Sumpfüberquerung | NEVEREST Lifelong Learning | Aus- und Weiterbildung, Seminare und Lehrgänge

Sumpfüberquerung

Synonyme

Ziele der Methode

Diese Methode verfolgt folgende Ziele:

Anleitung

Je nachdem, wie viele Personen bei dem Spiel teilnehmen, können eine oder mehrere Gruppen gebildet werden. Mindestanzahl für eine Gruppe: das Spiel kann theoretisch auch zu dritt gespielt werden, aber an sich gilt je mehr Spieler und Spielerinnen, desto lustiger. Das Spiel beginnt damit, dass sich die Gruppe Teppichfliesen nimmt, und zwar um eine Fliese weniger als Teilnehmende. Ziel des Spieles ist es, den Sumpf auf den Teppichfliesen zu überqueren, ansonsten werden sie untergehen. Wenn das Spiel mit Kindern gespielt wird, kann auch gern eine nette Geschichte dazu erfunden werden (z.B. Sumpfmonster das dort wohnt).

Die Aufgabe klingt an sich ziemlich einfach, eine Fliese geht von der hintersten Person zur Vordersten, die vorderste Person legt die Fliese vor sich, steigt mit beiden Füßen darauf, die Gruppe schließt an und so weiter. Das Spiel ist aber schlussendlich gar nicht so simpel. Es ist viel Konzentration und gute Zusammenarbeit des Teams gefordert, um das Ziel zu erreichen. Erste Schwierigkeiten entstehen dadurch, dass die Fliesen immer in Kontakt mit einer Person sein müssen. Sobald eine Fliese hingelegt wird, ohne dass sie eine Teilnehmer/in berührt, versinkt diese Fliese und ist verloren. Sie kann auch nicht wieder zurück gewonnen werden. Das nächste Knifflige an der Übung ist die Übertretung einer Fließe: sobald der Fuß auch nur minimal die Fliese verlässt, wird die Person blind, beim zweiten Mal verliert sie ein Bein, beim dritten Mal verliert sie beide Beine (je nach Alter und Gruppe können hier verschiedene Sanktionen ausgedacht werden). Wenn die Person ganz vorne plötzlich erblindet, bedeutet das natürlich, dass die Gruppe versucht, die Person nach hinten zu bringen, da diese Person die Gruppe nicht mehr leiten kann, dasselbe mit den anderen Handicaps. Das ist gar nicht einfach, die Person nach hinten zu bringen, ohne dass noch weitere Personen erblinden oder sogar ein Bein verlieren. Scheint das Ziel nicht mehr erreichbar aufgrund zu vielen „verletzten“ Personen, kann sich die Gruppe auch dazu entscheiden, wieder komplett von vorne anzufangen.

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Variante

Je nach Altersgruppe kann das Spiel, abgeändert werden. Bei Kindergruppen können wir bspw. so viele Fliesen wie Teilnehmende verwenden. Anstatt Erblindung, Beinverlust usw. können unterschiedliche Handicaps eingebaut werden. Zur Erleichterung oder Verlängerung des Spiels kann in der Mitte des Spielfeldes eine Notinsel eingebaut werden, wo alle sicher ausrasten können, oder die andere Gruppe unterstützen können (Kann z.B. bei mehreren Gruppen Sinn machen).

Mögliche Anmoderation

Hinweise

  • Interessant zu beobachten sind die unterschiedlichen Vorgangsweisen verschiedener Gruppen, wie sie sich gegenseitig unterstützen, wie sich einzelne Personen ins Spiel einbringen können, wie sie als Gruppe zusammenfinden oder aber eher individualistische Überlegungen einzelner Personen entwickeln. V.a. wenn mehrere Gruppen nebeneinander versuchen, das Ziel zu erreichen, können verschiedene Strategien verfolgt werden: einerseits kann in der eigenen Gruppe strategisch vorgegangen werden, aber auch die anderen Gruppen können unterstützt werden, bzw. kann von den anderen Gruppen Hilfe geholt werden (Tausch von Fliesen, Tausch von „verletzten“ Personen,…).
  • Zur Beobachtung und Sanktionierung braucht es mindestens eine Person pro Gruppe.
  • Im Anschluss zu der Übung kann in Form von Diskussionen gut reflektiert werden, angefangen von Wohlfühlen im blinden Zustand über wer sich wie gut Einbringen konnte, usw.

Potentielle Gefahren

Material

  • Teppich- oder Laminat-Fließen, notfalls auch dickere Papierfließen
  • Seil oder etwas, um Bereiche einzuzeichnen
  • evtl. Augenbinden
  • evtl. Schatztruhe (Überraschung bei Erreichen des Ziels)

Quellen & Querverweise

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