Christina Paul | Die Lektion deines Lebens
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Über Christina Paul

Christina Paul ist im Alter von 15 Jahren schwer vom Schicksal getroffen worden..
Ein Unfall führte zu ihrer Querschnittslähmung. Doch Christina lässt sich davon nicht unterkriegen.
Im Gegenteil: Sie fährt Auto, wohnt alleine in einer Wohnung und arbeitet nach abgeschlossenem Bachelor- und Masterstudium im Marketing der Fachhochschule Krems.

christina paul

Transkript der Episode

00:00:04
Intro: Die Lektion deines Lebens, der NEVEREST Podcast heute mit Michaela Stierschneider.

00:00:14
Michaela Stierschneider: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von „Die Lektion deines Lebens – Der Neverest Podcast“. Heute wieder mit, wie ich finde, einem ganz besonderen Gast, Christina Paul. Sie ist eine junge Frau mit einer besonderen Geschichte. Seit einem Unfall in ihrer Schulzeit sitzt Christina im Rollstuhl. Unterkriegen lässt sie sich aber auf keinen Fall. Ganz im Gegenteil. Aber hört selbst.

00:00:43
Michaela Stierschneider: Hallo liebe Christina, vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst, um deine Geschichte mit uns zu teilen. Christina, du hattest mit 15 einen folgenschweren Unfall. Magst du mir schildern, was das für ein Tag war? Was hast du gemacht? Was ist passiert?

00:01:01
Christina Paul: Ich war in der Schule und hab mit meiner besten Freundin im Schulhof gesessen und auf andere Freundinnen gewartet. Und ich weiß nichts mehr von dem Tag. Aber was ich halt so im Nachhinein, also Unfallbericht herausgelesen habe, ist dass dann eben ein Baum, der morsch war und aufgrund eines Sturmes der damals gangen ist umgefallen ist. Und halt der ganze Baumstamm eigentlich auf mir gelandet ist. Und meine Freundin, die Julie, die hat nur die Äste erwischt. Und der Unfall hatte eben zur Folge, dass ich halt Verletzungen auf der Wirbelsäule hatte. Und dass dann eben aufgrund einer Blutung ins Rückenmark die Folge war Querschnittlähmung ab dem sechsten siebten Halswirbel. Also das war halt die Hauptverletzung. Aber zusätzlich gab’s noch einige Rippenbrüche und Einblutungen in die Lunge und ja. Also wie gesagt, vom Tag selber weiß ich nicht mehr viel. Ich bin dann nur also eigentlich zwei Wochen später im Krankenhaus im AKH aufgewacht. War noch etwas benebelt, weil ich im künstlichen Koma war. Und da hab ich es eigentlich so nach und nach irgendwie in der Aufwachphase irgendwie mitbekommen, dass etwas nicht stimmt. Und ja.

00:02:31
Michaela Stierschneider: Du bist also direkt nach dem Unfall zwei Wochen lang im künstlichen Tiefschlaf gewesen. Dann bist du aufgewacht oder oder aufgeweckt worden. Was war das für ein Moment? Du wirst dir wahrscheinlich auch nicht gewusst haben, wo du bist, was passiert ist, warum du hier bist.

00:02:51
Christina Paul: Also in dieser Aufwachphase, das möchte ich nie wieder erleben. Da hatte ich halt etliche, also quasi so eine Art Entzug und hat da hatte, also extreme Wahnvorstellungen. Also ich hab zuerst gar nicht gewusst, was da ist. Also angefangen davon, dass zuerst alles schwarz war und nur so einzelne Personen vorbeigeschwebt sind bis hin zu komischen Tagträumen. Und also die Bilder sind immer nach und nach deutlicher geworden. Das waren halt irgendwie so Sachen wie ich hab immer gemerkt, ich kann mich nicht bewegen. Das war jetzt so das was immer präsent war und dass ich halt auch nicht sprechen hab können.

00:03:34
Michaela Stierschneider: Entschuldige, aber das war noch in diesen zwei Wochen. Oder war das schon danach? Also hast du da schon gewusst, was los ist?

00:03:42
Christina Paul: Nein, ich habe noch nicht gewusst, was los ist. Und ich war eben noch intubiert. Das heißt, ich habe auch nicht sprechen können. Und nach und nach sind halt die Bilder etwas klar geworden. Erst am Ende hab ich irgendwie Wahnvorstellungen gehabt, dass ich irgendwie in einem Wohnwagen bin und halt immer das Gefühl, mich nicht bewegen zu können. Und da weiß ich noch, dass mich damals Freundinnen besucht haben und anscheinend dürften sie so erzählt haben, was sie gemacht haben und ich hab gewusst, dass eine Freundin von mir Geburstag gehabt hat, aber ich hab’s irgendwie nicht geschafft ihr zu gratulieren und ich hab das irgendwie nicht rausgebracht. Ich habe nicht verstanden, warum ich keinen Ton sagen kann, warum ich das nicht sagen kann, dass ich ihr zum Geburtstag gratulieren möchte. Also so totale Banalitäten, die da halt irgendwie waren. Und dann irgendwann waren halt Bilder klarer und dann bin ich halt da gewesen und hab dann gesehen das, also ich war halt auf der Intensivstation und dann hab ich gesehen, dass ober mir so eine riesengroße Lampe war. Und dann hab ich erkannt, dass diese Riesen, also diese Lampe nicht eine Schlange ist, die probiert mich aufzufressen, wie ich in meinen Wahnvorstellungen gedacht hab. Und ja, also das ist jetzt im März, ist ja ungefähr 20 Jahre her, unglaublicherweise. Ich kann es gar nicht mehr im Nachhinein so genau sagen, wie das alles dann irgendwie so war die Tage danach. Aber es war auf jeden Fall, dass ich eben aufgewacht bin und gemerkt hab, es ist halt nicht mehr so, dass irgendwas Schlimmes passiert ist und es mir natürlich die Pfleger und die Ärzte probiert haben zu erklären, was passiert ist. Ich hab’s schon verstanden. Aber halt, was dann wirklich die Folgen sind, das hat länger gedauert, bis ich das halt verstanden hat, was das jetzt eigentlich bedeutet.

00:05:30
Michaela Stierschneider: Und wann war der Moment für dich?

00:05:35
Christina Paul: Sie haben eben auf der Intensiv, also ich bin eben nach der Intensiv ins Reha-Zentrum Weißer Hof gekommen, die eben spezialisiert sind auf Querschnittslähmungen. Und Sie haben mir eigentlich auf der Intensivstation auch schon probiert zu erklären, was halt am Weißen Hof passiert. Und dass ich da auf Reha bin und dass ich da wieder versucht wird, dass ich wieder zurück ins Leben finde und dass sie halt mir auch helfen, halt mit der neuen Situation umzugehen. Für mich immer, also im Krankenhaus war für mich noch dieses Am Weißen Hof lerne ich ja dann eben wieder zu gehen. Das wird ja alles wieder. Und dann war ich halt am Weißen Hof. Und dann haben sie mir den Rollstuhl ans Bett gestellt und das war für mich so ein Was macht dieses Ding da? Das will ich nicht. Brauche ich nicht. Ich werde eh wieder gehen. Und den Rollstuhl dann zu akzeptieren, das hat dann tatsächlich nochmal, also ich war acht Wochen im Krankenhaus im AKH und bin dann eben noch acht Wochen lang zum Weißen Hof gekommen. Und dann hat es eigentlich nochmal acht Wochen gedauert, bis ich den Rollstuhl quasi mal akzeptiert habe. Also Sie haben halt probiert, mich dann zu mobilisieren. Das heißt halt eben mobilisieren heißt eben, dass ich halt im Rollstuhl lernen zu sitzen und fahren, aber eben dadurch, dass ich den Rollstuhl abgelehnt habe, hab ich eben acht Wochen lang, sobald sie mich in den Rollstuhl gesetzt haben totale Kreislaufprobleme bekommen. Ich bin wieder umgekippt und sie haben mich dann wieder zurück ins Bett legen müssen, weil ich halt alle Zustände gehabt hab und das überhaupt nicht wollte. Aber ich muss sagen, da waren halt einfach die Pfleger, die extrem viel Geduld und Einfühlungsvermögen gehabt haben, die mich dazu langsam dann irgendwie aus meinem Schneckenhaus rausgeholt haben und die mich dann auch, weil ich halt im Rollstuhl gar nicht hab sitzen können, sie haben dann eben so einen Liegestuhl gehabt, in den sie mich reingesetzt haben und den haben sie schieben müssen. Aber den haben sie dann immer wieder zurück kippen können, dass ich mit dem Kreislauf keine Probleme hab und haben mir einfach so gezeigt was halt außerhalb vom Bett und vom Zimmer ist und dann hab ich die anderen Patienten gesehen und halt die ganze Umgebung und den Park undso. Und dann hab ich gesehen, dass es halt echt nette mit Patienten gibt. Ein paar hübsche Burschen waren auch dabei hat. Dann hat eine Krankenschwester, die mit mir herumgefahren ist hat dann halt so gesagt Christine wenn du die kennenlernen möchtest, musst du halt noch raus aus deinem Bett. Und das war irgendwie so der Moment wo ich dachte, dass ich wieder zurück in den Alltag und am Leben teilhaben möchte, dann muss ich da raus und dann muss ich halt in den Rollstuhl und hab dann irgendwie eben erst noch acht, eigentlich 16 Wochen verstanden, dass der Rollstuhl nicht mein Feind ist, sondern dass er mir einfach hilft, am Leben da draußen wieder teilzunehmen. Und das war dann eben so ein Moment, wo ich angefangen hab, das zu akzeptieren. Aber halt eben um zu merken, dass der Rollstuhl einfach nicht mein Feind ist.

00:08:31
Michaela Stierschneider: Das ist eigentlich eine total reife Ansicht für eine 15 jährige. Also wenn ich an mich zurückdenke mit 15, also ja. Also kannst du dir das erklären, dass du mit 15 mit einer dermaßen Weisheit und Intelligenz da drauf geschaut hast und das so verstanden hast, dass es jetzt eben darum geht, dich zu entscheiden, nehme ich das jetzt an und akzeptier diese meine Situation oder ich pfeif drauf. Weißt du, was da für dich der Auslöser war?

00:09:05
Christina Paul: Ich weiß nicht, ob es Reife war. Es war irgendwie wie ich war. Ich glaube eher, dass mir damals mein junges Alter da eigentlich sehr geholfen hat. Ich war 15. Ich hab noch viel vorgehabt. Ich wollte irgendwie überall dabei sein und wollte mein Leben leben. Und das waren irgendwie recht bald. Also ich bin ja nicht dagesessen und hab hier geschrieben, sondern es ist eben einfach passiert. Und es war dann einfach. Ich hab schon bald einmal die Einsicht, dass entweder ich akzeptiers und lebt mein Leben halt sitzend und nicht stehend, aber halt ich lebs. Oder ich versink in Selbstmitleid und kann es dann nicht leben. Oder halt ich beende das, was der Baum nicht hat beenden können damals. Also es waren einfach nur diese zwei Optionen und ich habe gedacht in meinen jungen Jahren, wie gesagt, dass man halt das irgendwie halt dann so leben muss, weil eine andere Option gibt’s nicht.

00:10:05
Michaela Stierschneider: Magst du mal kurz erzählen oder beschreiben wie dein Leben heute ausschaut, zwanzig Jahre danach. Also wenn mir jemand jetzt die Geschichte erzählen würde, ein 15 jähriges Mädchen wird vom Baum getroffen, sitzt im Rollstuhl, würde ich hätte ich wahrscheinlich ein anderes Bild von dem Menschen, zwanzig Jahre später als das Leben, das du jetzt führst. Erzähl mal, wie dein Tag so ausschaut wie dein Leben so ausschaut und was du beruflich und privat machst.

00:10:34
Christina Paul: Also heute: Ich arbeite seit mittlerweile acht Jahren an der Fachhochschule Krems in der Marketingabteilung. Also wenn ich jetzt ein bisschen aushole, ich bin ein Jahr quasi nachdem der Unfall passiert ist, bin ich zurück in die Schule wo der Unfall passiert ist wieder zurück in die HLF und der damalige Direktor hat sich dafür eingesetzt, dass ich die Schule beenden kann und dann mein großes Ziel war, was ich unbedingt machen wollte, war immer Matura zu schaffen und dann mein Studentenleben in Wien zu starten. Das habe ich dann eben mit 20 bin ich dann eben nach Wien, hab dann begonnen mein Publizistik Studium begonnen. Hab dann zwischendurch immer wieder Praktikums gemacht bei verschiedenen Medien von NÖN bis ORF Niederösterreich bis Radio Hit FM und so weiter, weil mich einfach der Journalismus extrem interessiert hat. Bin dann aber gegen Ende des Studiums vom Bachelorstudium hab ich dann eben den Job an der FH Krems bekommen eben in der Marketingabteilung und hab dann vor 2015 dann halt also halt berufsbegleitend meinen Master begonnen. In Journalismus und neue Medien, also den ich jetzt also 2018 hab ich das Studium auch abgeschlossen und arbeite jetzt eben nach wie vor an der Fachhochschule Krems. Und ja, und versuche mich zwischendurch auch politisch zu engagieren. Also halt ich bin schon seit Jahren versuche ich mich schon irgendwie in der Behindertenpolitik nützlich zu machen, weil es so vieles gibt, was irgendwie noch, also vor allem das beengenden Gleichstellungsgesetz, was es auf dem Papier gibt, aber was halt irgendwie nicht wirklich durchgesetzt wird und es noch einiges zu tun gäbe und bin da gerade dabei, mich da eben einzubringen.

00:12:38
Michaela Stierschneider: Was mich noch interessieren würde Wie schaut denn dein Ablauf dein Alltag aus? Lebst du alleine? Soweit ich weiß, fährst du Auto. Also wie schaffst du den Alltag? Und das ist vielleicht eine dumme Frage, aber man stellt sich das wahrscheinlich, wenn man selbst nicht betroffen ist, dann alles hoch oder unmöglich vor. Aber bei dir ist ja das nicht so unmöglich, oder? Oder du hast das ja für dich vieles, du hast für dich vieles möglich gemacht.

00:13:09
Christina Paul: Ja, also das ging auch nicht von heute auf morgen ist ja auch ein langer Weg, vor allem halt eben, also ich wohne jetzt eben in Wien, wohne alleine in einer Wohnung. Also ich kann meinen Alltag alleine bewältigen. Ich habe zwar Assistenz für die Arbeit, die mich halt, wenn ich irgendwo hin muss oder Termine hab, begleitet, weil man halt nie weiß, wie vor Ort die Situation ist, ob da irgendwo Stufen oder sonst irgendwelchen Barrieren sind. Aber sonst lebe ich eigentlich allein und schaff alles. Also wie gesagt, es war ein weiter Weg. Vor allem weil du erlernst ja am Anfang eben du musst ja alles von vorne lernen, du lernst und erst einmal dich in einem Bett zu drehen und du musst erlernen dich erst einmal lernen dich aufzusetzen. Musst lernen, mit dem noch vorhandenen Funktionen dich wieder anzuziehen, was ja auch nicht so einfach ist und halt eben auch den Transfer vom Bett in einen Rollstuhl und so weiter und so fort. Das hat schon Jahre gedauert, bis ich da soweit war, dass ich das alles alleine kann. Aber da war muss ich sagen der wichtigste Schritt war, glaube ich damals, dass ich eben nach Wien gegangen bin und da am Anfang mit meinem älteren Bruder zusammen gewohnt habe. Also einfach nur jemand der da war im Notfall, der mir noch hilft. Aber das war halt irgendwie so dieser letzte Schritt von es ist nicht immer wer da, ich muss ja wirklich alles alleine machen. Und das war eben der letzte Schritt zur Selbstständigkeit. Ich fand das. Und dann eben hab dann halt, dadurch dass ich halt irgendwie meine Pläne nicht aufgeben wollte, hab ich das dann auch alles mit sehr zielstrebig verfolgt. Unter anderem hat auch der Führerschein dazugehört. Also wie gesagt ich fahr Auto und kann mein Leben eigentlich von Alltags allein bewältigen. Obwohl es halt bei mir dauert halt alles, also es dauert alles ein bisschen länger. Also von aufstehen bis halt ich halt ich dann halt wirklich bereit bin außer Haus zu gehen dauert schon zwei Stunden. Aber ja, mir ist wichtig, dass ich egal wie lange es dauert, dass ich es einfach alleine schaff. Und ja und es funktioniert.

00:15:15
Michaela Stierschneider: Weißt du, warum man nicht aufgegeben hast? Also das finde ich ja spannend, wenn du sagst selbst und ich glaube, das ist mir auch wichtig, das anzubringen, dass es gedauert hat, dass es Zeit braucht, dass es Zeit gebraucht hat. Ich nehme an oder ich unterstelle dir jetzt einfach mal, korrigiere mich, wenn ich falsch liege, dass es einige Tiefschläge dazwischen gegeben hat. Warum hast du nie aufgegeben? Also was hat dich angetrieben?

00:15:43
Christina Paul: Wie gesagt, es bleibt mir nichts anderes übrig, weil wie gesagt, ich bin immer noch nicht so ganz alt und ich hab noch ein längeres Leben vor mir und deswegen bringt es mir nichts irgendwie da, sich da irgendwie in dieses Schneckenhaus zu verkriechen, sondern halt einfach wieder zu probieren immer wieder Rückschläge auch wenn es halt noch so so schwer ist, oder halt man auch seine Zeit braucht, um mit diesen Rückschlägen fertig zu werden. Wie gesagt, man muss irgendwie weiterleben und ich bin lieber einer, der kämpft und aufsteht und halt irgendwie probiert, das Beste draus zu machen, als mich dann irgendwie nur noch vor mich hin zu vegetieren und mich hin zu trauern, also das hat für mich schon keinen Sinn.

00:16:27
Michaela Stierschneider: Ich habe in einem Zeitungsartikel gelesen, dass du nicht gerne möchtest, dass du zur Heldin ernannt wirst. Ich finde trotzdem, dass du etwas Heldenhaftes hast oder was Heldinnenhaftes hast, kannst du. Kannst du für dein Leben oder in deiner Geschichte eine Lektion deines Lebens definieren?

00:16:49
Christina Paul: Also ich glaube, ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin, wenn das nicht passiert wäre. Und ich muss sagen, ich habe auch extrem viele Erfahrungen machen dürfen aufgrund des Unfalls. Schon alleine was ich nicht schön finde halt ich habe extrem viele Freunde, die eben auch viele andere Behinderungen, von Amputation bis Schädel-Hirn Trauma bis von Blinden bis Gehörlosen. Und ich find irgendwie, wenn man da auf Reha ist. Es ist ja nicht so, dass da ja eh jeder einzelne vor sich hin trauert, sondern eher, dass es ein sehr gutes Miteinander ist und dass man da irgendwie halt zusammen sitzt und irgendwie es seine eigenen Kartuschen am Humor entwickelt. Und ich finde eben dieses Miteinander der verschiedensten Gesellschaftsgruppen, dass du halt eben keinen verurteilst, sondern dass irgendwie miteinander lebst und dich gegenseitig ergänzt, was da einer nicht kann, gleicht der andere aus und das ist irgendwie ohne viel Erklärung und funktioniert. Und das man irgendwie vor allem, dass wir sich nicht rechtfertigen müssen untereinander warum wir jetzt anders sind oder warum wir jetzt irgendwie oder halt nicht der Norm entsprechen. Ich glaube das ist das, was ich halt irgendwie schön finde, dass halt Leute, die halt nicht dieser Norm entsprechen, oft sehr viel lebensfroher sind und das Leben viel mehr genießen als wie Leute, die der Norm entsprechen, sag ich jetzt einmal. Und das ist das was ich schön finde und das sich halt diese Erfahrungen nicht missen möchte und das ich halt auch sicher etliche Leute nicht kennengelernt hätte, wenn der Unfall nicht passiert wäre und die ich aber sicher nichts aus meinem Leben in meinem Leben vermissen möchte.

00:18:25
Michaela Stierschneider: Ein wunderschönes Schlusswort, liebe Christina. Ich glaube, das können wir uns alle wieder mal zu Herzen nehmen. Vielen, vielen Dank für deine Zeit, für deine Geschichte und die Inspiration.

00:18:36
Christina Paul: Gerne.

00:18:43
Outro: Noch mehr Impulse für die persönliche Weiterentwicklung findest du auch auf www.neverest.at

 

(Dieses Transkript wurde automatisch erstellt.)

 

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