Erlebnispädagogik im Winter | NEVEREST Lifelong Learning
Erlebnispädagogik im Winter

Erlebnispädagogik im Winter

Erlebnispädagogik im Winter: 10 lustige Schnee- und Kälteabenteuer für eine coole Winterzeit

Die Klassiker kennen wir alle: Schneemann (bzw. Schneefrau 😉 ) bauen, Schneeengel machen oder Schneeschuhwandern. Aber was können wir sonst noch im Winter draußen unternehmen. Hier findest du 10 erlebnispädagogische Winterübungen, Winterspiele und Winterabenteuer für die unterschiedlichsten Altersklassen. Viel Spaß beim Ausprobieren und beim Aufwärmen in der Kälte mit Erlebnispädagogik im Winter.

Erlebnispädagogik im Winter: Bewegungsübungen in der Kälte

Bewegung ist in der Kälte das Um- und Auf. Gerade wenn ihr länger draußen seid, braucht es zwischendurch immer wieder Aufwärmübungen. Daher starten auch wir hier mit Bewegungsübungen.

Schneeballrallye

Hier brauchst du eine gleiche Anzahl an Teilnehmenden, die jeweils paarweise zusammengehen und gegeneinander antreten. Jedes Team benötigt einen etwa faustgroßen Schneeball. Dieser wird auf dein Kommando zwischen Körperteilen eingeklemmt. Etwa zwischen den Schultern der beiden, der Stirn, dem Rücken, etc. So soll das Team nun eine vorgegebene Strecke zurücklegen. Wer hierbei am schnellsten ist, ohne den Schneeball zu verlieren gewinnt.

Alter:
Egal – Dieses Winterspiel ist mit allen Zielgruppen lustig. Auch Erwachsene haben bei dieser Schneeaction einen großen Spaß.

Bussarde auf Mäusejagd im Schnee

Bei diesem Winter Laufspiel wird jedem ausgefrorenem Winterkind wieder warm. Alle Kinder sind Bussarde und versuchen mit Schneebällen die Maus zu treffen. Ein Kind bekommt eine Schnur in die Hand, an der ein buntes Stofftuch befestigt ist. Dieses Tuch ist die Maus, die von den Schneebällen getroffen werden soll. Das Kind, das die Schnur mit der Maus in der Hand hat, läuft mit der Maus herum, versucht sie über den Schnee hüpfen zu lassen und die Bussarde versuchen mit Schneebällen die Maus (das Stofftuch) zu treffen. Wer getroffen hat, darf als nächstes die Maus führen.

Alter:
Vom Kindergartenalter bis Anfang der Pubertät macht das Spiel vielen Kindern Spaß. Je kleiner die Kinder sind, desto schwieriger wird es mit dem Schneeballwerfen, da benötigen sie teilweise Hilfe beim Schneeballformen. Je älter die Kinder werden, desto herausfordernder ist der Safetytalk. Es soll ja schließlich nicht absichtlich auf das Kind geschossen werden, sondern nur auf das Stofftuch.

Iglu bauen und vielleicht sogar darin schlafen: der Höhepunkt für Erlebnispädagogik im Winter

Wir lieben es bei unserem Erlebnispädagogik-Lehrgang ein eigenes Iglu zu bauen und darin zu schlafen. Das ist für viele eines der Highlights von Erlebnispädagogik im Winter. Wer ein Iglu bauen möchte, benötigt allerdings einiges an Schnee und Zeit. Je nach Schneelage und Ausdauer der Baumeisterinnen und Baumeister gibt es mehrere Möglichkeiten.

  1. Ein Schneeloch graben. In einen Hang hinein wird ein Schneeloch geschaufelt, das gerade so groß ist, dass ein Erwachsener liegend darin Platz hätte oder gerade so, dass die Kinder hineinkrabbeln können und Spaß haben. Bei Kindern reicht diese Methode meist vollkommen aus, um etwas Spaß zu haben in ihrer Schneehöhle.
  2. Den Haufen ausschaufeln. Vor einer Frostnacht wird Schnee auf einen großen Haufen geschaufelt und mit Wasser übergossen. Am nächsten Tag kann man dann das Innere, das deutlich weicher geblieben ist herausschaufeln und das Iglu ist fertig.
  3. Die aufwändigste aber auch beeindruckendste Iglubau-Methode ist das Ausstechen von Ziegeln. Hierfür kann man sich stabile Kisten zur Hilfe nehmen. In diese Kisten wird der Schnee geschaufelt, dann wird der Schnee sehr fest geklopft oder gestampft, so dass gute Ziegel entstehen. Dann werden reihum die Ziegel aufgelegt. Auch die Tür bleibt noch verschlossen. Die wird erst am Ende ausgestochen. Ratsam ist, dass ein paar Baumeister im Inneren des Iglus arbeiten und ein paar außen. Und immer schön die Fugen verputzen. Für diese Methode benötigt man deutlich mehr Baumeisterinnen und Baumeister und sehr viel Zeit. Dafür ist das Ergebnis dann wirklich sehr beachtlich und geräumig im Inneren. Hier verbringt man wirklich gerne und gemütlich eine Nacht im Freien.

Detektivübungen für Erlebnispädagogik im Winter

Erlebnispädagogik im Winter bietet Kindern die Möglichkeit ihren Forschergeist auszuleben und als Detektive die Natur zu erforschen.

Weiß weiß weiß

Bei dieser Übung benötigst du 10 weiße oder ziemlich weiße Gegenstände. Das können größere wie kleinere sein, die du auf einer Schneefläche verteilst. (weißer Teller, weiße Tasse, Taschentuch, Klopapierrolle, weißer Kugelschreiber, etc.) Nun sind die Detektive an der Reihe. Wie viele weiße Gegenstände können sie im weißen Schnee finden?

Alter:
Diese Übung eignet sich bereits ab dem Kindergarten. Und je nach Größe der Gegenstände ist es für unterschiedliche Altersklassen interessant.

Spurensuche im Schnee

Der Winter ist die Jahreszeit, in der man Tierspuren am besten entdecken kann. Der Schnee macht es möglich, dass wir das Verhalten von Tieren über viele Meter nachverfolgen können und genau das ist die Aufgabe:

Wie viele Tierspuren könnt ihr im Schnee entdecken? Folgt einer Spur eurer Wahl und macht euch Gedanken was das Tier wohl gemacht hat, an Stellen wo es offensichtlich stehen geblieben ist, oder die Richtung geändert hat. Hat das Tier sonst auch noch Spuren hinterlassen, außer seinen Pfotenabdrücken? Hat es wo geknabbert, hat es wo Kot hinterlassen, wie sieht dieser aus, bei Hasen oder bei Rehen etwa. Diese Spurensuche klingt anfangs vielleicht nicht sehr spektakulär, ist für Kinder aber oft ein großes Winterabenteuer, da die Hoffnung groß ist, vielleicht auch auf das Tier selbst zu treffen. ERlebnispädagogik im Winter vom Feinsten. 😉

Alter:
von klein bis groß

Schneeflocken studieren

Detektive benötigen Lupen um alles genau betrachten zu können. Wer sich Schneekristalle durch eine Lupe ansieht wird feststellen, wie zauberhaft und doch unterschiedlich diese sind.

Am besten funktioniert dies wenn es schneit. Legt euch ein schwarzes Tuch in den Schnee, das die Schneeflocken auffängt und dann sind die Detektive an der Reihe um die Schönheit der Schneeflocken zu erkunden. Wie von einer anderen Welt.

Tipp: Den Stoff zuerst kurz ins Gefrierfach legen, damit die Schneeflocken besser liegen bleiben.

Alter:
von klein bis groß

Erlebnispädagogik im Winter – Kreativitätsübungen mit Schnee und Eis

Eismobile

Wunderschön, ist das richtige Wort für diese erlebnispädagogische Winterübung. Habt ihr schon mal ein Bäumchen gesehen, das an jedem Ast ein Eismobile hängen hatte? Einfach traumhaft anzusehen und ganz einfach mit Naturmaterialien zu fertigen.

So wird’s gemacht:

Alles was ihr benötigt sind flache Behältnisse und etwas, das als Schnur zum Aufhängen fungiert. Wir verwenden am liebsten Schilf, da das Wintermobile dann gänzlich in der Natur hängen bleiben kann. Wenn du Schnüre verwendest, diese bitte unbedingt wieder entfernen, sobald die Mobile weggeschmolzen sind. Als flaches Behältnis eignen sich Backhilfen aus Silikon für Muffins oder Sandspielzeug besonders gut, da man da das Eis relativ einfach herauslösen kann.

Jetzt wird es kreativ: Jede Künstlerin und jeder Künstler legt zuerst die Schnur in das flache Behältnis und sammelt dann Naturmaterialien seiner oder ihrer Wahl. Nun werden die Naturmaterialien ebenfalls in das flache Behältnis gegeben und mit Wasser aufgegossen. Die Kunstwerke über Nacht bei Minusgraden im Freien stehen lassen und am nächsten Tag können sie bereits auf Bäumen befestigt werden. Tipp: Je bunter die eingeschmolzenen Gegenstände sind, desto schöner sind die Mobile. Hagebutten findet man etwa im Winter für schönes rot, grün beiben ohnehin zahlreiche Pflanzen im Winter, vielleicht findet ihr blaue Schlehen. Auch hierbei kann man vorher ein Detektivspiel machen. Wie viele unterschiedliche Farben findet ihr in der Natur auch im Winter?

Alter:
von klein bis groß

Schneeigel

Es muss nicht immer der Schneemann sein. Kleine Kinder können bei einem Schneeigel noch besser helfen. Zuerst werden bei dieser Landart Übung einfache Haufen für die Igel gemacht und diese wie bei einem Igel auf einer Seite spitz zugeformt, für die Nase. Also ein länglicher Hügel, der auf einer Seite spitz zusammen läuft. Nun dürfen die Kinder viele viele Steckerl und Stöckchen sammeln, die den Igeln dann auf den Rücken gesteckt werden. Je nach Ehrgeiz und Laune entsteht hier eine ganze Igelfamilie in unterschiedlichen Größen. Natürlich kann man auch klitzekleine Babyigel machen und diese mit Tannen oder Fichtennadeln bestecken.

Alter:
für die ganze Familie

Der Schneeturmbau

Ähnlich wie bei Jenga versuchen die Mitspielenden bei dieser Winterübung gemeinsam einen möglichst hohen Turm aus flachgedrückten Schneebällen und Klötzen zu bauen. Reihum legt jedes Kind bzw. jeder Erwachsene immer nur einen flachen Schneeklotz auf den Turm, so lange, bis der Turm einstürzt. Wie hoch schafft es die Gruppe gemeinsam?

Alter:
von klein bis groß

Die Schneekugelbahn

Auf einem kleinen Hang kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen beim Bau einer Schneekugelbahn. Bei dieser Kreativitätsübung im Winter sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob ihr mit Handschuhen einfach eine Abwärtsbahn formt und die Schneebälle hinuntergleiten lasst oder ob ihr zahlreiche Hindernisse einbaut, die Bahn breiter macht und Tischtennisbälle hinunterrutschen lasst. Natürlich können die Kinder auch zu zweit zusammen gehen und je zu zweit oder zu dritt eine kreative Schneekugelbahn bauen. Dann werden reihum alle Schneebahnen erkundet und solange gespielt bis den Kinder nichts mehr einfällt, was sie noch die Bahnen hinunterrutschen lassen wollen.

Alter:
von klein bis groß

Wichtige Sicherheitshinweise für Erlebnispädagogik im Winter

Mit all diesen erlebnispädagogischen Winterspielen, Winterübungen und Winterabenteuern wünschen wir euch einen traumhaften Winter. Und bitte bedenkt unbedingt eines:

Ob kreativ, bewegend oder Neugierde stillend, Erlebnispädagogik im Winter macht dann Spaß, wenn auch immer auf die Sicherheit geachtet wird. Unbedingt im Vorhinein den Wetterbericht sowie die Schneesituation im Blick haben und auch die notwendige Ausrüstung je nach Gelände mitführen.

Weitere Infos:

Weitere Winterübungen, Winterabenteuer und Winterspiele in der Natur für erfolgreiche Erlebnispädagogik im Winter findet ihr auch in folgenden Büchern:

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