  • Dreieckstuch
  • Rettungsdecke
  • Mull- und Fixierbinden
  • Wundkompressen
  • Wundpflaster
  • Wundnahtstreifen
  • Verbandschere
  • Sicherheitsnadeln / Verbandklammern
  • Einmalhandschuhe
  • Pinzette
  • Skalpellklinge
  • persönliche Medikamente (Allergien?: EpiPen!)
  • Magnesiumtabletten
  • Insektenschutz

Wasser

Um beim Wandern, Trekking, Bergsteigen oder welche Aktivität du sonst so beim Campen machst, fit zu bleiben, ist Hydration ein unverzichtbares Fundament. Wasser ist ein Gut, ohne das dein Körper schlicht nicht arbeiten kann und gerade an Tagen, an denen du dich körperlich verausgabst und ins Schwitzen kommst, ist es von höchster Wichtigkeit, die verlorene Wassermenge wieder nachzutrinken, um Dehydration und deren gefährliche Folgen zu vermeiden.

Damit du stets ausreichend Flüssigkeit mit dir führst, brauchst du eine oder zwei gute Wasserflasche(n), welche insgesamt mindestens 2 Liter fassen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Verschluss auch wirklich 100% dichtet und die Flasche nicht rinnt.

Für kalte und hohe Gebiete haben sich Thermosflaschen gut bewährt, aus welchen man den Tee stets warm genießen kann. Manch ein Wanderer bevorzugt auch ein Trinksystem, also einen Wasserbeutel, aus welchem er mithilfe eines Schlauches auch beim Gehen trinken kann. Dies kann durchaus praktisch sein und hilft, schluckweise über den Tag verteilt immer genug zu trinken.

Bei langen und abgelegenen Trekking-Routen, auf welchen kein Zugang zu trinkbarem Wasser besteht, solltest du auch immer einen Filter zur Wasseraufbereitung mitführen, wie einen Outdoor-Wasserfilter, einen Steri-Pen oder Entkeimungs-Tabletten.

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Nahrung

Viele haben das Bild vor Augen, dass der gesamte Speiseplan eines Campers von Bohnen aus der Dose besteht. Doch diese Ernährungsweise ist nur eine von mehreren Auswahlmöglichkeiten an Camping-Nahrung.

Bei der Nahrung, welche mitgenommen wird, ist es wichtig, dass sie haltbar und nahrhaft ist bei gleichzeitig geringem Volumen und Gewicht. Ausgezeichnet eignet sich hier Trockennahrung: Alles über fetthaltige, energiereiche Nüsse und Samen, dehydriertes Gemüse und Obst und sattmachendes Trockengetreide ist optimal. Ein schön ausgeglichener Snack ist zum Beispiel ein selbst gemachter Müsliriegel aus Nüssen deiner Wahl, Datteln oder anderen Trockenfrüchten und Haferflocken – super komprimiert und nährstoffreich.

Eine weitere Option ist fertige Trekkingnahrung aus der Tüte. Diese muss man nur mit heißem Wasser übergießen und erhält dadurch eine vollständige warme Mahlzeit. Doch oft sind diese Tütengerichte recht teuer und manchmal auch nicht ganz so natürlich. Aber du kannst dir ein Tütengericht auch einfach selber machen; Kartoffel-, Hirse- oder ähnliche Flocken mit getrockneten Gemüsestückchen und Gewürzen in einen wieder verwendbaren Silikonbeutel geben und fertig! Süß als Porridge geht das ganze natürlich auch!

Outdoor Küche

Damit du deinen Tee und deine Mahlzeiten auch kochen kannst brauchst du Feuer. Für eine Feuerstelle ist eine Anzündhilfe äußerst nützlich, wenn es windig und feucht ist. Ein kleiner Tipp am Rande: In Vaseline getunkte Tampons sind ideale Feuerstarter! Wenn du einen Brenner benutzt, kannst du dich zwischen einem Gaskocher, Spiritusbrenner, Multi-Fuel-Kocher oder einem Hobo-Holzofen oder einem Holzvergaser entscheiden.

Alle Koch-Arten haben ihre Vor- und Nachteile. So muss man bei Gaskochern immer wieder neue Gaskartuschen kaufen, während der Hobo sich mit Holz und Biomasse aus der Natur zufrieden gibt. Dafür ist der Gaskocher besser regulierbar und oft effizienter als ein Holzofen. Der Multi-Fuel-Kocher hat den Vorteil, dass er sich mit verschiedenen Brennstoffen betreiben lässt: Benzin, Kerosin, Petroleum und manchmal sogar Diesel und Rapsöl oder Gas kann verwendet werden.

Erforderlich sind nun noch ein feuerfester Topf (aus Titan), Umrühr- und Schöpf-Utensilien, Besteck zum Essen (z.B. mulitfunktionaler Spork) sowie auch Teller oder Schüssel und Tasse. Hast du all dies in deiner Camping Ausrüstung dabei? Dann kann deinem warmen Abendessen nichts mehr im Wege stehen! 😀

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Sanitär und Hygiene

Nach dem Essen muss auch wieder abgewaschen werden: Ein ökologisches Spülmittel, Schwamm und Geschirrtuch werden hier gebraucht. Jegliche anfallende Abfälle müssen wieder ordnungsgemäß entsorgt werden – Müllsäcke also nicht vergessen! Für verschwitzte Kleidung ist ein natürliches Waschmittel zu empfehlen und auch wenn du dich in einem See oder Fluss baden willst, achte auf biologisch abbaubares Shampoo! Reisehandtuch und Toilette-Tasche mit Zahnputzzeug etc. gehören auch zu jeder Camping Ausrüstung. Wenn du dein Geschäft erledigen musst, sind schnell verrottendes Toilettenpapier und ein Klappspaten gut angeraten.

Shops für Camping Ausrüstung

Zu besorgende Camping Ausrüstung ist im gut sortierten Fachhandel vor Ort, wo man im Idealfall auch ausprobieren kann, besser gekauft als in einem online Shop, wo das gelieferte Produkt möglicherweise nicht den erhofften Erwartungen entspricht. Bei Camping Ausrüstung, auf die du dich gegebenfalls unter widrigen Bedingungen verlassen können musst, lohnt es sich, die Zeit beim Aufsuchen eines Shops zu investieren.

Für eine „ultralight“ Trekking und Camping Ausrüstung ist der trekking-lite-store eine gute Wahl. Online etwas zu kaufen ist nur zu raten, wenn du das Produkt schon gut kennst und es vielleicht verloren wurde oder irreparabel kaputt ist. Wenn du deine kaputte Camping Ausrüstung jedoch noch reparieren könntest, dann sind diese zwei Online-Shops zu empfehlen: extremtextil und tacticaltrim.de. Sie bieten Outdoor-Stoffe, Zubehör und Werkzeuge zur Reparatur an.

Doch wichtiger als eine Marken- oder Shop-Empfehlung ist es, nach Möglichkeit vor dem Kauf im Shop vor Ort selbst ausprobieren, einstellen und anpassen zu können. Es nützt die beste Ausrüstung nichts, wenn sie nicht deinen Bedürfnissen entspricht beziehungsweise du nicht so gut damit umgehen kannst.

Empfehlenswert ist hier der Besuch einer Globetrotter-Filiale in Deutschland. Neben Top-Beratung gibt es dort auch Klimaräume und Indoor-Pools, wo man unter realistischen Bedingungen die Camping Ausrüstung testen kann. Davon abgesehen bietet Globi auch eine sehr umfangreiche Infothek zu den Produkten online an.

Der Besitz von Outdoor- und Campingausrüstung lässt sich recht gut mit der Gauß’schen Glockenkurve vergleichen.

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Wenn man bei 0 anfängt kauft man sich zuerst wenige günstige Sachen. Je öfter man draußen aktiv ist, umso mehr und besseres Equipment kommt dazu, weil man Erfahrung sammelt, was für einen passt und was nicht. Ist man Outdoor-Profi behält man sich nur die wenigen Sachen, die perfekt für einen sind. Der Rest wird verkauft oder verschenkt, weil Pflege, Wartung und Lagerung sonst unverhältnismäßig wären.

Jeder benötigt also individuell auch ein bisschen etwas anderes und eignet sich durch Erfahrung seine ganz eigene angepasste Zusammenstellung an. Alle zum Mitnehmen empfohlenen Items sind fettgedruckt, wodurch du sie ganz einfach als Checkliste für deinen nächsten Camping Ausflug benutzen kannst, damit du auch ja nichts vergisst! Wenn du ein Camping-Anfänger bist, nutze diese Checkliste und probiere es einfach in der Praxis aus und schau, was du wirklich brauchst, ob du noch etwas dazufügen möchtest oder weglassen kannst.

Wir hoffen, dir durch unseren Blog einen guten groben Überblick der wichtigsten Teile einer Camping Ausrüstung gegeben zu haben und wünschen dir noch viel Spaß beim Packen und ein abenteuervolles Campieren! 😀

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